Eure Gesinnung...

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    Original von FL0...


    sehr gut zusammengefasst, danke. nun fehlt nur noch die eigene wertung^^


    Eigene Wertung:
    Die FAU halte ich für eine lobenswerte Organisation mit Zielen, die ich als nicht so falsch empfinde. Das Auftreten vieler ihrer Mitglieder ist hingegen nicht so mein Ding, die PMs und Papers auch eher... naja.


    Für dich gehe ich noch weiter:
    Ich bin ein großer Fan von Noam Chomsky und den Einstellungen des Anarchosyndikalismus. Allerdings beschränkt sich das bei mir mittlerweile nur noch auf reines Kopfkino. Und, was paradox klingt, einen starken Staat (ungleich Staat kann sich gegenüber Bürger alles erlauben, ist aber von der Wirtschaft unterwandert) halte ich für nicht mehr so schlecht.
    Ja.. ich werde älter und meine Sturm-und Drangzeiten sind vorbei. Mein tatsächliches politisches Handeln würdest du als 'angepaßt' bezeichnen, was es im gewissen Rahmen ja auch ist - wenngleich es innerhalb des Systems natürlich noGo's gibt, ich würde z.B. niemals bei der FDP mein Kreuzchen machen. Keine Panik. ;)


    Noch Fragen?

    Edited once, last by Sasp97 ().


  • Mir ist schon bewusst was der Unterschied zwichen dem freien und imperativem Mandat ist, vllt kam das n bisschen falsch rüber.
    Mir geht es viel mehr darum, das ich sage, dass es zwar theoretisch ein großer Unterschied ist, in der Praxis sich jedoch kaum unterscheiden wird, da wie gesagt falls der Abgeordnete mit freiem Mandat nicht den Willen der Wähler verfolgt nicht wiedergewählt wird. Und das Imperative Mandat heißt ja nicht dass der Abgeordnete ganz sicher den Willen der Wähler verfolgt, dass es ein Imeratives Mandat ist macht ihm ja noch nicht zu nem besseren Menschen. Falls er sich gegen den Willen der Wähler wendet wird er direkt abgewählt, das ist der Unterschied.
    Möglicherweise habe ich zu wenig vom Thread gelesen, aber meiner Meinung nach stellst du eine ziemlich simple Demokratie dar, die du ja quasi schon in Judikative und Legislative getrennt hast.

    SUCHE FAKHUR PISTAZIE OVP!


    "Ich tue dies weil ich ein ABSOLUT reines gewissen hab "
    ( christoph daum vor seiner haarprobe )


    "Ich mag Rauch lieber als Luft! Wenn ich könnte würde ich auch im Schlaf rauchen. Ich würd sogar im Sarg weiterrauchen."


  • Hm, ja hab ich. Wie meinst du das mit dem starken Staat, und vor allem wieso hat sich deine Meinung in dem Bereich (was sich für mich so anhört) geändert?

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    Original von FL0...
    zu Negro und dns:


    Doch, natürlich bedeutet der Kapitalismus egoismus und selbstsucht und autorität. Ein einzelner Mensch, ein Boss kann über die Gehälter von tausenden Arbeitern entscheiden, er kann sie feuern und über sie entscheiden. Warum können nicht die tausenden arbeiter den betrieb leiten (räte!). Hat in Spanien zB auch funktioniert, die Arbeit wurde verteilt, die einen produzierten, die anderen verwalteten und alle verdienten gleich viel. Solidarität und Selbstverwaltung sollte doch unser ziel sein!


    so der erste punkt von negro sollte damit geklärt sein. der betrieb soll weder kapitalistisch verwaltet, noch wie in der ddr in staatseigentum übergehen, denn beides sorgt eben nciht für die selbstverwaltung. die arbeiter sollten den betrieb übernehmen.


    Du hast ganz schöne Vorurteile gegen den Kapitalismus, oder? Der "Boss" kann entscheiden über die Gehälter der Arbeitnehmer und kann sie feuern und über sie entscheiden? :rolleyes:
    1. Gibt es Arbeitsgesetze(Schutz und Recht) und es gibt einen Arbeitsvertrag. An diese müssen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber halten. Der AG kann nicht nach seinen Willen dagegen verstoßen. Aber er kann Maßnahmen ergreifen, um dem Unternehmen bei Krisenzeiten die Verluste zu beschränken(siehe Zwangsurlaub, Überstunden(die nicht bezahlt aber abgebummelt werden können), Arbeitszeitverkürzungen, notfalls Entlassungen). Diese Sachen dienen aber nicht um den AN auszubeuten, sondern um das Überleben des UN zu sichern. Für eigenwilligen nicht nachvollziehbaren Entscheidungen des AG, gibts es Arbeitsgerichte.
    2. Man muss eine Arbeitsstelle nicht annehmen wenn man denkt, daß man sich unter seinem Wert verkauft(z.B. zu wenig Lohn oder Urlaub)
    3. Muss man aber auch bedenken, daß ein Unternehmen Geld kostet(viel Geld). Und das muß erst erwirtschaftet werden. Zudem hab ich ja schon geschrieben UN brauchen Gewinne um langfristig existieren(allein schon um wettbewerbsfähig zu bleiben) zu können. Und wenn der Gewinn nicht so hoch ist, kann man auch die AN mit Geld überhäufen.
    4. Das ach so tolle "Projekt" in Spanien. Alle verdienen gleich viel. Mich würd mal interessieren wieviel besser es ihnen geht und wieviel mehr sie bekommen haben. Vergiss bitte aber nicht, daß es jetzt schon mehrere Jahrzehnte her ist und die Welt um einiges größer geworden ist(Globalisierung).
    5. Was mich bei dieser Sache stört ist doch wieder, du willst daß man Besitzer von Unternehmen ihr UN wegnimmt und es dem Arbeitern gibt(für mich ist das fast das gleiche wie Volkseigentum). Und weiterhin stört mich, daß nach deiner Auffassung Leute, die nicht mal ihren Hauptschulabschluß geschafft haben genausoviel bekommen sollen, wie Leute die sich anstrengen und studieren oder sonstwas gemacht haben. :rolleyes:


    Quote

    Original von FL0...
    jaja der kapitalismus bringt natürlich wohlstand, aber leider nur für ganz, ganz wenige! auch echt schön das wir alle so friedlich sind, krieg gibts ja auch nicht mehr, zumindest bekommen wir davon wenig mit, denn die grenzen der deutschen demokratie werh verteidigt ne?
    friede freude eierkuchen, alles super in deutschland. jo du wirst mit son ner meinung bestimmt nciht als "ketzer verbrannt", leute die alternativ denken haben schon regelmäßig repression durch den staat zu spüren. aber das sind ja eh alles autonome gewaltpsychopaten und kinderfresser.


    Ja, was soll man da zu sagen. Stimmt, Krieg hab ich seit 20-30 Jahren nicht mehr in Deutschland erlebt. Ich weis nicht wie es bei dir ausschaut. Was Auslandseinsätze angeht, müssen wir leider helfen. Schuld sind sone doofen Verträge die Deutschland unterschrieben hat und Organisationen in denen sie eintreten musste um den Frieden und Wohlstand nach den 2. Weltkrieg im Inland zu bewaren. :rolleyes:
    [/quote]

    erfolgreich gehandelt mit: SANDsturm, Shadow_rob

  • Klar gibts Arbeitsschutzrechte, trotzdem ist es das System, die Betriebsorganisation usw
    die revolutioniert werden muss (und die ist ja nur ein kleiner teil des fehlerhaften).
    Und die Probleme bleiben ja die gleichen.


    Wie es anfangs mal jemand sehr gut ausdrückte, "Kapitalismus kann man halt nicht reformieren" ;).


    Gib mal bei youtube "vivir la utopia" ein und schau dir teil 1 - 10 an. dann weisst du wofür anarchisten kämpfen, wie es damals gelaufen ist, und dann möcht ich gern wissen ob du immer noch so viel vom kapitalismus hälst.

  • Quote

    Original von FL0...


    Hm, ja hab ich. Wie meinst du das mit dem starken Staat, und vor allem wieso hat sich deine Meinung in dem Bereich (was sich für mich so anhört) geändert?


    Der Staat sorgt dafür, dass die Schwachen nicht unterdrückt werden. Dafür muss der Staat 'stark' sein, da er sonst zum Spielball der Lobbyisten wird.
    Wobei richtig erkannt, ich etwas uneins mit mir selbst bin, was genau ich möchte... und all meine Überlegungen hier darzulegen, wäre jetzt zu anstrengend, zu viel und mit Sicherheit auch zu unpräzise im Ausdruck. ;)


    Ansonsten hat sich meine Meinung ja nicht so sehr geändert. Nur meine Erfahrungen und Enttäuschungen in Sachen politischer Mitgestaltung haben mich in Sachen Einsatz ein bißchen zum Resignieren gebracht.

    Edited once, last by Sasp97 ().

  • Quote

    Original von FL0...
    Klar gibts Arbeitsschutzrechte, trotzdem ist es das System, die Betriebsorganisation usw
    die revolutioniert werden muss (und die ist ja nur ein kleiner teil des fehlerhaften).
    Und die Probleme bleiben ja die gleichen.


    Wie es anfangs mal jemand sehr gut ausdrückte, "Kapitalismus kann man halt nicht reformieren" ;).


    Gib mal bei youtube "vivir la utopia" ein und schau dir teil 1 - 10 an. dann weisst du wofür anarchisten kämpfen, wie es damals gelaufen ist, und dann möcht ich gern wissen ob du immer noch so viel vom kapitalismus hälst.


    Ich sag ja auch nicht, daß diese Form die du willst schlecht ist, aber man kann nicht alles von jedem übernehmen. Vorallem nicht wenn andere Voraussetzungen herrschen und zeitlich mehrere Jahre dazwischen liegen.

    erfolgreich gehandelt mit: SANDsturm, Shadow_rob

    Edited once, last by Negro ().

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    Original von FL0...


    ähm kannst du auch eine begründete kritik abgeben oder willst du einfach so ein bisschen reden? ich bin 15, was mit politischer ausrichtung weniger viel zu tun hat. und so pseudopädagogisches geredet ist auch nicht cool :(


    find schon das hat sogar sehr viel damit zu tun... deine politische richtung kann sich von heute auf morgen ändern....


    und wer bei konservativen von traurig spricht, selbst aber anarchist ist der KANN EINFACH NICHT seriös rüber kommen.


    :blubber: Immer offen für Tabak Angebote ab Al Fakher Qualität. :blubber:

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    Original von Sasp97


    Der Staat sorgt dafür, dass die Schwachen nicht unterdrückt werden. Dafür muss der Staat 'stark' sein, da er sonst zum Spielball der Lobbyisten wird.
    Wobei richtig erkannt, ich etwas uneins mit mir selbst bin, was genau ich möchte... und all meine Überlegungen hier darzulegen, wäre jetzt zu anstrengend, zu viel und mit Sicherheit auch zu unpräzise im Ausdruck. ;)


    Ansonsten hat sich meine Meinung ja nicht so sehr geändert. Nur meine Erfahrungen und Enttäuschungen in Sachen politischer Mitgestaltung haben mich in Sachen Einsatz ein bißchen zum Resignieren gebracht.


    Klar - das man an seiner Überzeugung manchmal zweifelt ist ja natürlich, und ein libertäres system ist ja auch nicht fehlerfrei - troztdem glaube ich das ein leben in freiheit und ohne staat möglich und nötig ist. Aber okay.


    zu negro: ja ich denk schon das man das noch sehr gut auf die heutige zeit übertragen kann, aber die sichtweise ist ja jedem selbst überlassen.


    zu wölki:
    äh ja versuch doch mal deine meinung zu begründen. was soll daran nicht seriös sein, als anarchist es traurig zu finden, dass es unter jugendlichen mehr konservative als erwartet gibt, weil man selber anderer meinung ist? verstehe ich nicht ?(

  • Warum muß man nur weil man jung ist immer "dagegen" sein?
    Oder zwangsläufig links (wobei ich die Bezeichnungen links und rechts mittlerweile echt hasse, da sie nicht mehr zeitgemäß und mehr als ungenau sind).


    Ich war auch Student, aber weder waren die Haare lang, die Klamotten alternativ (najut, Hawaiihemden :D ) mein Musikgeschmack imo nicht schei... und bekifft war ich auch nicht oder bin ständig zu Demos gelaufen (und Fleisch kam auch weiterhin auf den Teller).
    Das sind Klischees.

  • Quote

    Original von FL0...
    zum thema utopie. utopie bedeutet genau übersetzt "nichtort", also ein ort der (noch) nicht existiert. dies ist zum einen falsch denn es gibt einige, wenn auch wenige anarchistische gebiete. zB die freistadt Christiana , Chiapas in mexiko (EZLN!) und autonome freiräume. all diese werden nach anarchistischem prinzip verwaltet.


    Alle Beispiele die du bringst, sind kleine Gemeinden von Menschen, die sich mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, in diesem System zu leben. Da kann sowas funktionieren. Der Versuch sowas auf 82 Millionen Menschen zu übertragen, würde kläglich scheitern.


    Edit:


    Außerdem hab ich das Gefühl, du weißt teilweise gar nicht wovon du redest. Du preist hier den Libertarismus an und greifst wiederum den Kapitalismus an. Kapitalismus bzw. freie Marktwirtschaft ist einer der zentralsten Bestandteile des Libertarismus, sowohl des Minarchismus als auch des Anarcho-Kapitalismus.

    Edited once, last by dns ().


  • Also erstmal meine ich mit libertär = freiheitlich, nicht den libertarismus, das system. Auch mit Minarchismus und Anarcho-Kapitalismus habe ich nichts zu tun (auch wenn ich zugeben muss das ich mich bisher wenig damit auseinandergesetzt habe), ich bin anarcho-syndikalist. und darauf war meine argumentation doch auhc zugeschnitten, und kapitalismus ist eben das gegenteil von freiem sozialismus, also versteh ich nicht so recht was du meinst.

  • Quote

    Original von FL0...


    Also erstmal meine ich mit libertär = freiheitlich, nicht den libertarismus, das system. Auch mit Minarchismus und Anarcho-Kapitalismus habe ich nichts zu tun (auch wenn ich zugeben muss das ich mich bisher wenig damit auseinandergesetzt habe), ich bin anarcho-syndikalist. und darauf war meine argumentation doch auhc zugeschnitten, und kapitalismus ist eben das gegenteil von freiem sozialismus, also versteh ich nicht so recht was du meinst.


    Dann hab ich dich wohl falsch verstanden, tut mir leid. Du redest von libertären Systemen, ich dachte damit meinst du den Libertarismus.

  • Quote

    Original von FL0...


    Klar - das man an seiner Überzeugung manchmal zweifelt ist ja natürlich, und ein libertäres system ist ja auch nicht fehlerfrei - troztdem glaube ich das ein leben in freiheit und ohne staat möglich und nötig ist. Aber okay.


    Weiß nicht. Irgendwann habe ich es halt aufgegeben, ein exaktes Bild meiner perfekten Gesellschaftsordnung zu sehen. Was ja nicht heisst, dass damit all meine Grundsätze über Bord geworfen werden. Dass ich diese nicht mehr ganz so enthusiastisch vertrete, ist wieder eine andere Geschichte.

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    Original von HawaiiToad
    Warum muß man nur weil man jung ist immer "dagegen" sein?
    Oder zwangsläufig links (wobei ich die Bezeichnungen links und rechts mittlerweile echt hasse, da sie nicht mehr zeitgemäß und mehr als ungenau sind).


    Weil man da noch keine Verpflichtungen z.B. gegenüber Familie besitzt und viel Energie und Zeit hat, die Welt verbessern zu wollen. Rein moralisch bietet sich eine linke einstellung am Ehesten an. zudem ist man noch frisch und voller Tatendrang.


    Quote

    Ich war auch Student, aber weder waren die Haare lang, die Klamotten alternativ (najut, Hawaiihemden :D ) mein Musikgeschmack imo nicht schei... und bekifft war ich auch nicht oder bin ständig zu Demos gelaufen (und Fleisch kam auch weiterhin auf den Teller).
    Das sind Klischees.


    Der 'gemeine Student' ist im Allgemeinen nicht mehr politisch so aktiv und so polarisiert wie vor Jahrzehnten.
    Das mag sich vielleicht auch an den Klamotten, dem Musikgeschmack und der Frisur wiederspiegeln.. aber würde ich meine Hand nicht für ins Feuer legen wollen. *g*

  • Quote

    Original von dns


    Dann hab ich dich wohl falsch verstanden, tut mir leid. Du redest von libertären Systemen, ich dachte damit meinst du den Libertarismus.


    Kein Problem, dass Missverständniss gibts öfters ;)


    "Ich war auch Student, aber weder waren die Haare lang, die Klamotten alternativ (najut, Hawaiihemden großes Grinsen ) mein Musikgeschmack imo nicht schei... und bekifft war ich auch nicht oder bin ständig zu Demos gelaufen (und Fleisch kam auch weiterhin auf den Teller).
    Das sind Klischees."


    Tja da hast du ne ganze Menge schöner Sachen verpasst ;)

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    Original von dns


    Dann hab ich dich wohl falsch verstanden, tut mir leid. Du redest von libertären Systemen, ich dachte damit meinst du den Libertarismus.


    Da liegt eben das Problem, wenn man Wörter, die man nicht kennt schnell bei Google oder Wiki eingibt und dann auf dem schnell angelesenen "Wissen" eine Argumentation aufbauen will.


    Tut mir Leid aber diese Diskussion hier ist total für den Arsch, weil kaum einer eine Ahnung von den verschiedenen politischen Systemen hat aber groß mitreden will. Ich bin mir sicher, dass sich die wenigsten hier außerhalb des Forums schonmal mit Kapitalismus beschäftigt hat.
    Von den Einzeilern will ich erst gar nicht sprechen, dass rechts nicht = ausländerfeindlichen und links nicht = alles andere ist, sollte eigentlich sowieso klar sein.


    HawaiiTodd zwangsläufig dagegen oder links, nur weil man jung ist? Du hast dir das Ergebnis der Umfrage aber angeschaut oder?
    Übrigens ist das politische Leben an Universitäten vielleicht stärker als es in den letzten 10-15 Jahren war. Was allein die Studiengebühren an berechtigtem Widerstand und hochschulpolitisch/politisch aktiven Gruppen hervorgerufen haben, ist erstaunlich. Selbst jetzt wo der Kampf gegen Studiengebühren abschwächt existieren viele der Gruppen weiter und konzentrieren sich auf andere Dinge. Also zu sagen, dass das politische Leben an Hochschulen nicht mehr stark wäre, ist schon ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Vielleicht liegt es auch an meinem Umfeld aber komischerweise sind fast alle Leute die ich kenne in irgendeiner Weise aktiv und wenn es nur darin besteht sich intensiv auch außerhalb des Studiums mit Politik oder Wirtschaft zu beschäftigen oder sich in den Fachschaften zu engagieren. Man muss das auch noch vor dem Hintergrund sehen, dass durch den Bolognaprozess und die neuen Studienordnungen im Bachelor wesentlich mehr Zeit pro Woche für das Studium beansprucht wird, als noch mit den Diplomstudiengängen. Wieso macht man sowas, wenn man politisches Leben und kritischen Geist an Hochschulen eigentlich fördern will? Das macht für mich keinen Sinn. Aber umso beeindruckender finde ich es, dass sich immer noch viele Leute engagieren und wirklich teilweise ihre letzte Freizeit in soziales Engagement investieren.

  • Quote

    Original von Thorhimself
    Da liegt eben das Problem, wenn man Wörter, die man nicht kennt schnell bei Google oder Wiki eingibt und dann auf dem schnell angelesenen "Wissen" eine Argumentation aufbauen will.


    Tut mir Leid aber diese Diskussion hier ist total für den Arsch, weil kaum einer eine Ahnung von den verschiedenen politischen Systemen hat aber groß mitreden will. Ich bin mir sicher, dass sich die wenigsten hier außerhalb des Forums schonmal mit Kapitalismus beschäftigt hat.
    Von den Einzeilern will ich erst gar nicht sprechen, dass rechts nicht = ausländerfeindlichen und links nicht = alles andere ist, sollte eigentlich sowieso klar sein.


    100 agree. Trotzdem habe ich gerne meinen Senf dazu abgegeben.


    Quote


    Übrigens ist das politische Leben an Universitäten vielleicht stärker als es in den letzten 10-15 Jahren war. Was allein die Studiengebühren an berechtigtem Widerstand und hochschulpolitisch/politisch aktiven Gruppen hervorgerufen haben, ist erstaunlich. Selbst jetzt wo der Kampf gegen Studiengebühren abschwächt existieren viele der Gruppen weiter und konzentrieren sich auf andere Dinge. Also zu sagen, dass das politische Leben an Hochschulen nicht mehr stark wäre, ist schon ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Vielleicht liegt es auch an meinem Umfeld aber komischerweise sind fast alle Leute die ich kenne in irgendeiner Weise aktiv und wenn es nur darin besteht sich intensiv auch außerhalb des Studiums mit Politik oder Wirtschaft zu beschäftigen oder sich in den Fachschaften zu engagieren. Man muss das auch noch vor dem Hintergrund sehen, dass durch den Bolognaprozess und die neuen Studienordnungen im Bachelor wesentlich mehr Zeit pro Woche für das Studium beansprucht wird, als noch mit den Diplomstudiengängen. Wieso macht man sowas, wenn man politisches Leben und kritischen Geist an Hochschulen eigentlich fördern will? Das macht für mich keinen Sinn. Aber umso beeindruckender finde ich es, dass sich immer noch viele Leute engagieren und wirklich teilweise ihre letzte Freizeit in soziales Engagement investieren.


    Da du wahrscheinlich auf mein Post ansprichst. Ich habe keine Studien betrieben, ich beziehe mich dabei auf folgende Erfahrungen, die mir spontan einfallen:
    - die Wahlbeteiligung an den Hochschulen war vor 20+ Jahren deutlich höher.
    - In den meisten unserer Fachschaften und politischen Hochschulgruppen herrscht Nachwuchsmangel. Auf den letzten Bufatas (Bundesfachschaftentagung) wurde mir bestätigt, dass es auch an anderen Unis (nicht allen) so ist. Vor allem, wenn es um arbeitsintensivere Gremientätigkeiten geht. Ausschankschichten auf Festles kriegt man dagegen meistens immer voll.
    - Studiengebührenboykott. Es haben vor zwei Jahren in Bawü weniger Studis teilgenommen, als 7 oder 8 Jahre zuvor, als genau dasselbe wegen nur 40 Euro Verwaltungsgebühren (edit: meine natürlich den Verwaltungsunkostenbeitrag) aufgezogen wurde.
    - Die Einstellung, sowohl der Studenten, als auch die Rahmenbedingungen (Ba/Ma+Studiengebühren+kürzere BezugsdauerKindergeld), ein Studium möglichst berufsvorbereitend und straff durchzuziehen, läßt weniger Platz für aktive Gestaltung und politisches Engagement.
    + weniger politisch heisst ja nicht, garnicht politisch. Ich finds auch gut und beeindruckend, wenn sich Gruppierungen finden. Und natürlich gibts weiterhin Leute, die sich engagieren.

    Edited 2 times, last by Sasp97 ().

  • Quote

    Original von Thorhimself
    Da liegt eben das Problem, wenn man Wörter, die man nicht kennt schnell bei Google oder Wiki eingibt und dann auf dem schnell angelesenen "Wissen" eine Argumentation aufbauen will.


    Tut mir Leid aber diese Diskussion hier ist total für den Arsch, weil kaum einer eine Ahnung von den verschiedenen politischen Systemen hat aber groß mitreden will. Ich bin mir sicher, dass sich die wenigsten hier außerhalb des Forums schonmal mit Kapitalismus beschäftigt hat.
    Von den Einzeilern will ich erst gar nicht sprechen, dass rechts nicht = ausländerfeindlichen und links nicht = alles andere ist, sollte eigentlich sowieso klar sein.


    Ich weiß auch ohne Google, was der Libertarismus ist. Ich hab ihn einfach falsch verstanden, das wars. Du kennst mich nicht, du weißt nicht womit ich mich beschäftige und womit nicht.


    Ich behaupte nicht, ein Politikprofessor zu sein, aber behaupte mehr über Politik zu wissen, als so einige andere Menschen. Allein aus dem Grund, dass ich mich mit diesem Thema beschäftige. Auch mit dem Thema Kapitalismus.


    Was glaubst du eigentlich wer du bist? Du kommst hier in den Thread, fühlst dich wie Chuck Norris persönlich und unterstellst anderen Leuten, über dieses Thema nichts zu wissen.


    Bei den letzten 2 Zeilen des Zitats stimme ich dir zu.

    Edited 2 times, last by dns ().