Selber was schreiben? Bist verrückt, viel zu viel Arbeit....
Und ja, man kann sich schon ne zivi stelle suchen obwohl die anerkennung noch nicht durch ist.....habe ich auch so gemacht damals....
und hier mal mein text, damit du dich an was orientieren kannst...
Sehr geehrte Damen und Herren,
Gemäß Art. 4 Abs. 3 Satz 1 des Grundgesetzes möchte ich nach reiflicher Überlegung
den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern und Zivildienst leisten.
Da der Gebrauch von Waffen für mich kein akzeptabler Weg der Konfliktlösung ist und Gewalt in meinen Augen einen stetigen Kreislauf hervorruft, indem kein Ende in Sicht ist. Mit Gewalt verbunden ist deshalb auch immer Schmerz und Kummer und
viele Menschen müssen dies auch mit ihrem Leben bezahlen.
Ich habe mich in meinem bisherigen Leben sehr mit dem Thema Gewalt beschäftigt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass jegliche Form von Gewalt dazu beiträgt, den Weg zu einer besseren, friedlicheren Zukunft, zum Frieden behindert .
Schwerwiegende Konflikte können meiner Auffassung nach nur durch einen vernünftigen Dialog zwischen den beiden Parteien gelöst werden.
Krieg war stets der Auslöser von neuen Spannungen zwischen den Völkern.
Mit Erschütterung musste ich in den letzten Jahren feststellen, dass friedliche Lösungen bei vielen Konflikten von Staaten und Völkern nicht möglich waren.
Gewaltsame Problembewältigungen standen immer im Vordergrund.
Dieser Tatsache möchte ich nicht aktiv neue, gleichartige anfügen. Diese Gefahr bestünde jedoch, wenn ich als Soldat im Kriegsfall mein Land mit der Waffe in der Hand verteidigen müsste. Für mich ist diese Vorstellung nicht denkbar.
Das würde meiner persönlichen Auffassung aufs Tiefste widersprechen und ich könnte dies mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ich könnte niemals einem Menschen Leid und Schmerz zufügen und kriegerische Handlungen vollziehen.
Dazu hätte ich nach meiner persönlichen Maxime gar nicht das Recht zu und ich bin der Meinung ein Lebewesen nicht anzugreifen, sondern es zu schützen.
Mein Leben war bis zum jetzigen Zeitpunkt stets von einer Ächtung von Gewalt
geprägt.
Hierzu hat sicherlich meine christliche Erziehung ihren Beitrag geleistet.
Meine Eltern betrachteten den Krieg schon immer als sehr negativ und waren
fassungslos über die vielen Todesopfer, die der Krieg als Konsequenz mit sich führte.
Ihr Prinzip war es, Gewalt niemals als ein probates Mittel zur Bewältigung von
Problemen anzusehen.
Auch meine Großmutter, die den 2.Weltkrieg miterleben musste, hat mir sehr viele
erschütternde und grausame Dinge aus ihren Erinnerungen berichtet, bei denen der
Gebrauch von Waffen zu vielen unschuldigen Todesopfern führte.
Dieser schreckliche Krieg führte dazu, dass sie viele Freunde und Bekannte verlor, was Sie sehr traurig und nachdenklich machte.
Mit Schrecken habe ich in den letzten Jahren Fernsehbilder aus Jugoslawien, Irak oder auch jetzt Afghanistan mit ansehen müssen, die mich sehr schockierten und traurig gemacht haben.
Meiner Ansicht nach sind gegenseitige, klärende Gespräche die einzige Lösung zu einer friedlicheren Zukunft und ich muss auf Grund dieser Ansicht hinzufügen, dass durch die Anwendung von Gewalt dieser Zustand niemals erreicht werden kann und ich deshalb jegliche Form von Gewalt verabscheue.
Bei der Erfüllung der Wehrpflicht wäre aber der Gebrauch von Waffen ein
selbstverständlicher Bestandteil bei der Erfüllung der von mir geforderten Leistungen, die mir bei der Ausbildung zum Soldaten bevorstehen würden.
Ich denke jedes einzelne Individuum muss für sich die Entscheidung fällen, ob es bereit ist den Dienst an der Waffe auszuüben.
Als engagierter Leistungssportler steht für mich nicht nur die Leistung im Mittelpunkt, auch der faire und menschliche Umgang hat für mich höchste Priorität. Ich bin sehr froh, glücklich und dankbar, dass es die Alternative des Zivildienstes gibt.
In meinem Fall muss ich ganz deutlich erklären, dass dies meinen Auffassungen und meiner Vorstellung zu einer besseren, gewaltfreien Zukunft nicht entspricht.
Ich würde niemals wieder ein reines Gewissen haben, wenn ich wüsste, dass ich einen Menschen umgebracht hätte und ziehe daher meinen Entschluss, lieber Zivildienst leisten zu wollen und den Kriegsdienst zu verweigern.
Ich hoffe sehr das meinem Antrag entsprochen wird.
Mit freundlichen Grüßen