alkohol und die jugend..

  • Ja aber glaubst du nicht, dass du es gelassen hättest, mit 16 schon harten Alkohol zu trinken, wenn die Polizei oder das Ordnungsamt dich mal erwischt hätte und deine Eltern eine 400€ Geldstrafe bekommen hätten ?
    Klar kann man nun wieder den trotzenden Jugendlichen spielen, wie es ihn hier sicher auch zu hunderten gibt, der sagt das er sich davon nicht einschüchtern lassen würde, aber ich bin mir sicher das sowas ziehen würde.
    Die Tatsache das Kassierer, die nicht nach dem Ausweis fragen, bestraft werden sollen mit Geldbußen klappt ja auch überhaupt nicht, weil sich absolut niemand dran hält.


    Als ich in den USA war hab ich festgestellt, das es da schon deutlich besser geregelt ist, als bei uns. Erstens bekommt man harten Alkohol nur in ABC-Läden, wo man unter 21 sowieso gar nicht rein darf. Zweitens stehen auch in jedem Wallmart große Schilder an den Kassen, auf denen klar und deutlich steht, dass JEDER der optisch unter 35Jahre wirkt seinen Ausweis zeigen MUSS, sonst gibt es nichtmal Bier, das nenn ich ein wenig konsequenter als bei uns und es wirkt auch, habe viele Jugendliche kennengelernt und viele meinten das es deutlich schwerer sei an Alkohol zu kommen als bei uns, Bier ok aber hartes Zeug ist was anderes. Natürlich hebt das das Problem nicht auf, aber es macht es schon deutlich schwerer.

  • In Amerika wird Alkohol so kriminalisiert, dass Jugendliche sich teilweise Kokain geben, weils leichter zu beschaffen/verstecken ist, als Schnaps. Aufklärung und ein kulturelles Leitbild müssen Verbote und Gesetze immer begleiten!

    Mit den besten Grüßen,
    Blaight

  • Das stimmt soweit, aber wenn ich als 16-Jähriger an Stoff kommen will komm ich auch dran. Es gibt genüg Läden die damit sogar Gel machen und bekannt sind, und selbst wenn stark kontrolliert wird, dann frag ich eben jemanden der älter ist als ich. Es gibt soviele Leute die das dann machen.
    Es liegt auf keinen Fall nur an der Durchsetzung der Verbote, finde ich.

    Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!
    Rosa Luxemburg

  • Zitat

    Und ja, du hast Recht, Deutschland hat an der Erziehung der Jugendlichen versagt, aber nicht nur daran...


    Naja der Staat kann da gar nicht mal so viel versagen, weil die primäre Aufgabe der Erziehung bei den Eltern liegt. Der Staat greift nur durch Schule (gut nicht zu unterschätzender Faktor, aber auch mit begrenzten Möglichkeiten, gerade in dem Bereich) oder in Ausnahmefällen ein.


    Aber sonst gebe ich dir Recht, dass man vielleicht bei der Kontrolle ansetzen sollte, aber wie?
    Die Kontrolleinkäufe sind, soweit ich weiß, nicht von staatlicher Seite durchführbar, weil sie sich in gesetzlichen Grauzonen bewegen. Zudem das Problem haben, dass sie nur ein sehr punktuelles Bild liefern.

    "I found freedom. Loosing all hope was freedom!" - Jack (Fight Club)

  • Ja da hast du wohl Recht, die Kontrolleinkäufe sind nicht so das wahre, aber irgend einen Ansatzpunkt muss es doch wohl geben. Es ist ja auch nicht die Aufgabe von uns kleinen Bürgern, da einen Weg zu finden, sondern die Entscheidungsträger sollten sich damit mal befassen.
    Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, es gibt ständig Gesetzesänderungen bis hin zu Verfassungsänderungen, um Sachen der Regierung recht zu machen, aber offenbar sehen die darin kein Problem, wie es aktuell ist.

  • Also zumindest mir macht trinken Spaß.
    Ich war zwar seit ~4 Jahren nicht mehr betrunken, aber das ist eins der Probleme.
    (Der totale Suff hat irgendwann von alleine den Reiz verloren, ka. mit etwa 20.)


    Spaß und eben "Gruppenzwang". Zudem ist es "was neues" mit 15-16-17 Jahren.
    Wenn die 3 Dinge wegfallen würde das Problem automatisch kleiner.
    Denke an der Stelle müsste man ansetzen. Aber wie will man das machen bzw. was könnte man da überhaupt tun?


    Verbote etc. behandeln doch nur die Symptome aber keine der Ursachen.

    So raise your horns to those who died
    Let's drink to fallen friends tonight
    Let's celebrate their glory life
    We'll meet again in Valhall when we die
    When we die!

  • Ja die Ursachen müsste man in der Schule und auch zuhause bekämpfen.
    Bei mir war es wie du sagst, irgendwann hat das Gefühl, sich betrinken zu müssen nachgelassen, nun genießt man eher nurnoch.


    Aber da geht es ja schon los, notorische Schulschwänzer werden seltenst verfolgt, es sei denn sie sind auf einer der asozialen Schulen, wo sowieso die Hälfte aller Schüler Ausländer sind und nicht zum Unterricht kommen.
    Das Problem ist doch, das vielen Eltern einfach scheiss egal ist, was ihre Kinder am Wochenende abends dann machen bzw. trinken.
    Meine Eltern hätten mir was erzählt, wenn ich mit 15 stock besoffen zuhause angekommen wäre und vielleicht auch noch alles vollgekotzt hätte.


    Ich würd zwar nicht so weit gehen und sagen, dass alle die so saufen, dann randalieren oder andere zusammenschlagen gleichbedeutend aus schlechten Haushalten stammen(was ja dem aktuellsten Fall aus Berlin widersprechen würde), aber dennoch ist das ein großer Faktor. Zumal sind die Eltern ja auch schon oft das Vorbild, sind arbeitslos und saufen und rauchen sich einen zusammen und geben nichts darauf, ob ihre Kinder mal genauso werden.
    Kann einfach nicht begreifen, ob die Deutschen einfach nur immer dümmer werden oder was der Grund ist, aber in meinem Freundeskreis gab es sowas nicht, wenn ich hingegen die Freunde meiner Geschwister nehme, die zu 80% auf Hauptschulen waren, ändert sich das schlagartig, von denen waren schon viele bei Schlägereien im Suff dabei und haben auch schon diverse Anzeigen dafür bekommen.
    Daher denke ich, dass es eben doch auch eindeutig eine Bildungsfrage ist, auch wenn die ettlichen Jugendlichen auf Gymnasien und co. auch teilweise genauso sind.

  • Zitat

    Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, es gibt ständig Gesetzesänderungen bis hin zu Verfassungsänderungen, um Sachen der Regierung recht zu machen, aber offenbar sehen die darin kein Problem, wie es aktuell ist.


    Das einzige wäre, Jugendlichen zu erlauben Alkohol zu kaufen, aber dann wäre ein Testkauf wieder hinfällig. (Und wenn es Jungaussehende machen, die es kaufen, ist es fragwürdig, weil der Verkäufer keine Straftat begangen hat.)
    Gestzlich kann man da meines Erachtens nicht wirklich was machen. Ich habe aber schon selber bemerkt, dass heutzutage mehr Geschäfte stärker kontrollieren als vor 10 Jahren. Früher war es echt Pech, wenn ich kontrolliert wurde, heutzutage müsste ich öfters ohne Bier auskommen.
    Das Thema der Eindämmung ist halt schwierig und gesetzlich könnte man es meines Erachtens nur regeln, wenn generell eine Ausweispflicht beim Alkoholkauf verlangt wird, weil Testeinkäufe dann unter dem Motto der Ausweiskontrolle laufen könnten. Wie sinnvoll eine solche Regelung dann ist, müsste erst einmal geklärt werden.


    Zitat

    Verbote etc. behandeln doch nur die Symptome aber keine der Ursachen.


    Aber was sind die Ursachen? Da Alkoholkonsum kein sozio-ökonomischer Faktor ist, wird es schwierig zu klären, was nun Auslöser ist. Und ggf. muss man sich auch eingestehen, dass sich gar nicht viel geändert hat, sondern dass wir durch unsere Gaffer-Mentalität einfach solche Auswüchse eher sehen/ zu sehen bekommen.

    "I found freedom. Loosing all hope was freedom!" - Jack (Fight Club)


  • Aber da geht es ja schon los, notorische Schulschwänzer werden seltenst verfolgt, es sei denn sie sind auf einer der asozialen Schulen, wo sowieso die Hälfte aller Schüler Ausländer sind und nicht zum Unterricht kommen.


    Zivi, sei vorsichtig was du da sagst.
    Laut deiner Definition bin ich auf einer "asozialen" Schule, weil bei mir die Hälfte aller Schüler Immigrationshintergrund haben.
    Und zu behaupten, dass "alle" Ausländer schwänzen ist schon sehr Dreist und das kann ich auch so nicht stehen lassen.....

    Siken bezeichnet Userin als "Hure".

  • Meiner Meinung nach sind die Verbote in Deutschland eh schon ziemlich streng! Wenn man das einmal mit unseren Nachbarländern vergleicht ,wo man als teilweise als 10Jähriger Alkohol im Laden bekommen würde und auch sonst Gesetze zum Jugendschutz nicht wirklich ernst genommen werden z.B. Fahrt mal nach Praag ... und wie die Verredner schon gesagt haben kann man als Minderjähriger auch einfach Ältere fragen! Das 100% zu kontrolliern wäre wohl unmöglich und meiner Meinung nach Sinnlos! Wenn man es schaffen würde dies vollkommen zu unterbinden gäbe es halt dann lauter 18jährige " Alkoholleichen", weil niemand nur ein bischen Erfahrung gesammelt hat. Jugendliche sollen Erfahrungen mit Alkohol sammeln ! Nur ob man es übertreibt und sich komplett abschießt oder in Maßen genießt ist eine Frage der Erziehung ! Deshalb sollte man eher bei den Eltern anfangen als beim Staat!


  • Aber was sind die Ursachen? Da Alkoholkonsum kein sozio-ökonomischer Faktor ist, wird es schwierig zu klären, was nun Auslöser ist. Und ggf. muss man sich auch eingestehen, dass sich gar nicht viel geändert hat, sondern dass wir durch unsere Gaffer-Mentalität einfach solche Auswüchse eher sehen/ zu sehen bekommen.


    Ein Teil der Ursache ist dass es alle so machen. Ich komm vom Land. Hier geht am Wochenende nix. Wenn was geht spielt irgend ne lokale Coverband. Ich war dort zum ersten mal mit 15 und musst dann um 24 Uhr nach Hause. Es waren dort bestimmt 50% besoffen. Und das hat aufm Land nix damit zu tun dass sich die Eltern nicht darum kümmern.
    Mein Freundeskreis ist im Schnitt nen Jahr älter als ich. Als wir damals losgezogen sind hat eben jeder getrunken. Und was macht man? Man trinkt eben mit weils lustiger ist. Am Anfang schmeckt es zum Kotzen aber man macht es eben.
    Die Begründung "das ist halt so" ist keine Begründung aber bei uns ist/war es eben so. Die Veranstaltungen die bei uns in Turnhallen / Mehrzweckhallen stattfinden würde es ohne die Einnahmen an der Bar so nicht geben. Es wird also fest damit gerechnet dass getrunken wird.


    Ich kann nur von mir sprechen und möchte auch nicht auf andere schließen. Ich hab abi und nen studium hinter mit. Meine Eltern ham sich immer um mich gekümmert. Fast schon zu sehr. Ich hab nen super Freundeskreis. Und trotzdem war ich früher so mit 17 vielleicht jedes 2te Wochenende betrunken. Aber richtig. Mein Vater hat mich schonmal im Treppenhaus schlafend gefunden.
    Von daher hat das imho nix mit Bildung oder Herkunft / Migrationshintergrund zu tun, zumindest nicht Hauptsächlich. Es ist einfach die Einstellung des sozialen Umfelds / der Gesellschaft dass Alkohol so bereitwillig akzeptiert wird. Ich sehe da keine Chance dass sich das ändert. Das ist wie wenn man "dem Deutschen sein Auto wegnimmt"

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  • Zivi, sei vorsichtig was du da sagst.
    Laut deiner Definition bin ich auf einer "asozialen" Schule, weil bei mir die Hälfte aller Schüler Immigrationshintergrund haben.
    Und zu behaupten, dass "alle" Ausländer schwänzen ist schon sehr Dreist und das kann ich auch so nicht stehen lassen.....


    Ich weis schon was ich schreibe. Das der Anteil der Schulschwänzer, wie auch Gewalttäter, bei den Ausländern oder Schülern mit Migrationshintergrund höher ist als bei Deutschen, ist kein Geheimnis und auch statistisch bewiesen. In Teilen Berlins fallen nicht umsonst etwa 40% der Jugendkriminalität auf 7% der jugendlichen Bevölkerung mit Migrationshintergrund an.
    Ich habe und würde niemals behaupten, dass das bei ALLEN Ausländern/Migranten so ist. Aber es ist eben schon erstaunlich, dass solche Problemgruppen häufiger zu Alkohol und Gewalt greifen. Und nun stempelt mich ruhig wieder als Rassist oder Nazi ab, bin ich schon gewohnt, aber ich lasse mir meine Meinung eben nicht verbieten.


    Aber das soll ja auch nicht Inhalt des Themas sein.
    Zum Aspekt "Ältere fragen", kann ich halt auch nur sagen, dass müsste härter bestraft werden, um abschreckend zu wirken.


    e/ @ Odin, dass man jedes oder jedes zweite Wochenende saufen geht, ist meiner Meinung nach auch nicht das schlimmste Problem. Klar habe ich selbst mit 17 auch am Wochenende gesoffen, aber wir kamen dan nie auf die Idee, streitsüchtig jemand zusammenzuschlagen, uns mit der Polizei anzulegen oder generell zu randalieren.

  • Zitat

    Die Begründung "das ist halt so" ist keine Begründung aber bei uns ist/war es eben so.


    Dann ist es aber ein Faktor, den der Staat nicht ändern kann. Den muss dann das Subjekt selber ändern und wenn man "einfach nur so" säuft, dann ist die Behauptung "Verbote behandeln nur das Symptom, nicht die Wurzel" sinnleer. Die Wurzel ist nämlich dann das Subjekt an sich, welches sich entscheidet zu trinken oder aber das Trinken des Alkohols an sich. Eine Verschärfung würde dann Symptom und Wurzel gleichermaßen angreifen.

    "I found freedom. Loosing all hope was freedom!" - Jack (Fight Club)


  • Dann ist es aber ein Faktor, den der Staat nicht ändern kann. Den muss dann das Subjekt selber ändern und wenn man "einfach nur so" säuft, dann ist die Behauptung "Verbote behandeln nur das Symptom, nicht die Wurzel" sinnleer. Die Wurzel ist nämlich dann das Subjekt an sich, welches sich entscheidet zu trinken oder aber das Trinken des Alkohols an sich. Eine Verschärfung würde dann Symptom und Wurzel gleichermaßen angreifen.


    Ich finde eben, dass es von staatswegen aus ziemlich schwierig ist hier regulierend einzugreifen, eben aus den Gründen die ich genannt habe. Mit "das ist halt so" meinte ich eher, dass dieses Verhalten irgendwie in uns drin ist. Wenn du in ner Gruppe bist und die Gruppe was macht das Spaß macht - dann wir eben mitgemacht, außer du empfindest trinken als schwachsinnig oder asozial oder sonst was. aber z.B. die Leute die ich kenne tun das nicht. Daher hat sich bei uns nie ernsthaft die Frage gestellt ob man nicht trinkt. Das wird ja schon fast von einem erwartet.
    Ich meine wenn du sagst "ich trinke nichts, prinzipiell" dann fragt erstmal jeder nach. "Hast du schonmal schlechte Erfahrungen gemacht" etc. Meine Freundin z.B. trinkt keinen Alk und muss sich daher des öfteren erklären wenn wir in ner Runde sind in der getrunken wird. Wer aber umgekehrt trinkt muss sich nicht erklären. Zumindest hab ich das noch nicht erlebt.


    zivi: was gewalt betrifft gebe ich dir recht. das hat viel mit dem sozialen Umfeld, der erziehung und der person selbst zu tun. habe es auch schon oft genug erlebt, dass am abend die polizei vorfährt weil flaschen auf autos fliegen, sich rechte mit linken prügeln oder andersrum etc. alkohol senkt eben die hemmschwelle. und wer eh schon prinzipiell gewaltbereit ist oder gewalt zumindest als legitimes mittel sieht oder aus zeitvertreib oder sonstwas wird halt eher gewalttätig als jemand der gewalt ablehnt. und wie man zu gewalt steht kommt imho hauptsächlich von der Erziehung, der Bildung und vom sozialen Umfeld

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  • Zitat

    Ich finde eben, dass es von staatswegen aus ziemlich schwierig ist hier regulierend einzugreifen, eben aus den Gründen die ich genannt habe. Mit "das ist halt so" meinte ich eher, dass dieses Verhalten irgendwie in uns drin ist. Wenn du in ner Gruppe bist und die Gruppe was macht das Spaß macht - dann wir eben mitgemacht, außer du empfindest trinken als schwachsinnig oder asozial oder sonst was. aber z.B. die Leute die ich kenne tun das nicht. Daher hat sich bei uns nie ernsthaft die Frage gestellt ob man nicht trinkt. Das wird ja schon fast von einem erwartet.


    Aber im Endeffekt wäre ja dann ein Verbot bzw. eine härtere Durchsetzung desselben eine Bekämpfung der Ursache (die ja eigentlich nicht vorhanden ist).
    Der Gruppenzwang könnte dann gar nicht so stark entstehen, weil Alkoholtrinken dann seltenst eine Gruppe prägen würden. Das Problem wäre ja die Verfügbarkeit des Alkohols und das kann der Staat sehr gut lösen, indem halt stärkere Kontrollen durchgeführt werden, Alkohol so besteuert wird, dass es für die Mehrheit der Jugendlichen einfach nicht rentabel wäre etc..


    Ich empfinde diese "ist halt so" aber nicht wirklich als "Ursache". Ich würde einfach mal auch ins Blaue tippen und sagen, dass der Alkoholkonsum von Jugendlichen auch stark mit "Erwachsensein" zusammenhängt. Die Eltern trinken, die coolen Hollywoodstars trinken, Erwachsene im Allgemeinen trinken, ältere Geschwister trinken. So wird Alkoholkonsum halt auch zum Status des Erwachsensein erhoben. Wer trinkt ist Erwachsen, wer nicht trinkt ist noch ein kleines Kind (welcher pubertierende Jugendliche will schon eingstehen, dass er ein Kind ist?). Damit könnte man auch diese Saufexesse erklären. Es gibt dann nicht nur Erwachsen und Kinder, sondern eine Abstufung. Wer mehr säuft ist mehr erwachsen als jemand der wenig trinkt. Alkohol trinken wird dann zum Abgrenzung gegenüber den Jüngeren.


    Zitat

    Ich meine wenn du sagst "ich trinke nichts, prinzipiell" dann fragt erstmal jeder nach. "Hast du schonmal schlechte Erfahrungen gemacht" etc. Meine Freundin z.B. trinkt keinen Alk und muss sich daher des öfteren erklären wenn wir in ner Runde sind in der getrunken wird. Wer aber umgekehrt trinkt muss sich nicht erklären. Zumindest hab ich das noch nicht erlebt.


    Dem kann ich leider nur zustimmen. Hab das selber 3 Jahre lang mitmachen müssen und es war einfach lustig zu sehen, dass die meisten damit überhaupt nicht klar kamen. Alkoholkonsum ist halt in Maßen Norm und jeder der dagegen verstößt ist verdächtig.

    "I found freedom. Loosing all hope was freedom!" - Jack (Fight Club)

  • Ich weiß ja nicht wo so manch einer hier lebt, aber bei mir hier in bayern in einer ländlichen gegend sind nicht 80% von geschwistern auf hauptschulen .es ist eher so dass die hauptschulen aussterben. Jeder strömt hier auf die realschule, die platzen hier aus allen nähten. Ich glaube nicht dass erhöhter alkoholkonsum was mit Bildung zu tun hat. Hie rsäuft jeder, sei es gymnasiast, hauptschüler oder student. Sieht man sich doch nur mal die studentenpartys an, wies da teilweise abgeht. Oder die abi party shier haben eigentlich nur ein primäres ziel: Saufen


    Wenn man hier auf "musik" geht, in irgend ner turnhalle etc, strömt alles sofort in die Bar. Die musik ansich is da eher nebensächlich. In der bar dann werden auc hdie wenigsten bei harten sachen nach Ausweis etc. gefragt. Kapitalismus Leute, die Leute wollen Geld machen. Wären die da so streng würden die Einnahmen sinken und der Umsatz wäre zu niedrig.


    Mit erziehung muss das uach nicht unbedingt was zu tun haben meiner Meinung nach. Klar sind Leute die aus schlechten verhältnissen stammen öftesr anfällig für Schlägereien, Harte drogen oder extremisten gruppen. Aber ich kenn hier auch Leute die stammen aus normalem bis sehr gutem Hause, und liegen jedes Wochenende tot besoffen in der Ecke.


    Beim Thema Schlägerei muss ich zivi recht geben, die werden hier in Deutschland sehr häufig von ausländischen Gruppen angezettelt. Ist leider so, da wird man auch nix dagegen machen können. Wobei ich auch Leute kenne, die sind vollblutdeutsch, haben abitur aber meinen trotzdem jedes Wochenende sich schlagen zu müssen.
    Alkohol liegt hier in Deutschland einfach in der Kultur, un das wird sich auch nicht mehr ändern.

    Ich bin eine Signatur.

  • Zitat

    Ich weiß ja nicht wo so manch einer hier lebt, aber bei mir hier in bayern in einer ländlichen gegend sind nicht 80% von geschwistern auf hauptschulen .es ist eher so dass die hauptschulen aussterben. Jeder strömt hier auf die realschule, die platzen hier aus allen nähten. Ich glaube nicht dass erhöhter alkoholkonsum was mit Bildung zu tun hat. Hie rsäuft jeder, sei es gymnasiast, hauptschüler oder student. Sieht man sich doch nur mal die studentenpartys an, wies da teilweise abgeht. Oder die abi party shier haben eigentlich nur ein primäres ziel: Saufen


    Wenn man hier auf "musik" geht, in irgend ner turnhalle etc, strömt alles sofort in die Bar. Die musik ansich is da eher nebensächlich. In der bar dann werden auc hdie wenigsten bei harten sachen nach Ausweis etc. gefragt. Kapitalismus Leute, die Leute wollen Geld machen. Wären die da so streng würden die Einnahmen sinken und der Umsatz wäre zu niedrig.

    Naja, ich denk bei der Alkoholausgabe liegt das Problem eher bei der Verkäuferin, die keinen Bock hat sich mit den ganzen Kindern auseinander zu setzen oder der es einfach egal ist. Aber dass es der 'Unternehmensphilosophie' entspricht, absichtlich nicht nach dem Ausweis zu fragen halte ich doch für weit hergeholt. Letztendlich eh egal, wenn mans nicht bekommt, fragt man halt jemand älteren.


    Jeder muss meiner Meinung nach die Erfahrungen mit dem Alkohol selber machen. Bedenklich wirds erst, wenn man über einen lägeren Zeitraum jedes Wochenende betrunken unter der Parkbank liegt oder zu Aggressionen neigt. Auch ich hab die Erfahrungen gemacht und bin sturzbetrunken heimgekommen. Aber ich hab draus gelernt und hab das ganze nicht gleich am nächsten Wochenende wiederholt.


    Und die Kultur will ich sehen, die es gutheißt, wenn man sich totsäuft. Die ganze "Bierzeltkultur" ist doch längst ausgestorben, wurde in den letzten Jahren einfach mehr und mehr zum Massenbesäufnis der Jugendlichen. Früher ist man aufn Wasen oder aufs Oktoberfest gegangen hat vllt n paar Bier zuviel getrunken und ist dann heimgetorkelt. Heute verlässt du das Zelt auf ner Trage!


    Vielleicht ist es einfach nur ein Trend... ich weiß es nicht.

  • Was ich zu dem verlassen des BIerzelts auf der Trage unbedingt loswerden muss.
    Ich hab mich auch schon ein paar mal ziemlich übernommen, aber ich verstehe nicht wieso
    man wegen sowas ins Krankenhaus sollte. "Früher" war man eben besoffen, hat sich ordentlich ausgekotzt
    und wurde dann halt von irgendwem nach Hause gebracht wo man halt weitergekotzt hat und es einem elendig ging.
    Ich denke nicht dass es mehr geworden ist mit dem Saufen oder der Menge des Gesoffenen , sondern einfach nur
    dass es anders wahrgenommen wird und anders drauf reagiert wird.

  • Also ich hab in meinem Bekanntenkreis schon öfter von Fällen gehört, wo am Ende im Krankenhaus der Magen ausgepumpt werden musste, aufgrund wegen Alkoholvergiftung.


    Ich zitier mal aus Wikipedia:


    Was du beschreibst passt auf Stadium 2 und muss nicht behandelt werden. Fakt ist, Alkohol ist und bleibt Gift und wenn du ne Überdosis abkriegst wars das.

  • Jetzt melde ich mich mal zu Wort:


    Ich bin 20 Jahre alt. Ich hatte vor genau einem Jahr begonnen keinen Alkohol zu trinken. Das habe ich dann bis Oktober 10 durchgezogen und seitdem trinke ich wieder. Das mag zum einen daranliegen, dass ich in 1-2 "neue" Freundeskreise eingetreten bin, zum anderen weil ich zuvor nicht der Partygänger war.


    Ich muss gestehen in den letzten 2 Monaten ist das ein wenig aus dem "Ruder" gelaufen, ich und meine Freunde trinken schon jedes Wochenende deutlich über den Durst. Jedoch ist es noch NIE vorgekommen, dass einer am nächsten Tag im Krankenhaus aufgewacht ist oder so.


    Die Leute, denen so etwas passiert: also sry, soweit sollte man sich schon unter Kontrolle haben (egal wie betrunken man ist). Diese Menschen sind selber schuld!


    Zur Behauptung, dass es etwas mit Migrationshintergrund/Bildung etc... zu tun hat: das halte ich für Schwachsinn!


    Wir sind allesamt Abiturienten (dieses Jahr) und teilweise auch Studenten. Haben gute Familien, die auf uns achten, die unseren Alkoholkonsum natürlich nicht toll finden und uns das auch sagen.


    Es ist ja auch nicht so, dass der Alkoholkonsum Jahre lang fortgesetzt wird, wir haben uns allesamt vorgenommen nach den Abifeiern (in 3 Wochen) allesamt mal 3 Monate Pause zu machen. Wir kennen auch nicht "nur mit Alkohol macht es Spaß" oder so... wir machen auch mal ein Wochenende ohne, schauen Filme etc...


    Zum Thema Aggression:


    Selbstverständlich macht der Alkohol "ein wenig" lebendiger. Jedoch die Leute, die dann betrunken Passanten niederschlagen etc.. (davon distanzieren wir uns alle!) machen das nicht, weil sie zuviel Alkohol intus haben. Vielleicht ist die Angetrunkenheit der letzte "Funken", aber diese Menschen sind von naturaus aggressiv, sofern man das sagen kann. Diese Jungen haben dann schon seit langem in ihrem Freundeskreis/Familie/Umfeld Gewalt kennengelernt. Ich finde es nicht in Ordnung die Schuld dann auf den Alkohol zu schieben. Egal wie betrunken wir an dem ein oder anderen Abend waren, noch NIE ist sowas wie eine Schlägerei vorgekommen.