Aufstände in London

  • Ja das hab ich ja auch nie gesagt bzw bezweifelt ;)
    Ich meinte bloß, dass Arbeitslosigkeit eigentlich kein Grund ist, noch mehr Arbeitsplätze zu zerstören, ergo ich die hohe Arbeitslosenquote nicht als wenigstens halbwegs zu rechtfertigenden Anlass dazu anerkennen kann.

    Achso okay ^^


    Ich glaube nicht, dass die Krawallmacher so weit gedacht haben... Die sind/waren vermutlich verärgert und frustriert und brauchten ein Ventil für ihren Frust (Vorbeugend: Die etwas saloppe Ausdrucksweise soll das Ganze nicht verharmlosen!) Wobei mittlerweile auch die Trittbrettfahrer eine große Rolle spielen (das vermute ich zumindest).


    @ Zivi:
    Yay, Rechtsradikale sorgen jetzt für Ruhe auf den Straßen. Da kommt Freude auf... Die Lage wird sich bestimmt schnell verbessern, wenn rechte Schlägertrupps die randalierenden Jugendlichen verprügeln. Lang lebe Anarchie und Selbstjustiz?!

  • Lang lebe die Tatenlosigkeit des Staates, die Randale, das Brandstiften, das Ausrauben, die Körperverletzung und der Mord? Wenn dir das lieber ist, kann man auch weiterhin nichts machen und jedem sich selbst überlassen. Die Frage ist, was einem mehr zusagt. Ich persönlich habe es lieber wenn die Jugendlichen ordentlich aufs Maul bekommen, als das mein Viertel abbrennt, weil sich irgendwelche Hinterweltsmolukken schlecht behandelt fühlen und ihren Märtyrer feiern.

  • Lang lebe die Tatenlosigkeit des Staates, die Randale, das Brandstiften, das Ausrauben, die Körperverletzung und der Mord? Wenn dir das lieber ist, kann man auch weiterhin nichts machen und jedem sich selbst überlassen. Die Frage ist, was einem mehr zusagt. Ich persönlich habe es lieber wenn die Jugendlichen ordentlich aufs Maul bekommen, als das mein Viertel abbrennt, weil sich irgendwelche Hinterweltsmolukken schlecht behandelt fühlen und ihren Märtyrer feiern.

    Die Frage ist, wie hoch der Preis dafür wäre... Meiner Meinung nach, kann man davon ausgehen, dass durch das Eingreifen der Rechtsextremen noch mehr Chaos entstehen würde; Dann kämpfen die Rechten gegen die Plünderer und andersrum, die Polizei muss beide bekämpfen, weitere Gruppen schließen sich an und bekämpfen die Rechtsextremen usw. Dann doch lieber erstmal "nur" Plünderer...


    Das die Rechtsextremen wirklich für Ruhe sorgen, ist in meinen Augen mehr als utopisch.

  • Da ich mich in der Szene sowohl hierzulande als auch in England nicht auskenne, kann ich dazu nicht viel sagen, aber Hoffnung bleibt halt, auch wenn sie gering ist. Ist halt ein Unding, dass die Regierung meint sie könnte das allein durch die Polizei stemmen, was ja bisher kläglich scheitert.

  • Was soll die Regierung denn deiner Meinung nach machen statdessen? Krisenmanagement ala Syrien? ;)
    Für Rechtsradikale ist das doch ein Freifahrtsschein: Ihre Verachtung ausleben und vom mindestens genervten Durchschnittsbürger Anerkennung erhaschen, die Situation verbessern wollen die ganz bestimmt nicht.


    Und das die Polizei bis dato gescheitert ist mag vielleicht auch daran liegen, dass Aufstände dieser Art weder vorhersehbar noch zu kalkulieren sind und dieser Konflikt trotzdem konform gelöst werden muss.

  • Ja wie bereits erwähnt, England hat 120000 aktive Soldaten, von denen sicherlich nur ein Bruchteil irgendwo im Ausland im Einsatz ist, von diesen könnte man jede Menge durch die Straßen laufen lassen, um zum einen Präsenz zu zeigen und zum anderen auch den Bewohnern das Gefühl zu geben, dass ihr Hab und Gut hier sicher ist und sie sich nicht fürchten müssen, dass es ihnen abgefackelt oder zerstört/geplündert wird.


    Denn das Hauptaugenmerk sollte meiner Meinung nach immernoch auf der Sicherstellung der Ordnung liegen, da sonst nur Chaos herrschen kann.

  • Vorallem müssen die Strafen angepasst werden....das vermiss ich hier auch bei den frühjahrskrawallen .......genauso bei fussballspielen... kindergartenjustiz im Quadrat. Mehr Härte ist da gefordert...... über die Antifa will ich mal gar kein Wort verlieren, das ist ja mal das größte Elend hier! :kotz:

    Danke für diesen äußerst wertvollen Beitrag, eine wahre Bereicherung für die Diskussion :pinch:


    Das die Armee (noch) nicht eingesetzt wird, könnte mMn auch damit zusammen hängen, dass man da doch etwas gehemmt ist. Immerhin müsste man sich dann eingestehen, wie ernst die Lage wirklich ist. "Panzer in den Straßen Londons" ... Das würde natürlich auch international für viel Aufsehen sorgen. Mal davon abgesehen, ob so ein Einsatz wirklich sinnvoll wäre.

  • "schwer bewaffnete Soldaten durch die Straßen ziehen lassen"? Wieso nicht gleich Milizen bilden und alles übern Haufen hauen, was im Viertel unerwünscht ist? -_- Meiner Meinung nach hört sich das schon sehr radikal an...Man darf dazu erwähnen, dass die englische Polizei lange Zeit zur härtesten Polizei gehört hat, die es in Europa gibt, da hier immer von verweichlichten Tommie-Polizei geredet wird.
    Sicherlich ist ein hartes Vorgehen angebracht, aber ich bezweifle, dass Polizei nach kommunistischen Bsp. , wie es hier gefordert wird der falsche Weg ist. Dann schießt man als Polizist mit Gummi um sich und schießt einem Demonstranten das Auge raus. Was folgt? Ein Racheakt nach dem anderen, Polizisten werden härter attackiert, es brennen noch mehr Häuser und dann brennt der Buckingham Palace. Was hat man dadurch erreicht? Anarchie. Wer freut sich darüber? Der Pöbel.
    Ich bin weiß Gott keiner der den Kuschelkurs beführwortet, ich könnte Kotzen, wenn ich irgendwelche vermumten Anarchos sehe, die mit Steinen schmeißen. Aber was bringt es, wenn der Staat dagegenhaut und das Volk nicht mitzieht? Meiner Meinung nach, sollte man lieber die Bevölkerung besser mobilisieren und gemeinsam gegen die Vögel vorgehen. Was macht denn euerer Meinung nach mehr Eindruck? Polizei die mit Knüppeln auf die Anarchos einschlagen, Armee die durch die Straßen zieht oder aber gemeinsame Aktionen mit Zivilisten, die gemeinsam als Volk gegen dieses Pack vorgeht?
    Mich würde das letzte Bild am meisten beeindrucken, wenn ich Panzer und Armee sehen möchte, schaue ich mir an wie die DDR gegen Demonstranten vorgegangen ist (Juli-Aufstände, falls es jmd googeln will) oder die syrische/lybische Vorgehensweise im TV an...


    edit: Rechtsradikale wollen für Ordnung sorgen und den Staat gegen die Anarchos "retten". Kommt mir irgendwie bekannt vor, denken wir mal 70 Jahre zurück und verpassen den Patroulien braune Uniformen. Meiner Meinung ist das sehr gefährlich, wobei natürlich auch geschickt inszeniert von der genannten rechten Gruppe (sorry mir fällt gerade der Name nicht ein, ein paar Posts über meinem). Ich bin garantiert kein hysteriker der direkt eine neue rechte Bedrohung sieht, keinesfalls, aber im Endeffekt möchte ich weder Faschos noch Antifaschos die mein Viertel "sauber" halten, weil beide für mich der Inbegriff von Dreck sind. Um meine Stellung zu verdeutlichen: Patriotismus bzw. Heimatliebe (ob für den Staat oder die Gemeinde) sehe ich als durchweg positiv an und vertrete diesen auch, jedoch sehe ich Rechte genauso als Feind meines Landes wie die Linken. So dass zur Erklärung (erklärt es irgendwas?^^) und meiner persönlichen Meinung zu verschiedenen Vorgehensweisen...

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  • Ich möchte hier jetzt nochmal darauf hinweisen, dass wir abwertende Äusserungen über Religionen, Hautfarben, ethnische Herkunft etc. hier im Forum nicht haben wollen, ebenso wie extremistische politische Äusserungen. In Zukunft werden hier auch Verwarnungen ausgesprochen.
    Wir sind ein Shisha-Forum und wollen euch hier gerne auch die Möglichkeit bieten über solche Themen zu diskutieren, es wäre sehr schade wenn wir dies aufgrund dem Verhalten einiger weniger einschränken müssten.

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  • "schwer bewaffnete Soldaten durch die Straßen ziehen lassen"? Wieso nicht gleich Milizen bilden und alles übern Haufen hauen, was im Viertel unerwünscht ist? -_- Meiner Meinung nach hört sich das schon sehr radikal an...Man darf dazu erwähnen, dass die englische Polizei lange Zeit zur härtesten Polizei gehört hat, die es in Europa gibt, da hier immer von verweichlichten Tommie-Polizei geredet wird.
    Sicherlich ist ein hartes Vorgehen angebracht, aber ich bezweifle, dass Polizei nach kommunistischen Bsp. , wie es hier gefordert wird der falsche Weg ist. Dann schießt man als Polizist mit Gummi um sich und schießt einem Demonstranten das Auge raus. Was folgt? Ein Racheakt nach dem anderen, Polizisten werden härter attackiert, es brennen noch mehr Häuser und dann brennt der Buckingham Palace. Was hat man dadurch erreicht? Anarchie. Wer freut sich darüber? Der Pöbel.


    Sehe ich definitv anders als du. Wenn ich nen Pflasterstein aus der Straße reiße und nach dir werfe, wie würde denn da die Anklage lauten ?
    Dürfte irgendwo zwischen versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung liegen, denke ich mir als Leihe mal so. Aber wenn ich den selben Backstein auf ne Postenkette einer Polizeihundertschaft werfe ist das natürlich was vollkommen anderes, was auf keinen Fall rechtfertigen würde mir nen Gummigeschoss auf den Oberkörper zu jagen oder wie jetzt ? Von nach sowjetischen Ausenministern bennanten Brandsätzen etc. mal ganz zu schweigen.


    Finde den Gedankengang lächerlich.
    Klar kann bei dem Einsatz von NLW auch einiges "mal ins Auge gehen", aber zumindest die Gegenseite nimmt Tot und schwerste Verletzungen der Polizisten ja billigend in kauf. Ich finde da noch auf Kuschelkurs zu gehen ist vollkommen falsch und sendet auch falsche Signale an die Gegenseite.


    Ich bin weiß Gott keiner der den Kuschelkurs beführwortet, ich könnte Kotzen, wenn ich irgendwelche vermumten Anarchos sehe, die mit Steinen schmeißen. Aber was bringt es, wenn der Staat dagegenhaut und das Volk nicht mitzieht? Meiner Meinung nach, sollte man lieber die Bevölkerung besser mobilisieren und gemeinsam gegen die Vögel vorgehen. Was macht denn euerer Meinung nach mehr Eindruck? Polizei die mit Knüppeln auf die Anarchos einschlagen, Armee die durch die Straßen zieht oder aber gemeinsame Aktionen mit Zivilisten, die gemeinsam als Volk gegen dieses Pack vorgeht?
    Mich würde das letzte Bild am meisten beeindrucken, wenn ich Panzer und Armee sehen möchte, schaue ich mir an wie die DDR gegen Demonstranten vorgegangen ist (Juli-Aufstände, falls es jmd googeln will) oder die syrische/lybische Vorgehensweise im TV an...



    Den Nutzen von "Panzern" oder gepanzerten Fahrzeugen in solchen extremen Fällen sehe ich als sehr hoch an. Davon dass der Panzer dann die ach so unschuldigen Demonstranten zusammenschießt oder schlimmeres redet ja auch niemand und das wäre ja auch nicht der Sinn der Sache ( zumindest nicht in England ). Aber ich kann die CRC Kräfte geschützt und schnell verbringen, Barikaden beseitgen und nur durch "sinvolles Parken" der entsprechenden Fahrzeuge Engstellen schaffen, wodurch ich die Größe der jeweiligen Postenketten nicht unerheblich reduzieren kann und somit mehr menschliche Ressourcen frei mache.


    Das 90% der Leute was anderes mit dem Einsatz von Panzern in Verbindung bringt liegt wohl zum einen an der entsprechenden Vorgeschichte im Osten zum anderen aber auch an der schieren Sensationsgeilheit der Bild+Call of Duty Fraktion :ugly: Was Syrien etc. damit macht lass ich mal hier raus, weil das eh niemand von uns mit Sicherheit sagen kann.


    Kann schon sein, dass das in den RTL II News einen besseren Eindruch macht, wenn die Polizei nur rumsteht und sich bewerfen lässt und dann langsam zurückweicht, aber ich finde eben genau solch ein lascher Nachgebender Kurs seitens der europäischen Polizeikräfte hat zu dem Stadium des Randaletourismus geführt, wie wir ihn heutzutage erleben und ertragen dürfen. So nach dem Motto "Die machen ja eh nix"

    90% der Reviews sind Schrott - Ihr lasst euch bezahlen für Aussagen,
    seid wegen Gratisprodukten komplett anderer Meinung,
    kassiert Cash für eure Videos und verarscht User.


    Ihr seid die Prostitution an der Pfeife - Merkt Ihr nichts?!


    (c) Nightshad0w

  • Zunächst einmal finde ich es sehr amüsant, dass du ohne mich zu kennen mich in die "Call of Duty" RTL II Ecke schiebst... schon sehr gelungen um seinen Standpunkt zu untermauern :ironie: . Zur Thematik:
    1) Ich habe kein Wort von den "ach so armen Demonstranten" gesagt, wenn doch dann liegt das wohl an deiner Interpretation meines Beitrages, daran kann ich nichts ändern (die Gedanken sind schließlich frei ;) )
    2) Ich verurteile diese Vögel genauso wie die meisten anderen die hier diskutieren und für mich ist es absolut nicht okay mit Backsteinen auf Hundertschaften zu werfen (was ich btw relativ dumm finde)


    Was ist an dem Gedankengang lächerlich? Rekapitulier doch mal die Fakten: Ein Gangmitglied wird von der Polizei bei einer Aktion erschossen --> Reaktion: Tottenham brennt, Randale in anderen Städten etcpp. Anderes Bsp.: Heute Morgen ist ein älterer Herr verstorben, weil er versucht hat ein Feuer zu löschen und deswegen erschlagen wurde. Meine Frage: Hälst du diesen Pöbel für wirklich so rational, dass die nach ein paar Gummigeschossen aufhören? Ich denke, dass das die Zerstörungswut nur noch steigert.
    Um nocheinmal meinen Standpunkt für dich verständlich zu erklären: Wenn man als Anarcho, "Demonstrant" (wobei die Vögel meiner Meinung nach nicht demonstrieren), wie in England sieht die aufgrund manigfacher Gründe (Soziale Ungerechtigkeit blablabla , NEIN ich versuche damit NICHTS zu rechtfertigen) Hass auf den Staat und die damit verbundenen Institutionen haben hat reicht wie ich finde ein massives Aufkommen der Polizei nützt viel bzw. nur bedingt, da diese ja genau das verhasste System verkörpern. Daher ist mein Standpunkt das Polizei und Zivilbevölkerung sich lieber gemeinsam organisieren sollten und als Gemeinschaft gegen die Randale vorgehen müssten.Wobei es natürlich schwierig ist, wenn in so einer sowieso verwirrten Situation irgendwelche Rechten Spinner sich als Retter der Nation aufspielen...


    Zu den Panzern, Kettenfahrzeuge oder blablabla: Sieh es doch mal so: Auf der einen Seite wird ein Land verurteilt, weil es mit Panzern gegen Demonstranten vorgeht(auch wenn England da unter Umständen anders davon Gebrauch machen) und die gesamte westl. Welt geht auf einmal auf die Barikaden, weil die Armee ja nicht gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden darf, England übrigens auch ;) . Jetzt fängt eines dieser westl Ländern (->England) selbst an Panzer gegen Demonstranten zu schicken. Was wäre die politische Reaktion darauf? Verurteilung oder ein "das ist ja was ganz anderes"-Statement? Warum sollte sich irgendeine Regierung davon beeindrucken lassen, wenn es dafür verurteilt wird Panzer einzusetzen, ganz nachdem Motto "England, bzw. der Westen darf das aber wir werden jetzt außenpolitisch geschnitten?" Mag ein doofer Ansatz sein aber ich bin ja auch Bild und RTL II geil ( :ironie: ).
    Und zu sagen: Die Gegenseite nimmt den Tod von Polizisten in Kauf also wird jetzt zurückgeschossen (so wäre ja deine Schlussfolgerung?) finde ich lächerlich. Und wenn du mich zitierst bitte richtig: Ich habe geschrieben, dass ich KEIN vertreter von Kuschelkursen bin. Von daher macht dein "Ich finde da noch auf Kuschelkurs zu gehen[...]" in verbindung mit meinem Zitat keinen Sinn. Denn eigentlich sind wir uns in dem Punkt einig, das Kuschelkurs der falsche Kurs ist. Im Endeffekt bin ich für härteres Vorgehen in Kombi mit zivilen Kräften und du für Gummigeschosse und Einparken von Panzern.


    Bazinga

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  • Wer spricht denn auch direkt von Panzern, es gibt ja auch nur Panzerfahrzeuge, wie sie beispielsweise auch gegen Stuttgart 21 Demonstranten eingesetzt worden sind.


    Das wir hier kein 2. Syrien wollen, sollte ja wohl klar sein...

  • "Teile unserer Gesellschaft sind nicht nur kaputt, sondern krank. Wenn wir zwölf- oder 13-jährige Kinder plündern sehen, wenn wir sehen, wie ein verletzter Mann ausgeraubt wird - dann wird klar, dass in unserer Gesellschaft manche Dinge schrecklich falsch laufen"


    Mit Adam Smith, nachzulesen auf wikiquote, ließe sich folgendes ergänzen: "No society can surely be flourishing and happy, of which the far greater part of the members are poor and miserable."
    Ich meine mich erinnern zu können, dass der geschätzte Herr Cameron noch hinzufügte, dass die jungen Randalierenden niemals die rechte Unterscheidung zwischen "Richtig" und "Falsch" erlernt hätten. Bleibt zu fragen von wem sie es lernen sollen, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind. Etwa von denjenigen, die beruflich mit dem Eigentum anderer Handel betreiben? Schade, dass es einer gesellschaftlichen Unterschicht bislang noch nicht gelungen ist, derart subtil Raub zu betreiben. Schade, dass denen letztlich bzw. mit logischen Konsequenz nur die Straße übrig bleibt, was ganz offensichtlich völlig destruktiv wirkt und darauf hinaus läuft, dass es in einer Revolution der neuen Markenschuhe und Blackberrys endet, d.h. in einer Revolution der Statussymbole. Eine gänzlich einfältige Logik: derjenige, der die meisten Statussymbole anhäuft, ist derjenige, der das Sagen hat bzw. ist derjenige, der Respektiert wird. Eine Logik, die jedoch die "Richtige" zu sein scheint, wenn man sich innerhalb der herrschenden Klasse, welcher ein Herr Cameron angehört, mal umsieht. Wenn es diese obere Klasse ist, die eine untere Klasse zur Rechtschaffenheit erziehen will, diesen jedoch die notwendigen Mittel dazu verwehrt bzw. beständig kürzt, dann frage ich mich doch mit allem Ernst, ob es dann nicht auch logisch ist, dass sich diese untere Schicht irgendwann verarscht vorkommt bzw. es dieser Gewahr wird, dass es ihnen niemals so ergehen wird, wie einer Paris Hilton, sondern dass sich dieses System darauf stützt, dass es diejenigen in der Illusion belässt wohl möglich irgendwann mal reich und erfolgreich zu sein. Und was macht man, wenn man nicht das bekommt, was man haben möchte? Richtig, man wird gewalttätig. So wie man es von denjenigen gelernt hat, die den Unterschied zwischen "Richtig" und "Falsch" begriffen haben. (Um Newbubble nicht zu verärgern: daher können z.B. auch Fundamentalisten herkommen - also diejenigen, die kein gestörtes Verhältnis zu ihren Eltern haben und aus u.a. diesem Grund mit Teilmantelgeschossen um sich schießen, um die europäische Kultur vor dem Untergang zu bewahren - sondern diejenigen, die eine andere Form von "Moral" suchen, in der derjenige das größte Heil empfängt, der einer hypermoralischen Instanz gefallen will, wozu es keinerlei Geld bedarf).


    Ja Herr Cameron. Es ist eine amoralische Kultur. Und an dieser Kultur sind diejenigen Schuld, die sowieso schon irgendwie amoralisch aussehen, weil sie nur einmal in der Woche duschen gehen. Gott sei Dank, dass es noch Schichten in unserer Gesellschaft gibt, die stets auf das Wohl der Gemeinschaft bedacht sind. Wer Armani trägt, kann kein schlechter Mensch sein.


    Um meinen Zynismus an einer Stelle zu unterbrechen: Die Straße als die demokratische Instanz der Meinungsäußerung (daher haben da Panzer o.ä. nichts zu suchen) verliert allerdings ihre Legitimation, wenn dabei Menschen ums Leben kommen...


    PS: I'm starting to think that the Left might actually be right - Telegraph

    In der Ewigkeit aber, siehst du, gibt es keine Zeit; die Ewigkeit ist bloß ein Augenblick, gerade lange genug für einen Spaß.

    Einmal editiert, zuletzt von Tob ()

  • Also wie viele andere hier finde ich auch:


    Härter vorgehen gegen Steine schmeisende, randalierende und prügelnde Demonstranten.
    Die Aufstände waren eh ein Witz. Ich kapier bis heute nicht warum alle so abgegangen sind oO¨
    Da kommen n paar leute die Action machen wollen und die Vollpfosten von Jugentliche machen mit.
    Hab irgenwo gelesen das sogar n 11 Jährger festgenommen wurde ...

  • Wenn du in deinen leben keine Chance hast aufzusteigen, kaum eine Chance hast nen vernünftigen Job zu finden sondern höchstens bei MCes arbeiten kannst, wenn du in einen Gebiet aufwächst, welches sich nur über das "Haben" definiert, dann ist deine Hemmschwelle bei so was verdammt gering.
    Sie haben sich das geholt, was ihnen zu stand und ihnen verwehr wäre.


    Wären hier in Deutschland solche AUfstände (wat ich für unreal halte), oh ja, ich wäre der erste der bei Saturn reinstürmt....


    SirOchsen, les dir Tobs Beitrag dazu durch, ich kanns leider nicht so schön formulieren

    Siken bezeichnet Userin als "Hure".

  • Immer wieder schön zu sehen, wie sinnlose Gewalt als Protest/Demonstration bewertet wird von manchen...


    Der Ausgangspunkt ist schwach, in Frankreich waren das ja damals wenigstens Flüchtende,die durch einen Unfall (Trafo) umkamen und dan kamen die Aufstände. Sympathie für einen vorbestrafen Kriminellen aufzubringen der auf Bobbys ballert kriegen dann wohl nur die ganz komischen Vögel hin.
    Jeder der ehrlich ist wird das nur als Scheinargument verstehen.


    Wäre es wirklich auch nur annähernd eine Demo, dann müßten andere Straßen brennen: Banken, Börsen, Regierungsviertel und Luxus-Meilen.
    So richtet sich die Gewalt aber gegen Teile des einfachen Volkes.


    Warum die sozial im abseits stehen, die Diskussion haben wir ja auch immer mal für Deutschland. Sorry, ich sehe da auch Eigenverantwortung, aber gerade die bringen ja viele nicht auf und schon heißt es der Staat hat versagt.

  • Du siehst da also "auch Eigenverantwortung"... Findest du das nicht etwas arrogant? Was soll man denn tun wenn man bspw. in eine Familie geboren wird, in der die Meisten Arbeitslos sind, eventuell Drogenprobleme haben und häusliche Gewalt zum Alltag gehört?


    Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, trotzdem etwas aus sich zu machen. Aber es ist mit Sicherheit verdammt schwer! Und dann einfach zu behaupten, solche Menschen wären quasi selbst Schuld, finde ich persönlich doch relativ hochnäsig.

  • Ich muss Toad aber auch teilweise zustimmen, ich mein England ist kein Land wie Rumänien oder sonst ein Staat, der sich kaum um seine Bevölkerung kümmert, ich bin doch der Meinung, dass es mittlerweile eigentlich in allen EU/Europäischen Altstaaten möglich sein sollte, selbst aus den untersten Arbeiter- oder Arbeitslosenklassen auszubrechen durch Schulbildung und ähnlichem.
    Die Behauptung, wenn man da reingeboren wird, geht das nicht, lass ich nicht gelten.


    Wenn ich jedoch in einer asozialen Gegend wohne, wo alle arbeitslos sind und ich lieber rumlunger als was zu lernen bzw. was aus meinem Leben zu machen, kann ich natülich schnell die Schuld auf den Staat schieben, der sich ja sooo wenig um mich gekümmert hat. Auch hier kann man wieder nur sagen, wer keine Eigeninitiative zeigt und meint die anderen werden es schon richten, haben es nicht besser verdient und sollen gefälligst nicht randalieren und anderer Leute Leben ruinieren...