Posts by Thorhimself

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    Original von BananaJoe030
    underground_smoker


    naja mMn sagt die schulische bildung nicht mehr viel aus über den iq einer person
    und es ist egal wo du wohnst
    lass mich raten dein insider wissen sind irgendwelche internet seiten und foren :rolleyes:
    du merkst selber das die leute hier im forum deine meinung nicht nachvollziehen können


    Nicht nachvollziehen koennen ist lustig. Das ist eine Grundposition knapp rechts von Dschingis Khan!

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    Original von blub
    Thor, das was in Deutschland passiert nennst du soziale Marktwirtschaft? Und die SPD vertritt das? Mindestlohn? Gesetzliche Frauenquote? 100% durch Steuergeldern subventionierter Kohleabbau? Wir sind weit weg von der wirklich sozialen Marktwirtschaft, dann würde hier vil auch einiges anders laufen. Und die einzige Aufgabe des Staates in der sozialen Marktwirtschaft ist die Absicherung von Abreitsunfähigen und die verhinderungen von Monopolbildung. Sachen wie Mindestlohn haben mit der sozialen Marktwirtschaft mal rein gar nichts zu tun. Für Arbeitsbedingungen und Löhne gibts die Tarifautonomie, warum das die Linke und die SPD nicht verstehen ist mir immernoch nicht wirklich klar.


    Soziale Marktwirtschaft ist ein System, in dem der Staat den Ordnungsrahmen der Wirtschaft festlegt, inwieweit er das tut, darueber gibt es verschiedene Denkrichtungen. Was du beschreibst ist die neoklassische Denkrichtung, die von der FDP repraesentiert wird und die groesste Krise der Wirtschaft der westlichen Welt (ich spreche absichtlich nicht von der Weltwirtschaftskrise) seit der Weltwirtschaftskrise hervor gerufen hat. Es gibt aber noch andere Denkrichtungen innerhalb einer Marktwirtschaft, zum Beispiel den schon erwaehnten Keynesianismus, der das Bild der Wirtschaftspolitik lange gepraegt hat, auch seine Krisen hatte aber definitiv nicht mit solcher Wucht, wie die jetzige.


    Auch du bist eines der von mir geschilderten Beispiele, jemand der in einer sich veraendernden Welt keinen Willen zur Veraenderung zeigt, sondern sich tief im Suppenteller zurueck zieht. Immerhin wurde die soziale Marktwirtschaft in einer Zeit erschaffen, in der Deutschland ein oekonomisches Wunder durchlebt hat, damals waren wir ein Rohling, der neu geformt wurde. In dieser Zeit hat sich die soziale Marktwirtschaft, wie Erhard sie zum Beispiel wollte, eine Marktwirtschaft im Sinne der Neoklassik (oder spezieller, Ordoliberalismus) sehr bewaehrt und uns schnell zu Wohlstand und zu einer der maechtigsten Wirtschaftsmaechte der Welt gemacht. Die Umstaende heute sind anders, Faktoren wie Globalisierung und dadurch neue Global Player (China, Indien, Suedamerika, Suedostasien) und neue billige Arbeitsmaerkte, Ueberschuldung, auch ein moralisches Dilemma auf Grund groesser werdender Ungerechtigkeit in der Gesellschaft und ganz akut eine Wirtschaftskrise, zwingen uns dazu uns anzupassen und genau jetzt ist der beste Zeitpunkt dazu
    Uebrigens hat die heutige Situation auf dem Arbeitsmarkt auch nichts mehr mit dem ordoliberalistischen Grundgedanken der sozialen Marktwirtschaft zu tun, nach dem Arbeit nicht als Ware gesehen werden darf! Verlagerung der Arbeit in Billiglohnlaender, Zeit- und Saisonarbeiter und die zunehmende Ausbeutung der Arbeitskraft der Unterschicht sprechen deutliche Baende, dass genau das sich aber extrem stark geaendert hat und Arbeit nichts anderes mehr ist als Ware. Du hast recht, wir haben keine soziale Marktwirtschaft mehr, unsere Wirtschaft ist ein System kontrolliert von Grosskonzernen, Wirtschaftsbossen und Lobbyisten, das in erster Linie noch der Machterhaltung der Elite dient. Es ist wirklich traurig, was aus der guten Idee, wie man den Kapitalismus gerecht gestalten kann, geworden ist.


    Es geht deswegen nicht mehr nur darum welche Massnahmen der Staat ergreifen darf und nicht. Es geht darum von alten ausgedienten Doktrinen endlich wegzukommen und sich nicht voellig kleingeistig darauf zu versteifen und es geht darum eine neue Moral in das Wirtschaftsdenken zu bringen, um das Individuum wieder vor Profitgedanken zu stellen. Das sind Herausforderungen der neuen Zeit und weder die FDP, noch die CDU haben das noetige Handwerkszeug dazu, weil sie sich wie von Sinnen, ohne zu reflektieren auf eine Ideologie versteifen, die die Veraenderung nicht zulaesst. Warum das die FDP und CDU nicht verstehen, ist mir auch noch nicht ganz klar. Obwohl, die Reaktionen der FDP auf die Wirtschaftskrise koennten ahnen lassen, dass sie es verstehen und wussten, dass sie ihre Legitimation verlieren muessten. Gute Taktiker eben, die die Schwaechen der Deutschen super ausgenutzt haben.


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    aber deine forderung nach immer höheren löhnen für die angestellten kann ich auch nur halb zustimmen, weil höhere löhne durch gewerkschaften errungen das einstellen von neuen beschäftigten eben verhindern und das ist ja auch nicht was wir wollen.


    "Arbeit fuer alle" ist neben "Wachstum fuer immer" eines der Dogmen, das in Zukunft uberdenkt werden muss.

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    Original von Salatalles
    nee glaub ich nicht, ich bin überfordert und muss mit beleidigung reagieren.


    ...naja vllt doch, ich mein, durch wenige sätze habe ich immerhin einige neue linke essays zu verantworten, leider bringt es erfahrungsgemäß wirklich nichts sich mit seiner argumentation sich dagegen zu stemmen.


    Entspricht dann ja wirklich ziemlich genau dem Bild, das ich geschildert habe, wesentlich mehr Bestaetigung als erwartet. Danke.

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    Original von Salatalles
    lol was für ein schwachsinn.


    argumentation bleibt leider in der form zwecklos.


    Erwartest du jetzt, dass dich mit dem Post jemand ernst nimmt? Offensichtlich bist du so ueberfordert, dass dir als letztes Mittel zur Verteidigung nur noch die Beleidigung bleibt, was tatsaechlich der ganz normalen Diskussionspsychologie entspricht.

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    Original von Hagebuttenweg
    Es ist mal wieder Zeit was klarzustellen ( warum passiert das immer mir?! ), also mit meinen Ausdruck " linke Weltverbesserer ", habe ich manche Meinungen hier im Forum aufgegriffen, ich habe nicht die Linke als Partei oder poltische Richtung gemeint. So da wir das nun mal wieder geklärt hätten, schnell zu meinen anderen Aussagen, die sich auch alle auf die Meinungen hier im Forum beziehen. Du erwähnst den Tellerrand, welcher in meinen Post aufgetaucht ist, zu dieser Aussage stehe ich vollkommen. Wie kann man eine Schwarz/ Gelbe Regierung nieder machen obwohl die noch garnichts geleistet hat, mit irgendwelchen gesichtlich/ historischen Aspekten, wohl eher nicht, sonst könnte man der Linken auch einiges unterstellen, was Du aber uns in deinen eindrucksvollen Post auch nicht nahe legst. So das ist alles meine bescheidene Meinung, von der werde ich nicht abweichen, egal wie sehr du mir fehlendes Fachwissen unterstellst. ( Was wahrscheinlich der Fall ist, trozdem habe ich ja wohl das Recht auf eine Meinung )


    Erstens habe ich doch eben gesagt, dass es nicht nur um die Parteien oder die Regierung geht, es geht um die Zeichen, die das deutsche Volk setzt. Wir erleben gerade eine Welt des Umbruchs, politisch, sozial und vor allem auch oekonomisch. In einer Welt des Umbruchs, ist es essentiell fuer ein Land und fuer das Volk sich dem anzupassen. Die Amerikaner haben das erkannt, raus aus ultrakonservativem Denken zu einem schwarzen Praesidenten, der sich meiner Meinung nach bisher wirklich gut schlaegt und wenn er so weiter macht, richtungsweisende Impulse fuer die Zukunft setzen koennte. Wir Deutschen aber ziehen uns vollkommen in unseren Suppenteller (deutlicher kann ichs nun wirklich nicht mehr bebildern) zurueck, indem wir unreflektiert auf etwas zurueck greifen, dass uns bekannt erscheint und uns in unserer kleinen Illusion, dass sich die Dinge niemals aendern werden, verweilen laesst. Das ist schlichtweg die einzige Erklaerung, wie die FDP, die nach den Krisen wirklich jede Legitimation verloren hat, so stark abschneiden konnte (und die CDU so wenig verlieren). Natuerlich kann man damit rechnen, dass sie von Grossbuergern gewaehlt wird, die Angst um ihr Geld und ihre Macht haben, sollten linke Parteien die Regierung bilden, aber fast 15%? Wie gesagt, das ist die einzige Erklaerung.
    Uebrigens habe ich keinen gesehen (hab auch nicht alles gelesen), der Schwarz-Gelb anhand irgendwelcher historischen Fakten diffamiert hat, sie werden ganz normal anhand ihrer Programme und Vorhaben beurteilt, das ist legitim, demokratisch und der einzige Weg sich im vorneherein eine Meinung zu bilden (vielleicht ueberraschen sie uns ja alle, drehen sich um 180% und fuehren uns in die Zukunft. Dafuer gewaehlt wurden sie jedenfalls nicht, also halte ich es fuer unwahrscheinlich und deswegen werde ich von meiner Meinung auch nicht abweichen, bis ich vom Gegenteil ueberzeugt werde...was mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht passieren wird). Die einzigen, die irgendjemanden, naemlich "die Linken" (nicht nur die Partei, sondern aufs uebelste verallgemeinert alles links von CDU) anhand historischer Begebenheiten verurteilt, sind doch die starken Verfechter von Schwarz-Gelb. Ich fordere euch auf, den Rand des Suppentellers wenigstens mal anzuschauen und von irgendwelchen dummen, alten Feindbildern wegzukommen und uns so zu ermoeglichen endlich einen Schritt in die Zukunft zu machen. Mit den Nazis 4 Jahre nach dem Krieg (wisst ihr eigentlich wie viele aktive hcohrangige Nazis, offene Judenhasser und Moerder nach dem Krieg grosse Karriere in der CDU und FDP gemacht haben? Nicht, dass es die nicht auch in anderen Parteien gab aber die Haeufung bei den genannten ist schon sehr gross und wenns dort nur einmal so einen Wind gegeben haette wie bei der Bekanntwerdung, dass Guenter Grass als heutiger linker Schriftsteller in der SS war, weiss ich nicht, wie diese Parteien noch haetten ernst genommen werden koennen.) war das doch auch nicht so schwer, wieso gibt es also jetzt noch 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges diese persoenlichen Anfeindungen gegenueber Leuten, die damals in komplett anderen Umstaenden andere Ansichten hatte? Seht ihr nicht wie kleingeistig und verbohrt das ist?

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    Original von Hagebuttenweg


    Muss ich dir voll zustimmen, die ganzen linken Weltverbesserer hier... .


    Sorry an euch beide, aber mit eurem offenkundigen Mangel an selbst rudimentaerstem Fachwissen, zum Beispiel um Begrifflichkeiten, das noetig waere fuer die Diskussion und totaler Pauschalisierung von allem was von eurer Position abweicht, disqualifiziert ihr euch praktisch selbst.


    Keine der linken Parteien, keine, bekennt sich zu einem Sozialismus, wie es ihn in der DDR oder Russland gegeben hat. Die SPD bekennt sich zu den sozialistischen Idealen, Solidaritaet und Gerechtigkeit, neben der Freiheit, was ja wirklich ueberaus schlecht ist. So schlecht, dass sogar unsere Nationalhymne davon singt. Entgegen den Unterstellungen und Missverstaendnissen wollen selbst die "linksten Weltverbesserer" in der SPD eine soziale Marktwirtschaft, diese Kapitalistenschweine!
    Selbst die Linke bekennt sich "nur" zu einem demokratischen Sozialismus, mit oekonomischer Grundlage auf John Maynard Keynes, der ja wirklich nur den groessten Teil des 20. Jahrhunderts die Wirtschaftspolitik in den kapitalistischen Laendern der Welt bestimmt hat.
    Und die Gruenen sind ja wohl die schlimmsten Kapitalisten ueberhaupt, regelrecht widerwaertig, wie sie die soziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit in der Wirtschaft ersehnen, wie konnte ich als "Neosozialist", "linker Weltverbesserer" und "Gutmensch" bei denen nur jemals Mitglied werden!? Uebrigens hat helium nicht den Begriff "Weltverbesserer" selbst, sondern die Verwendung desselben diffamiert und das voellig zu Recht. Immerhin wird das Wort heute fast immer negativ verwendet, aber mal ehrlich, was waere unsere Welt ohne Gandhis und Martin Luther Kings, ohne Leute mit Visionen und Idealen von mehr Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit? Als ob man sich dafuer schaemen muesste...


    Nachdem ich ein bisschen Licht ins Dunkel (der Begrifflichkeiten und Missverstaendnisse) der selbsternannten Erleuchteten, die mit ihren differenzierten Beitraegen geradezu geglaenzt haben, gebracht habe, moechte ich nur ganz schnell auf den sogenannten "Tellerrand" hinweisen, den Hagebuttenweg bei allen linken, idealistischen "Neosozialisten" vermutet.
    Wir leben momentan in einem kapitalistischen System, beruhend auf der neoklassischen Wirtschaftstheorie (oft auch neoliberal genannt, was von der Begrifflichkeit eigentlich auch nicht falsch ist, wo sie nach dem Keynesianismus doch die Denkrichtung war, die Radikalliberalisierung der Maerkte betrieben hat), einer mehr oder weniger auf mathematische Formeln kastrierte Form der klassischen Theorie der Marktwirtschaft. Diese Form der Wirtschaft, die klar und ohne Zweifel stark von der FDP repraesentiert wird, hat ebenfalls ohne Zweifel, die groesste Wirtschaftskrise des Westens in der Nachkriegsgeschichte hervorgerufen. Die FDP konnte natuerlich keine Erklaerung anbieten, geschweigedenn irgendwelche Loesungsansaetze (zugegebenermassen, die anderen Parteien auch nicht). Fuer die Monate nach der Krise verschwanden sie praktisch von der politischen Buehne, bis die ersten Schocks abgeklungen waren und sie sich wieder mit ihrer Meinung praesentieren konnten, die sich, wen wunderts, kaum geaendert hat. Wie kann also diese Partei solche Rekordergebnisse bei der Wahl erzielen, wen sie doch eigentlich jegliche Legitimation verloren hat? Die Antwort halte ich fuer ein ziemlich deutsches Phaenomaen und laesst sich auch mit Biedermeier betiteln. Wir Deutschen neigen in schwierigen Situationen einfach zur Flucht in Bekanntes und Vertrautes. Die FDP galt und gilt nach wie vor als die Partei mit den groessten Kompetenzen in Oekonomiefragen, auch wenn das nicht mehr stimmt. Waehrend sich andere Parteien in einer Zeit, die nun wirklich nach Alternativen schreit, auch darum bemueht haben, hat sich die FDP einfach geduckt und im entscheidenden Moment als praktisch einzige Partei die alten Parolen geschlagen. Natuerlich kommt das gut an bei unserem Voelkchen, dass doch nichts anderes will, als in seinem Reichtum in Ruhe gelassen zu werden. Man koennte also sagen, die FDP (und wahrscheinlich in wesentlich geringerem Masse auch die CDU) hat so gut abgeschnitten, weil die Deutschen (also die Mehrheit) es nicht gewagt haben, den Rand des Suppentellers auch nur anzuschauen. Die Parteien sind nicht das Problem, nichtmal die FDP. Die vertreten nur eine Form der Wirtschaft, die unweigerlich an Bedeutung einbuessen wird, weltweit gesehen. Genau darum geht es Hagebuttenweg, ich rege mich auf, weil wir vielleicht eine historische Chance, die uns regelrecht ins Gesicht geschlagen hat, verpassen. Mich regen die Deutschen auf, die nie Willen zu neuem zeigen, die sich in ihrem kleinen Laendchen einbunkern und wieder warten bis die anderen es regeln. Die Amis waehlen einen Schwarzen zum Praesidenten und wir treten die Flucht nach hinten an, das ist einfach unglaublich laecherlich, leider auch sehr typisch. Wir sind so traumatisiert durch unsere Geschichte, dass uns das in der Gegenwart voellig paralysiert. Alles das anders und neu ist wird mit Schrecken angesehen und sollte bestmoeglich so schnell wie moeglich wieder verschwinden. Das regt natuerlich besonders deine "Weltverbesserer" auf, denen diese ewige Stagnation einfach voellig zuwider ist.


    Gruss
    Thor

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    Original von Andison


    Nein Schwarz-Gelb wählen weil es nicht sein kann das hartz4 empfänger mehr Geld bekommen als ein Angestellter.


    So eine riesen Huehnerscheisse! Schaut doch mal ueber den eigenen Tellerrand raus und ueberlegt, wie man das Problem niedriger Loehne und sozialer Ungerechtigkeit loesen koennte, anstatt die FDP oder CDU zu waehlen, die doch genau dafuer stehen. Die Partei der Lobbyisten und die Partei der Reichen werden sicher dafuer sorgen, dass hart arbeitende Leute gerechte Loehne bekommen und das Hartz 4 Empfaenger ihre Wuerde zurueck erhalten.
    Glaubst du wirklich dir wirds besser gehen, wenn Hartz 4 Empfaenger noch weniger Geld als ohnehinschon bekommen? So unglaublich dummes Gerede verdirbt mir echt alles.
    Die Deutschen sind mal wieder zu feige, Veraenderungen zu wagen und klammen sich wie immer an alt"bewaehrtes" (wie sich das bewaehrt hat, haben die letzten 20 Jahre und insbesondere die letzten Jahre ja in aller Deutlichkeit gezeigt).


    Bevor mir irgendwelche Idioten anfangen zu unterstellen ich waere Sozialist, bitte lasst es, ihr kennt mich nicht, es stimmt schlichtweg nicht!

    :wand:
    Es hat aber nichts mit der Fragestellung zu tun, ob man Klar entlassen sollte oder nicht!
    Offenbar gibt es da deinerseits grundlegende Pprobleme zwischen einem moralischen Urteil, das jeder für sich selber treffen muss und einem rechtsstaatlichen, objektiven und auch umgesetzten Urteil zu differenzieren.
    Übrigens war mein Post nicht nur direkt auf dich oder deinen letzten Post, sondern auf alle Posts und mehrere Leute mit der gleichen Argumentation bezogen.

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    Original von dns


    Um mal wieder dein Beispiel mit den Nazis aufzugreifen, würdest du einem "Menschen", der deine Familie gefoltert und ermordet hat eine zweite Chance geben?


    Mein Gott, langsam frage ich mich echt ob ihr zu doof seid es zu kapieren!?! Auf 13 Seiten immer die gleichen anti-rechtsstaatlichen Argumente! Wie oft soll das denn noch wiederholt werden, genau deswegen gibt es einen Rechtsstaat, Gerichte und Gesetze, damit nicht die Angehörigen von Opfern über Schuld oder Strafmaß entscheiden, das wäre nämlich nichts anderes als Faustrecht, oder in diesem Fall Blutrache!

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    Original von freibier
    bin für die todesstrafe für kinderschänder
    ,denn es kostet denn Staat ja nur Geld für Sie den Unterhalt im Gefängnis zu bezahlen.


    Behinderte sind auch keine Produktivkräfe aus einem wirtschaftlichen Standpunkt, vielleicht sollten wir die auch ermorden? Ganz abgesehen davon ist das Argument absoluter Schwachsinn, weil es nichtmal zutrifft!


    Silo den Eindruck habe ich leider gewonnen bei vielen derartigen Beiträgen von dir, wenns anders gemeint ist, solltest du das eben etwas differenzierter verfassen.

    So ein Schwachsinn, ein weiterer Schritt in eine faschistische Gesellschaft, in der unliebsame Elemente einfach vernichtet werden. Ermordung von Kranken im Sinne der "Allgemeinheit", rational betrachtet vielleicht nichtmal unlogisch aber aus ethischer Sicht so abartig, dass mir bei dem Gedanken das Kotzen kommt.
    Es ist wirklich sowas von Zeit für ein neues Menschenbild in unserer Gesellschaft, sonst wird das was ich unter Zivilisation verstehe über kurz oder lang einfach untergehen, der Rückschritt in die Barbarei.


    Silo du hast auch zu viel "Hinter Gittern" gesehen oder glaubst du echt an die Geschichten mit den Seifen in der Dusche und sowas?
    Ich mein das sowas mal vorkommt, ok...aber Gefängnisse sind sicher keine Homobordelle in denen die hübschen Jünglinge zwangsprostituiert werden.

    Also wenn ich mir die Modelle anschaue, die heutige neoliberale Ökonomen so vertreten muss ich schon feststellen, dass die aber sowas von eindimensional sind, dass es mich nicht wundert, wie es zu einer Finanzkrise kommen konnte. Ich bin mir auch sicher, dass ähnliches in den nächsten Jahren wieder passieren wird, wenn sich nicht einige Sachen grundlegend ändern. Ein Entlanghangeln von einer Krise zur nächsten und jedesmal wird man sich erneut wundern, wie das passieren konnte, in der Welt der Modelle funktionierts doch auch. So traurig, dass es schon wieder lustig ist :rofl:. Aber nicht das es mich stören würde, bestätigt mich dann auch einfach ungemein sowas...


    Oh sorry ich hab dich falsch verstanden.
    Ich glaube Ceeshat auch ^^


    HawaiTodd meint das glaube ich so, dass links und rechts einfach extrem schwammige undifferenzierte Worte sind für Weltanschauungen, die so kaum mehr existieren, sondern sich in vielen Bereichen vermischen. Die meisten Linken heute haben auch Ansichten, die eigentlich eher rechts sind und andersrum genauso.
    Wobei ich meine Ansichen zum Beispiel schon weitestgehend linken Vorstellungen und Idealen zuordnen würde, das ergibt sich einfach aus meiner Weltanschauung, dagegen kann ich gar nichts machen, ich war schon als Kind ne linke Sau. Trotzdem hab ich noch nie in meinem Leben einen Stein auf andere Menschen oder Fenster geworfen oder irgendwo "scheiß Kapitalismus" mit einer Spraydose hingeschmiert. Genausowenig sieht man mir meine politische Richtung an, ich trage keine übertriebenen "linken" oder "rechten" Accessoires, reiß keine Mercedessterne ab und schrei keine Parolen.

    dns es war einfach schwer zu übersehen, dass dein Beitrag nicht deine eigenen Ideen entspringt, um sicher zu gehen habe ich mir den Wikiartikel sogar noch angeschaut und dann war es vollends ganz offensichtlich.
    Wer sich selbst überzeugen will "libertär" auf der Wikihauptseite eingeben und den Links folgen.


    Inwieweit du dich schon mit Kapitalismus beschäftigt hast, weiß ich nicht, ich gehe von der Summen der Aussagen, die offensichtlich kaum auf Wissen basieren einfach davon aus, dass die allerwenigsten wirklich schonmal kapitalistische oder kommunistische Theorien kritisch betrachtet haben, was meiner Meinung nach essentiell für deren Verständnis ist.


    Um eine Antwort auf deine Frage zu geben, wieso ich der Meinung bin, dass man den Kapitalismus (leider ebenso wie links/rechts auch ein ziemlich undifferenziertes Wort, weil man sich heute die Frage stellen muss, ob das System wirklich kapitalistisch ist bzw. einfach nur einen Zweck für einen bestimmten Teil der Bevölkerung erfüllt) "bekämpfen" muss, gilt es einige Punkte anzusprechen. Den ersten habe ich schon genannt. Inwieweit ist das System kapitalistisch bzw. "entartet"?
    Ein anderer Grund ist natürlich auch, dass unser heutiges System, wie auch ein theoretischer Kapitalismus stark zu Ausbeutung und Definierung von Unterschieden neigt. Das Prinzip des Kapitalismus scheitert meiner Meinung nach zwangsläufig, wie auch der Kommunismus, massiv am Faktor Mensch, wobei ich das kapitalistische Prinzip in erster Linie aus moralischen Gründen ablehne und nicht auf Grund seiner unumgänglichen "Fehler" in der Umsetzung.


    Ein weiterer Grund ist meiner Meinung nach einfach auch, dass der Kapitalismus seine historische Legitimation verloren hat. Das ist eine Theorie, die sich in Zeiten entwickelt hat, in denen zum Beispiel Rohstoffknappheit ein Fremdwort war. Im Gegenteil, Rohstoffe gab es (trotz dem Knappheitsprinzip des Kapitalismus) vermeintlich in Hülle und Fülle, deswegen war ein hohes Wachstum zum Beispiel möglich. Heute weiß man, dass die Rohstoffe ausgehen und allein deshalb ist Wachstum irgendwann nicht mehr möglich. Dann heute noch an dieser dummen Formel Wachstum = notwendig und gut festzuhalten ist völlig bescheuert, das ist ein Paradigma, dass längst hätte abgelöst werden müssen, also ein reines Dogma. Da muss man den Wissenschaftlern meiner Meinung einfach vorwerfen, dass sie den Bezug zur Realität völig verloren haben oder obwohl sie es besser wissen aus wertkonservatistischen Gründen Scheiße erzählen. Ich mein jedes Kindergartenkind kann mir erklären, dass man aus nix, nix machen kann. Mit Recycling lässt sich zwar viel regeln aber irgendwan ist auch da Schluss, trotzdem heute meiner Meinung nach wichtiger denn je, wenn wir auch in 100 Jahren noch Kunststoffe haben wollen.


    Hier knüpft auch mein nächstes Argument an, Stichwort Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit war bis vor wenigen Jahren in allen kapitalistischen Theorien ein Fremdwort und das was es heute gibt, Nachhaltigkeit über einen Lizenzmarkt (zum Beispiel Emissionslizenzen) zu erreichen und zu hoffen, dass sich ein Marktgleichgewicht einpendelt und so die Emissionen ausreichend sinken (sinken werden sie dadurch definitiv), ist absolut schwachsinniges Rumgedoktore und Rumgepfusche, um eine Ideologie zu erhalten, anstatt sich mal wirkliche Gedanken über alternative Theorien zu machen (was nichtmal bedeuten muss, dass man gleich Kommunismus rumgrölt).
    Vielleicht ist gerade das das Problem, es gibt einfach noch keine Alternativen, die nicht "zu kommunistisch" für die wertkonservative, dogmatische Elite klingt. Es gibt viele Ideen und teilweise wird auch in eine Richtung geforscht, die ein bisschen entgegen der gängigen Lehrmeinung geht aber nichts wirklich neues, was viele Menschen bewegt. Meiner Meinung nach, muss es bevor es zu Veränderungen an der Oberfläche, also dem wirtschaftlichen/politischen System kommt, eine Änderung an der Basis, also der Ideologie kommen.


    Na ja ich könnte jetzt noch ewig so weitermachen, gerade die ersten Punkte müsste ich noch genauer ausführen, allerdings spielen dort dann wieder mehr ideele Aspekte mit, als in den letzten Punkten.


    Ach ja Flo..., in einer kommunistischen Gesellschaft gibt es keinen Staat (Absterben des Staates). Wie die Verwaltung der Theorie nach aussehen soll ist mir nicht ganz klar (ich glaube auch Marx und Engels nicht). Ich könnte mir vorstellen, dass das über Räte abläuft, allerdings nicht im eigentlichen Sinn des Wortes, also demokratisch gewählte Vertreter, die an einem runden Tisch zusammensitzen und entscheiden, wer was kriegt. Das wäre mehr ein öffentliches wöchentliches Treffen, die von jedem Mensch besucht werden können, wo dann darüber gesprochen wird, welche Güter knapp sind zum Beispiel. Theoretisch wäre das alles, Befugnisrechte über Menschen oder Güter gibt es nicht, was also aus so einem "Rat" resultiert ist offen. Allerdings ist anzunehmen, dass wenn das gesellschaftliche Ideal "jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen" verwirklicht ist, diese Treffen vielleicht Richtlinien oder Anreize für die Individuen wären sich an den Umstand anzupassen (brauche ich wirklich 5 Äpfel am Tag? Kann ich vielleicht mehr als nur 3 Stunden arbeiten?). Hier liegt sicher auch das Problem, es geht von einem Menschen aus, der eben nicht egoistisch, sondern altruistisch handelt.
    Wenn allerdings jeder mitspielen würde, wäre das meiner Meinung nach die Idealgesellschaft, maximale Freiheit und Individualismus. Der Mensch rückt wieder in den Fokus der Betrachtung. Fortschritt gibt es soweit gesellschaftlich effizient oder erwünscht, aber niemals zum Selbstzweck. Arbeit besteht wieder aus dem, was es eigentlich sein sollte, Verwirklichung von Interesse. Na ja, absoluter Kommunismus ist eine Utopie, die wohl immer an der Unfähigkeit des Menschen Triebhaftigkeit zu überwinden scheitern wird.



    Ps:
    Wer Tipp-, Grammatikfehler oder Wiederholungen findet, darf sie behalten, hab jetzt nämlich nicht nochmal alles durchgelesen.

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    Original von dns


    Dann hab ich dich wohl falsch verstanden, tut mir leid. Du redest von libertären Systemen, ich dachte damit meinst du den Libertarismus.


    Da liegt eben das Problem, wenn man Wörter, die man nicht kennt schnell bei Google oder Wiki eingibt und dann auf dem schnell angelesenen "Wissen" eine Argumentation aufbauen will.


    Tut mir Leid aber diese Diskussion hier ist total für den Arsch, weil kaum einer eine Ahnung von den verschiedenen politischen Systemen hat aber groß mitreden will. Ich bin mir sicher, dass sich die wenigsten hier außerhalb des Forums schonmal mit Kapitalismus beschäftigt hat.
    Von den Einzeilern will ich erst gar nicht sprechen, dass rechts nicht = ausländerfeindlichen und links nicht = alles andere ist, sollte eigentlich sowieso klar sein.


    HawaiiTodd zwangsläufig dagegen oder links, nur weil man jung ist? Du hast dir das Ergebnis der Umfrage aber angeschaut oder?
    Übrigens ist das politische Leben an Universitäten vielleicht stärker als es in den letzten 10-15 Jahren war. Was allein die Studiengebühren an berechtigtem Widerstand und hochschulpolitisch/politisch aktiven Gruppen hervorgerufen haben, ist erstaunlich. Selbst jetzt wo der Kampf gegen Studiengebühren abschwächt existieren viele der Gruppen weiter und konzentrieren sich auf andere Dinge. Also zu sagen, dass das politische Leben an Hochschulen nicht mehr stark wäre, ist schon ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Vielleicht liegt es auch an meinem Umfeld aber komischerweise sind fast alle Leute die ich kenne in irgendeiner Weise aktiv und wenn es nur darin besteht sich intensiv auch außerhalb des Studiums mit Politik oder Wirtschaft zu beschäftigen oder sich in den Fachschaften zu engagieren. Man muss das auch noch vor dem Hintergrund sehen, dass durch den Bolognaprozess und die neuen Studienordnungen im Bachelor wesentlich mehr Zeit pro Woche für das Studium beansprucht wird, als noch mit den Diplomstudiengängen. Wieso macht man sowas, wenn man politisches Leben und kritischen Geist an Hochschulen eigentlich fördern will? Das macht für mich keinen Sinn. Aber umso beeindruckender finde ich es, dass sich immer noch viele Leute engagieren und wirklich teilweise ihre letzte Freizeit in soziales Engagement investieren.

    Das Problem ist einfach, dass es zig Übersetzungen gibt und damit zig verschiedene Interpretationen. Ich denke nicht, dass der Koran prinzipiell eine gewaltverherrlichende Religion ist, es gibt hier nur wie überall anders auch diese Strömungen, die in Gewalt gegenüber anderen die Lösung ihrer Probleme sehen. Zudem ist es vielleicht ein Problem des Images des Islam, dass die Religion hauptsächlich in Länder praktiziert wird, die nach westlicher Auffassung noch halb im Mittelalter leben, zumindest die Landbevölkerungen, und von der gesellschaftlichen Entwicklung her betrachtet einfach noch nicht "so weit" sind. Damit übertragen sich gesellschaftliche Umstände bzw. Misstände auf die Religion, wie das auch in Europa mit dem Christentum der Fall war. Ich mein es ist noch gar nicht mal so lange her, dass Frauen offiziel bedeutend weniger Rechte hatten als Männer, in Deutschland.

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    Original von Silo


    Ausserdem möchte ich den deutschen Knast gerne mal sehen in dem man dahinvegetiert!


    Im Knast gehts den Jungs doch noch viel zu gut.


    Ich habs ja oben schonmal erwähnt aber ich sags nochmal.
    Es macht keinen Sinn wenn ihr euch ständig wiederholt, dadurch werden Argumente nicht stärker.


    Gut dns, deine generelle Meinung bezüglich Mord und Vergeltung sei mal dahingestellt, auch wenn sie mittelalterlichen Vorstellungen entspricht, das gilt dann ja auch für jeden anderen Mörder und hat nichts speziell mit Klar zu tun.


    Ansonsten muss ich sagen, dass das Leben im Knast wohl wirklich nur ein Dahinvegitieren ist, mehr als Essen, Schlafen und ein paar mal die Woche einer Arbeit nachgehen, die auch jeder Viertklässler schaffen könnte entspricht meiner Vorstellung von Dahinvegitieren ziemlich genau.

    Langsam wirds lächerlich.
    Sorry aber versucht doch bitte mal zu erklären, wieso ihr Herr Klar ungerechtfertigter Weise weiter inhaftieren wollt. Ich habe bis jetzt noch nicht eine anständige Erklärung gehört, stattdessen wird versucht die Argumentation der Gegenseite ins Lächerliche zu ziehen (das man sich damit irgendwie selber lächerlich macht wenn man auf 6 Seiten im Prinzip immer nur "Mörder" wiederholt sollte klar sein). Auf den Großteil der pro "Kill and Torture Klar" - Aktivisten will ich erst gar nicht eingehen, da ist mir meine Zeit zu Schade.
    Die paar wenigen, die noch differenziert argumentieren werden als "Linkes Gesindel" oder sonstwas dargestellt. Abgesehen davon, dass die Aussage an sich schon unqualifiziert ist, passt sie teilweise auch nicht in den Kontext, allein aus Reekos Argumentation zm Beispiel kann ich nicht ablesen, ob er Links oder Rechts ist, lediglich, dass er noch in der Lage sind unabhängig von persönlichen Gefühlen gerechte Entscheidungen zu treffen.


    Hass ist in Deutschland Gott sei Dank noch kein Grund für eine juristische Strafe, auch wenn sichs manche hier offensichtlich wünschen, was übrigens weitaus revolutionärer ist, als alles was "die linken Zecken" hier so von sich gegeben haben. Super wie ihr für den Rechtsstaat einsteht, davon kann die AntiFa und andere linksextremen politischen Gruppierungen noch einiges lernen.
    Mehrmals lebenslänglich wurde in Deutschland (wieder Gott sei Dank) abgeschafft, weil das Bundesverfassungsgericht ein lebenslängliches Dahinvegitieren zurecht als nicht rechtsstaatlich und menschenunwürdig gewertet hat. Wenn euch das alles nicht passt legt Klage ein, vielleicht gewinnt ihr ja, dann hätten wir endlich den Unrechtsstaat den so viele herbeisehnen.