Tod eines gute Freundes

  • Hi Leute!
    Vor ein paar Tagen ist ein Freund von mir bei einem Autounfall gestorben! Er wurde von einem Betrunkenen umgefahren auf dem Rückweg einer Party! Ich fühle viel Trauer aber auch verdammt grossen hass diesem Fahrer gegenüber ich hoffe ihr versteht das! Ich wollte euch einfach fragen ob euch ähnliches passiert ist und ihr mir eventuell Tipps geben könnt über dieses Ereignis besser reden und vor allem mir meine Selbstvorwürfe zu nehmen da ich ihm angeboten habe ihn mitzunehmen und er dies Abgelehnt hat! Bitte helft mir


    greetz: Timmo

  • Dafür dass er abgelehnt hat, kannst du überhaupt nichts...
    .. das war seine Entscheidung.
    Das du Hass für den Fahrer empfindest ist voll okay...
    Helfen tut es aufjedenfall drüber zu reden... Naja und ich denke sowas sollte man als Gedankenanstoss nehmen.... Saufen und Fahren ist scheisse... Aus so einem Vorfall lernen hoffentlich die Leute die "voll" fahren!

    ..::Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden::..

  • Oh scheiße man,... :cry: tut mir leid für dich, ihn und die anderen. Ich kann verstehen, das du dich schlecht fühlst, und wünsche dir viel Kraft um das zu überwinden... Sicher, wenn er bei dir eingestiegen wäre hätte er ziemlich sicher überlebt, aber wer rechnet denn mit sowas? Sei lieber froh, DASS du es ihm angeboten hast, sonst säßest du jetzt in weit tieferer Ungewissheit, "hätte ich ihm doch bloß angeboten, mitzukommen.."

    Du hast getan, was du konntest
    , und warst ihm bis zum Ende ein guter Freund, mehr kann man fast nicht verlangen.

    Sex, Drugs & Drum'n'Bass

  • hmm ja auf jeden fall viel reden... hat mir auch sehr geholfen als mein vater gestorben ist

    Zitat

    Original von Bl4ze
    ich glaube mp3 hat da gerade das harte stilmittel der ironie zur schwelle
    des sarkasmus angewand ;)


    daran solltet ihr euch doch endlich mal gewöhnt haben!

  • He tut mir echt leid für dich, hab sowas noch nicht am eigenem leib erfahren , aber von meiner besten Freundin ist auch mal eine Gute Freundin gestorben , d.h. ich habe alles miterlebt bei dene, und bei dene hat auch am meisten geholfen das sie viel darüber geredet haben.
    Mein Beileid

    Grüße Rudi

  • Die richtigen Worte zu finden ist schwer....Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft.


    Wie einer meiner Vorredner bereits erwähnte kannst du stolz sein ein solches Angebot gemacht zu haben.
    Vorwürfe helfen dir nicht, man kann nicht alles steuern.


    Ich selbst habe schon 2 Freunde zu Grabe getragen einer davon starb an Blutvergiftung da er Heroinabhängig war...Bevor er an das Zeugs kam waren wir täglich zusammen und das gut und gerne 20 Jahre lang...
    Ich war immer für ihn da, half ihm bei einem kalten Entzug etc, etc....
    Alles nichts, immer wieder Rückfälle....
    Fürmich ist es gut, daß ich meine Hilfe gab und immer wieder anbot, daß er es mit Füßen getreten hat kann ich mir nicht vorwerfen....


    Nicht ganz vergleichbar aber Hilfe anbieten heißt Freund zu sein...


    Machs gut


    Nalle

    Bisher sind alle Käufe und Verkäufe 1A gelaufen ... die Namen sind ... too much to list.

  • das ist was grausames... ich hatte auch einen freund, bzw. es war der beste freund meines bruders, aber ich hab ihn auch gekannt, solange ich leb. er eurde 2002 im urlaub auf korsika von einem auto beim joggen überfahren, der fahrer hatte auch alkohol konsumiert, aber es gab keine augenzeugen... wir waren gerade in griechenland als wir den anruf bekamen, dass der unfall tödlich war.
    der freund war gerade 18 und hätte in dem jahr sein abi gemacht...
    ich glaube ich kann verstehen, wie du dich fühlst... aber ich weiss nicht, ob dich der hass auf den menschen glücklicher macht.
    sicher war der verantwortlich für den unfall... und vielleicht ist der hass im moment n gutes mittel, die trauer zu unterdrücken oder in gewisser weise auszugleichen, aber ich glaub helfen tuts dir nich, da bringt echt nur reden, oder die trauer zulassen was...

    es ist besser für das was man ist gehasst, als für das was man nicht ist geliebt zu werden.

  • auch von mir mein beileid...solche dinge sind immer sehr schwer zu verkraften...bei dem tod eines angehörigen/freundes kann man tage-/wochenlang nur daran denken. das problem ist, das einem diese last keiner abnehmen kann...man muss selbst mit der trauer fertig werden, man kann höchstens versuchen sich für einige zeit abzulenken oder das ganze in gesprächen zu verarbeiten. auch ich wünsche dir dafür viel kraft!


    mfg

  • Mach dir keine Vorwürfe, mit sowas kann man nie rechnen.


    Im Leben geschehen Dinge oft völlig unerwartet und man kann sie nicht steuern.


    Wünsch dir viel Kraft, rede viel, das befreit die Seele.

    A doctor a day, keeps the shisha away :D
    Geschäfte gemacht mit:


    Finalfreak (Alles jut!)
    Damn (Top, super Kontakt)

  • scheiße alter, verdammt kacke gelaufen die sache!


    riesen beileid!!


    trauere bewusst, verdränge die sache nicht, beschäftige dich damit!


    schuld hast du 0, selbstvorwürfe brauchst du dir keine zu machen, das ist quatsch!



    und dein hass, kann ich sehr gut nachvollziehen!!


    tut mir echt verdammt leid für dich!!


    Wie wertvoll doch das leben ist :(


    greetz chris

  • Boah, ich überlege gerade wie fertig ich sein würde, wenn plötzlich einer meiner freunde nicht mehr da sein würde, ich hätte auch einen riesen hass auf den fahrer des wagens, ich glaube ich würde mich total von meiner außenwelt abschotten usw., aber das ist aber natürlich nicht der richtige weg um so etwas zu verarbeiten, ich finde es super, dass du dich an die ``öffentlichkeit`` wagst, und uns von deinem problem erzählst...
    hört sich zwar immer komisch an, aber das leben muss weiter gehen


    mein beileid,
    max

    Frauen,die Rätselecke in Gottes großer Weltzeitung.


    Marcel Achard (1899-1974), frz. Dramatiker

  • Ich kann da meinen Vorrednern nur zustimmen, reden ist sehr Hilfreich.



    Aber das mit den Schuldgefühlen ist Unsinn. Du hast ihm Angeboten mitzukommen, aber er hat abgelehnt. Was, wenn du ihn überredet hättest und er bei dir mitgefahren wäre und dann wäre ihm etwas passiert? Dann würdest du dir erst recht Vorwürfe machen, weil du ihn auch noch überredet hättest. Immer wenn ein Mensch durch einen Unfall stirbt, hätte es (meistens sogar sehr leicht) verhindert werden können. Das Problem ist, dass man ja vorher nicht wissen kann, was man tun müsste, um den Unfall zu verhindern. Wer weiß, wieviele Unfälle du ohne es zu wissen verhindert hast?


    Schuldgefühle sind ein Phänomen, das fast immer auftritt, wenn ein Mensch stirbt, den man gerne mochte und gut kannte, vor allem dann, wenn es keine natürliche Todesursache war. Ich habe dazu mal eine Theorie gehört: Machtlosigkeit ist ein unerträgliches Gefühl. Zu wissen, dass (befreundete) Menschen sterben und man darauf keinen Einfluss hat, verunsichert einen und führt vor einem vor Augen, dass man jederzeit einen geliebten Menschen verlieren könnte. Um dieses grausame Gefühl der völligen Machtlosigkeit zu überwinden, zieht der Mensch es vor, sich selbst die Schuld zu geben. Damit macht er sich selber ziemlich fertig, aber es ist immer noch besser als das gefühl der völligen Machtlosigkeit.


    Auch wenn diese Theorie etwas absurd klingt, glaube ich daran.

  • hm, evtl passt hier nicht ganz rein, aber egal


    erst ma ganz fettes beileid, wer besoffen auto fährt iss echt so was von fürn arsch.....


    also, ich rede meist nicht über meine probleme, sonderen fresse alles in mich rein, na 1 halben bis einem ganzen jahr gehts mir dann einigermaßen gut.

  • K man kann das zwar jetzt nicht mit deiner Situation vergleichen aber naja vielleicht doch... Also letztes Jahr am 1. Advent ist mein hund gestorben, der grund er hatte einen Thumor kuz vor dem herz der dann im Prinzip auf das herz gedrückt hat und so ist er dann in einem Alter von 10 gestorben, hätte man diesen Thumor vielleicht 1/2 Jahr vorher entdeckt dann hätte ihm noch geholfen werden können, aber da wir zu spät zu Tierazt gegangen sind konte man ihm nicht mehr helfen und er hat eben bis zu 27.11.05 gelebt. ich hab mir auch große Vorwürfe gemacht warum wir nicht schon vorher zum tierarzt gegangen sind aber woher sollte man das wissen. Im Endefekt ist es ja ähnlich wie mit denem Freud dier auf tragischer Weise gestorben ist. Im nachhinen sich Vorwürfe zu machen bringt nichts du machst dich damit nzr fertig und holst deinen lieben freud auch nicht zurück, so hart es auch istm, versuche deine trauer herraus zu lassen, es ist viel mutiger seine Trauer zu zeigen als sie zu verbergen und alles in ssich hinen zu fressen. Das war genauso bei mir als mein opa den ich sehr gemocht hab gestorben ist, das harte daranb war dass er am 27.04.04 gestorbe ist und das war genau an meinem 16. Geburtstag, ihr könnt euch bestimmt vorstellen wie schön der dann war... Oder also ende 04 die Mutter von meinem besten freund an krebs gestorben ist, ich kannte sie sehr gut und hab richtig mitgetrauert. Also kann ich nur mitfühlen was du durchmachst, aber fühle dich von mir gedrückt, ich denk an dich!
    Ich hoffe etwas trost gespendet zu haben,
    Viele Grüße,
    Frank

    Halt die Speiche Steif,
    Gruß,
    NoSaint

  • hi du...
    ich kenn deine situation nur zu gut.


    In der Nacht vom 6. Dezember auf den 7. Dezember ist ein sehr guter Freund von mir verstorben. Seit 1 Monat 18 Jahre alt, und seit 1 Woche hatte er seinen Führerschein. Seine Mutter wollte ihn am morgen wecken weil er zu spät dran war, und als sie in sein Zimmer kam und er nicht reagierte, gieng seine Mom ans Bett und er lag tot da. Einfach so. Eingeschlafen am Abend und nicht mehr aufgewacht. Als mich die Nachricht erreichte, war ich geschockt. Eines meiner grösten Probleme die ich damit hatte, war, ich kannte ihn schon sooo lange. Wir waren seit der 5 Klasse die besten Freunde. Ich, er, er hies bernd, und noch zwei andere, waren die ganze Zeit die besten kumpels. Haben in den Jahren fast immer zusammen etwas unternommen. Doch in den letzten 2 Jahren hat es sich immer mehr auseinander gelebt. Er ist sitzen geblieben=neuer freundeskreis, er hat die schule gewechselt=wieder bissle neuer freundeskreis, interessen haben sich geändert, und wir hatten in den letzten paar Monaten nicht mehr viel miteinander zu tun. Ich hab mir oft vorwürfe gemacht dass ich die Freundschaft mit ihm so schleifen hab lassen. Vor allem, am Abend zuvor, hatte er sich noch mein Kwick Profil angeschaut und ich hab mir nur gedacht "huch der bernd. auch cool mal wieder was von ihm zu hören"... am nächsten Tag ruft mich ein Kumpel an und sagt mir dass er Tot ist. Ihr könnt euch sicher denken wie ich mich gefühlt hab. In der Nacht hat er noch zu nem anderen kumpel geschriebn :"also ich geh mal ins bett, bis morgen dann, bye bye"


    Wenn ich deinen Beitrag jetzt hier lese, kommt mir alles wieder hoch.
    Aber in solchen Situationen wird einem immer mehr klar, dass es so schnell vorbei sein kann. Man geht ins Bett und weis nicht ob man wieder aufwacht. Schrecklich sowas zu begreifen/begreifen zu müssen.
    Auf der Beerdigung waren sooo viele Menschen, was mir gezeigt hat wie gern ihn alle hatten.
    Das schönste, war, als wir an seinem Grab standen, es war ein regnerischer tag im winter eben, kamen auf einmal Sonnenstrahlen die über alle geschienen haben. Wie wenn er da war und uns das zeigen wollte.
    Was ich richtig gut fand, es haben sich hier in der Nähe an einem See, Am Sonntag nach seinem Tot, alle Jugendlichen und Freunde getroffen. Jeder eine Kerze mitgebracht und für ihn angezündet und gemeinsam von ihm Abschied genommen. Seine Eltern waren auch da. Ich finde die Aktion richtig gut, da man den Eltern zeigen konnte wie beliebt und angesehen Bernd war. Solche Momente helfen einem, wenn auch nur ein wenig, über diese schwere Zeit hinweg.


    Es gibt echt Dinge im Leben die man nicht begreifen kann und auch nicht begreifen will. Es ist sooo einfach neue Menschen kennen zu lernen, im gegensatz zu Menschen die man gerne hat gehen zu lassen.
    Auch heute mach ich mir immernoch Vorwürfe, dass ich die Freundschaft so schleifen hab lassen und dass wir uns nicht mehr so oft gesehen haben. Wenn ich abends im Bett lieg und über die schöne Zeit nachdenk die wir eigentlich hatten, über was für scheisse wir uns gestritten haben, wegen mädchen, wegen irgendwelchem anderen müll, was wir zusammen erlebt haben. Da kann man einfach nicht erklären warum es auf einmal alles vorbei ist.
    Ein paar wochen zuvor meinte er noch zu mir : "man wir müssen unbedingt wieder mal was unternehmen"... ich natürlich : "ja klar machmer" und nix is draus geworden. jetzt ist es zu spät.


    Das beste ist, mit Freunden über ihn zu sprechen. Was er gutes an sich hatte und auch seine schlechten Sachen. Ändern kann man es nicht. Aber man muss es glaub ich auch nicht verstehen warum es so gekommen ist. Setzt euch zusammen und sprecht darüber, denn es geht bestimmt vielen deiner und seiner Freunde genau so wie dir. Denk dran dass du nie allein sein wirst und dass er immer da sein wird und irgendwann seht ihr euch evtl wieder. Wenn du willst, schreib einen Brief, schreib deine Gedanken auf, und leg ihn an seinen Sarg. Schreib ihm auf was du ihm am liebsten sagen würdest jetzt und wie deine Gefühle sind. Und nehme so ganz persönlich abschied von ihm.


    Ich wünsch dir echt viel Kraft die schwere Zeit zu überstehen. Und wenn irgendwas sein sollte, du weist dass du hier im Forum auch immer ein offenes Ohr finden wirst. Wenn du alles in dich hinein frisst wird es nur immer schwerer.
    Viele werden sich jetzt vll denken, "ou der schreib aber viel" aber dadurch wird es mir echt auch leichter wenn ich mich ausschreib. müsst ja nicht alles lesen.


    greez alex