• Was ist Punk für euch? Nur ein Musikrichtung oder mehr?



    Für mich ist es weit mehr als eine einfache Musikrichtung. Vielmehr ist es eine gewisse Lebenseinstellung.
    Allerdings nicht jene, die einige vielleicht als "typisch Punk" bezeichnen würde: Asozial, betrunken, pöbelnd usw...
    Und es ist auch nicht der berühmt berüchtigte schwarze Block.


    Nein, Punk ist für mich auch nicht das typische "immer dagegen sein", auch wenn definitiv dazu gehört nicht weg zu schaun, den Mund aufzumachen, etwas gegen das zu tun was einem nicht passt. Sich nicht von anderen stark einschränken zu lassen, was nicht der Traum von Anarchie bedeutet.
    Es muss auch nicht der typische Bilderbuchpunk sein (zerschlissene Lederjacke, Iro usw...), sondern kann auch "normal" gekleidet sein. Es geht vielmehr um die Einstellung.
    Natürlich muss ein Mensch mit so einer Einstellung nicht zwangsläufig auch Punk hören, ich wollte damit vielmehr deutlich machen, dass jemand, der vielleicht wie ein Punk aussieht, Punk hört arbeitlos ist und nur zu hause rumsitzt und säuft für mich kein Punk ist, obwohl er sich dafür hält und von einigen wohl auch als solcher identifiziert wird.
    Natürlich gehört auch Bier trinken, Pogo und das Gefühl von Euphorie bei einem Lied das im Grunde nur aus 3 Akkorden besteht dazu, aber es ist halt mehr als das.


    Ich könnte stundenlang drüber reden, aber es eingiermaßen knapp aufzuschreiben fällt mir gerade erstaunlich schwer.
    Wer meinem Gedankengang doch wenigstens einigermaßen folgen konnte oder einfach nur seine Meinung kundtun möchte soll es gerne tun ;)

    Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!
    Rosa Luxemburg

  • Punk brauchen wir nicht.


    nee, also punk heißt für mich, erstmal gegen alles zu sein und dann darüber nachzudenken, es für gut empfinden, aber trotzdem dagegen sein, weil man ja gegen alles sein muss, was die normalen menschen gut heißen.
    dann mit papageifarbenen haaren rumrennen, am bahnhof oder aufm parkplatz sitzen, leute anpöbeln und bier trinken und schnorren

    "Ein leidenschaftlicher Raucher, der von der Gefahren des Rauchens liest, hört in den meisten Fällen auf...
    ...zu lesen..."


    Winston Churchill

  • Zitat

    Original von Westkurve
    Punk brauchen wir nicht.


    nee, also punk heißt für mich, erstmal gegen alles zu sein und dann darüber nachzudenken, es für gut empfinden, aber trotzdem dagegen sein, weil man ja gegen alles sein muss, was die normalen menschen gut heißen.
    dann mit papageifarbenen haaren rumrennen, am bahnhof oder aufm parkplatz sitzen, leute anpöbeln und bier trinken und schnorren


    schließe mich westkurve da total an

    Elitärer Hookah Hookah Hasser mit Hang zum falschen Setup

  • muss da aber eindeutig ProChiller zustimmen


    dieses gelaber von "asozial, alk und äußere erscheinung" geht mir so aufn senkel


    lebenseinstellung hat nix mit auftreten zu tun und deswegen verurteil ich die ganzen neo-, pseudo- und modepunks

    we're just two lost souls
    swimming in a fish bowl
    year after year

  • Zitat

    Original von KingEric
    Ich halte eh nicht so viel davon. Ich mag die Musikrichtung einfach nicht.


    punk auf die musikrichtung zu reduzieren find ich absolut falsch. lies dir mal den ersten post durch und evtl nochn bissle google / wiki

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  • Ich stimme ProChiller da auch zu , ich hasse es wenn Leute meinen man wäre Punk wiel man eine bestimmte Musik hört oder weil man so rumläuft und dadruch eben das Klischee bestätigt, ich finde genau wie er das dazu viel mehr gehört als nur das ,es ist eine Lebenseinstellung ob nun mit politischem Hintergrund oder ohne ist letzendlich egal.


    Das mit der Modeerscheinung stimmt leider auch , is eben so das alles was Geld bringen könnte so verwertet wird ûm wiedermal die Modebesessenheit mancher zu Geld zu machen.


    Für mich ist Punk genau wie für dich eine Lebenseinstellung die nicht nur aus der Musikrichtung oder assozialem Auftreten/Verhalten besteht.
    Ich persönlich höre Punk und passe in meiner Klasse auch nicht ins standart Kleidungsbild, finde es dann aber auch wieder komisch wenn es sofort deswegn heißt man sei ein Punk (Nein kein Iro ;))
    Typische Klischeehaltung .
    Hinzu kommt dann noch die Modeerscheinung Punk ,welche Gottseidank schon wieder ein bisschen zurückgegangen ist aber meiner Meinung nach trotzdem noch zu oft zu sehen ist .
    Ich finde es schade , das eine eigntl so ''schöne'' Kultur so verkommen ist und nur noch von Möchtergerns oder Leuten die meinen zerissene Klamotten wären Punk geprägt wird.

  • Was ich vor allem ziemlich schade finde ist, dass viele Modepunks nur Punks sind weil sie hauptsächlich die Sauflieder des Punks kennen. Die sich denken "öööy, geil, saufen, Party, Steine schmeißen". Solche Leute haben noch nie richtigen Deutschpunk gehört oder möchten sich damit einfach nicht auseinander setzen.
    Durch diese Leute ist jeder asoziale mit bunten Haaren gleich der typische Punk, und das nervt.
    Natürlich gehören zu Punk auch solche Sauflieder wie "Exessiver Alkoholgenuss" oder Songs die Gewalt verherrlichen. Diese sind meist bewusst übertrieben und plakativ, meist nur ein paar wirklich zu 100% so gemeint wies gesungen wird. Man provoziert, und es ist so herrlich schön wie sich Leute drüber aufregen und abstempeln.

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    Rosa Luxemburg

    Einmal editiert, zuletzt von ProChiller ()

  • Zitat

    Original von Westkurve
    Punk brauchen wir nicht.


    nee, also punk heißt für mich, erstmal gegen alles zu sein und dann darüber nachzudenken, es für gut empfinden, aber trotzdem dagegen sein, weil man ja gegen alles sein muss, was die normalen menschen gut heißen.
    dann mit papageifarbenen haaren rumrennen, am bahnhof oder aufm parkplatz sitzen, leute anpöbeln und bier trinken und schnorren


    westkurve ich mag dich !


    wir müssen uns mal in KL treffen und zusammen rauchen :D


    WORD! WORD! WORD ! kann da nur zustimmen

  • ich selbst war 3 jahre lang punk
    und habe zum teil immer noch die selbe einstellung nur nicht mehr so extrem wie damals
    die musik höre ich aber immernoch nur kam jetzt ne menge ska, reggae und oi dazu
    inzwischen laufe ich auch eher wie ein skinhead rum
    meine punk zeit war so von 15 - 18 so wie ich da rumgelaufen bin würde ich mich heute nicht mehr auf die straße trauen ^^
    naja die einstellung ist noch geblieben und bleibt es auch


  • Zu Reapinho: Dann sagen wirs mal so. Ich schließe mich den beiden an und hinzu kommt, dass ich die Musik nicht unbedingt mag ;)

  • Ich bin der Meinung es gibt viel Unsinn, in den man noch etwas Sinn reininterpretieren kann, aber in diesen Punk-Mist ganz bestimmt nicht.
    Musik lass ich aussen vor, soll mir gleich sein, aber bezüglich der "Lebenseinstellung" kann ich nur sagen, dass bei 99% in der Pubertät mächtig was schief gelaufen ist- Die einen fangen sich früher, die anderen später, aber einen tieferen Sinn gibts da ganz bestimmt nicht.
    Ich habe bis jetzt in Dortmund, Witten, Köln, Hamburg, München, Berlin und Kiel am Bahnhof Punks gesehen, auch in den Städten, jedes mal waren sie betrunken, sahen gleich Asozial aus und haben Leute angepöbelt, ist doch wohl logisch, dass "normale" Menschen dem Punk-Darsein gegenüber kritisch eingestellt sind.


    Und wenn "Punk" für jemanden mehr als das oben aufgezählte bedeutet, sollte er mal zum nächsten Bahnhof fahren und sich da fürs Klischee bedanken, aber ganz bestimmt nicht den Denkfehler bei den "normalen" Menschen suchen.

    Einmal editiert, zuletzt von Astral ()

  • Wenns so ist wie du sagst, Astral, kann man auch sagen das der ganze deutsche Hiphop-Kram Mist ist. Wenn ich durch die Straßen gehe und mir die ganzen "Gangstas" angucke sehe ich keinen großen Unterschied zu denen die du Punks nennst.
    Dann haben die Leute, die deutschen Hiphop oder Rap hören aber mindestens einigermaßen klar im Kopf sind, etwas mehr zu tun wenn sie sich für ihr Klischee bedanken möchten.
    Aber auch du scheinst es generell nicht ganz zu verstehn, dass Punk-sein nicht gleich am Bahnhof rumsitzen und Leute anpöbeln ist. Und die Leute, die du für normal hältst, sind wahrscheinlich einfach zu dumm dazu etwas nicht nur auf ein paar Dinge, die sie im Alltag mitkriegen, zu reduzieren.

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    Einmal editiert, zuletzt von ProChiller ()

  • Das was du über Hip-Hoper sagst finde ich auch garnicht mal falsch, sorry :D
    Und du scheinst generell nicht zu verstehen, dass es Leute gibt, die besseres zu tun haben als sich mit dem Thema Punk auseinander zu setzen um ins Verhalten der Betroffenen etwas reinzuinterpretieren.
    Und insofern sieht man nunmal die Punks am Bahnhof und bildet sich ne Meinung über diejenigen.
    Was erwartest du von den Leuten, das sie sich solange mit den Randgruppen auseinandersetzen bis man dem ganzen was positives abgewinnt?

  • Ne, nur sollten sie dann ihre Meinung, die nur auf maximal Halbwissen beruht, nicht zu etwas allgemein gültigen machen.
    Klar, ich hab hier nur nach der Meinung gefragt und möchte hier niemandem die Ideen des Punks, so wie ich ihn sehe, aufzwingen. Nur habe ich versucht wenigstens deutlich zu machen das Punks eben nicht die Leute sind die viele Leute als Punks ansehen. Das es nunmal so ist wie du schreibst kann man kaum abstreiten, und diese ganzen Pseudopunks gehört auch ma mächtig der Arsch versohlt ;) , aber es gibt nunmal auch richtige Punks, die du als solche vielleicht garnicht erkennst. Und das wollte ich mal kundtun.

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    Rosa Luxemburg

  • Ich glaube wir müssen ziwschen drei Arten unterscheiden die man unter "Punk" versteht.
    Das Eine ist der Punk-Stil = zerissene Hosen usw...
    Das Andere ist die Musik
    Und das letzte (meiner Meinung nach das Wichtigste) ist die politische Einstellung
    = der Traum der Anarchie oder von mir aus auch des Kommunismus


    Ich frage mich nur ab wann ich mich als Punk bezeichne... nur wenn ich die Klamotten trage und ich die Musik höre?

    Fahrrad fahrn im Schnee

  • Ich würde sogar weiter gehen und innerhalb des Punks differenzieren.


    Es gibt Politpunks, Spaßpunks, Skatepunks und so weiter.


    Die Bahnhofspunker sind da genauso drin, wie die anderen.
    Man müsste nach den Wurzeln schauen, um heraus zu finden, was Punk eigentlich war und wie es sich entwickelt hat.


    Ich denke jeder hat seine eigene Vorstellung von Punk und seine Einstellung dazu.
    Um es mit den Worten der besten Band der Welt zu sagen:
    "Für mich ist Punk Arschlecken und Rasur."
    oder
    "Mach dein Ding. Steh dazu. Heul nicht rum, wenn andere lachen."

    "I found freedom. Loosing all hope was freedom!" - Jack (Fight Club)

  • Zitat

    Original von Rattig


    "Mach dein Ding. Steh dazu. Heul nicht rum, wenn andere lachen."



    Also bin ich auch nen Punk , wenn ich in einem Freundeskreis bin wo entweder techno oder Indie gehört wird aber selbst zu 95% deutschrap höre . :rolleyes:


    Also für mich is Punk , erstmal gegenalles sein ohne drüber nachzudenken, dann nachdeken und sich dann erst die eigene Meinung daraüber zu Bilden.


    Und davon halte ich nich sonderlich viel.



    Gruß die Melone :blubber:

    ErsGuterPlaya :kiss: melo-man , das war echt ne super geile aktion von dir

  • Zitat

    Also für mich is Punk , erstmal gegenalles sein ohne drüber nachzudenken, dann nachdeken und sich dann erst die eigene Meinung daraüber zu Bilden.


    Das sind leider die, die keine Ahnung haben an was sie glauben... diejenigen, die sich für "Anarchisten" halten...
    Dass man gegen Alles ist, ist eine komplette Fehlinterpretation.

    Fahrrad fahrn im Schnee