Gott.

  • eXo
    Natürlich könnte es auch eine andere Möglichkeit geben aber die Urknalltheorie ist die einzige gängige anerkannte wissenschaftliche Theorie zur Entstehung des Universums.
    Auch die Kausalität, also das es für jede Ursache einer Wirkung bedarf, ist im Prinzip physikalisch bewiesen oder hast du schonmal einen Ball von alleine rollen sehen oder ein Auto ohne Sprit fahren sehen? Wenn wir also davon ausgehen, dass die heutige Physik stimmt, muss es etwas geben, dass den Anstoß für die Entstehung des Universums gegeben hat.
    Ich finde übrigens, dass man wissen sollte, was man veruscht anzuzweifeln, genauso wie man wissen muss, was man versucht zu beweisen. Unbegründete Meinungen sind in der Regel unwichtig, weil sie eigentlich keine richtige Meinung darstellen, sondern nur adaptierte Meinungen von anderen sind und um eine Meinung zu begründen braucht man einen gewissen Wissensstand in dem entsprechenden Thema.
    Die 3 ursprünglichen Weltreligionen sind das Christentum, der Islam und das Judentum, hast nie Nathan der Weise gelesen :P!? Ich muss dir aber insofern recht geben, dass Buddhismus oder Hinduismus eigentlich auch als Weltreligion gelten, weil sie allein von den Angehörigen den anderen Religionen in nichts nachstehen. Das Judentum hat von diesen 5 Religionen mit Sicherheit die wenigsten Anhänger.


    Ihr verwechselt übrigens fast alle den begriff Gott mit Religion. Der Glaube an einen Gott impliziert nicht unbedingt eine Religionsangehörigkeit. Man kann auch an eine göttliche Macht glauben, ohne einer kirchlichen Einrichtung anzugehören, weshalb es eigentlich Unsinn ist in einer Diskussion über die Existenz Gottes zu viel mit Religionen zu argumentieren.


    "Ich weiß, dass ich nichts weiß" stammt übrigens von Sokrates.

  • Ich persönliche glaube prinzipiel auch nicht an got ich kan es einfach nicht mit den naturwisenschaften vereinbarn und da ich eigendlcih ein streng logischer mensch bin kan ich es einfach nicht akzeptieren das es dort oben irgendwo ein wesen geben soll das über alles und jeden bestimt und dessen einflus unendlcih ist.


    Allerdings mus ich zugeben das der sehr starke glauben an eine höhere macht sei es eine almächtige macht oder die macht von naturgöttern oder sonstiges geht menschen unglaubliche fähigkeiten verleit siht man z.b. Die budistischen kloster und die lehrer der Zen religion natürlich traniren dise menschen ihr ganzes leben lang aber trotzdem sind ihre kraft ausdauer und geschwindigkeit unglaublich und mit nichts anderem zu vergleichen.


    Aber ich behaupte das es nur der Glaube an etwas ist der menschen zu sochen extremleistungen befähigt. theoretisch könte man diese leistungen auch ereichen wen man einen mülsack anbetet und fest dadran glaubt

    Sorry für die scheis rechtschreibung bin Legasteniker

  • Zitat

    Original von Noxus
    Ich persönliche glaube prinzipiel auch nicht an got ich kan es einfach nicht mit den naturwisenschaften vereinbarn und da ich eigendlcih ein streng logischer mensch bin kan ich es einfach nicht akzeptieren das es dort oben irgendwo ein wesen geben soll das über alles und jeden bestimt und dessen einflus unendlcih ist.


    Allerdings mus ich zugeben das der sehr starke glauben an eine höhere macht sei es eine almächtige macht oder die macht von naturgöttern oder sonstiges geht menschen unglaubliche fähigkeiten verleit siht man z.b. Die budistischen kloster und die lehrer der Zen religion natürlich traniren dise menschen ihr ganzes leben lang aber trotzdem sind ihre kraft ausdauer und geschwindigkeit unglaublich und mit nichts anderem zu vergleichen.


    Aber ich behaupte das es nur der Glaube an etwas ist der menschen zu sochen extremleistungen befähigt. theoretisch könte man diese leistungen auch ereichen wen man einen mülsack anbetet und fest dadran glaubt


    Na ja du bringst da was durcheinander. Naturwissenschaft und Gott ist nicht unbedingt ein Widerspruch. Es gibt genügend Naturwissenschaftler, die an Gott glauben, gerade weil sie so viel wissen über die Natur und das Universum. Unsere Welt strebt so nach Perfektion, dass das für viele nur durch die Anwesenheit einer höheren steuernden Macht erklärt werden kann.
    Ein Gott muss auch nicht unbedingt aktiv und handelnd sein, wieso soll es keinen passiven Gott geben, der zwar einen kleinen Anstoß gegeben hat, dass so etwas wie die Erde und das Universum entstehen kann und den Rest der Evolution überlassen. Wenn er allmächtig ist, hätte er keinen Grund seine Macht zu gebrauchen, wäre noch ein Ansatz.

  • Meiner Meinung nach war die Religion irgendwo doch mal ein sehr gutes Hilfsmittel für Menschen ohne die Möglichkeiten sich gewisse Dinge zu erklären, doch finde auch ich, dass diese Auslaufmodelle langsam mal verschwinden sollen. An einen Gott so wie er in der Bibel oder einen Allah im Koran glaube auch ich ebenfalls nicht, schoan lange nicht mehr und ich finde es einfach nur krank, dass sich Leute für etwas derartiges in die Luft sprengen und vielen anderen Menschen das Leben nehmen.


    Auf der anderen Seite, irgendwie muss die Weltbevölkerung dezimiert werden, damit die Welt nicht untergeht und nen paar Idioten weniger ist doch schonmal ein guter Anfang xD ( <3 Sarkasmus)


    mfg
    wassapfaife

    Gekauft bei:
    partyshooter

  • @Wassapfeife: Geschmackloß, aber auch nicht ganz falsch.


    @Thema:
    Was für einen Unterschied würde es überhaupt machen, wenn man einen Gott oder ähnliches nachweisen würde?
    Ich müsste weiterarbeiten ect., also würde sich für mich schonmal nichts ändern.
    Die verschiedenen Gläubigen würden sich wohl gegenseitig die Köppe einhauen wessen Gott das nun ist.
    Naja, und man hätte naturlich die Frage im Raum stehen wieder Kollege (Gott) entstanden ist.
    Also eigendlich müßig sich überhaupt mit der Sache auseinander zu setzen....aber interessant ist es schon. ;)

    Bisher gekauft bei:
    sozz - glatte 1+


    "Ein Kompromiss ist erst dann perfekt,
    wenn alle unzufrieden sind."


    Die Wahrheit ist 5!
    Hail Eris! All hail to Discordia!


    Alle posts per Nintendo Wii erstellt.

  • Graham Greene sagte mal


    Ich würde mich weigern,
    an einen Gott zu glauben,
    den ich verstehen könnte.


    und damit hat er meiner Meinung nach recht!


    Man sollte Menschen, die an Gott glauben auf keinen Fall für beschränkt halten!


    Ich glaube auch nicht an Gott aus so ziemlich den gleichen Gründen die hier schon genannt wurden, jedoch halte ich z.B. die Bibel für eine äußert wertvolles Kulturgut was die Religion hervor gebracht hat!

    Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen: die eine hält in derber Liebeslust sich an die Welt mit klammernden Organen; die andre hebt gewaltsam sich vom Dust zu den Gefilden hoher Ahnen. (Faust I)

  • Doch meiner Meinung nach schon falsch, weil wieder Gott mit Religion durcheinander gebracht wird.


    Sag ich ja, zumindest für mich würde es keinen Unterschied machen, für viele andere sicher schon. Für Alle die Kraft aus ihrem Glauben schöpfen wäre es definitiv eine Umstellung, wenn sie Gewissheit hätten, dass Gott existiert bzw nicht oder in anderer Form, wie sie es sich vorstellen, existitiert.
    Deswegen geht man bei Gott auch von einem allmächtigen Wesen aus, dass nicht erklärbar ist, also auch keine Ursache braucht.

  • ich bin ein ganz anderer fall. ich hasse die kirche aber glaube an gott und jesus .... adam und eva halte ich einfach für quatsch .... die kirche hat die leute früher so verarsht und geben etwas sehr interessantes nciht preis .... ich glaube an gott und an den himmel. jedoch muss ich nicht in die kirche gehen um an ihn zu denken oder zu beten ;)

  • mh, ich denke, ich passe ganz gut in das Schema des Agnsotikers.


    Ich will eigentlich an gar nichts glauben. Ich weiß nicht und habe keine Theorie, wie die Welt entstanden ist und was nach dem Tod kommt. Ich habe inzwischen festgestellt, dass ich auch keine stärkeren Sympathien zu Atheisten oder Theisten verspüre. Ich nehm nur immer den Hut ab, vor den Leuten, die eben ihre eigene Meinung haben und nicht mit der Masse gehen und da kann man in Deutschland wohl eher bekennende Christen, in den den USA aber Atheisten bewundern.
    Ich finde sogar, dass Religion eine wunderbare Sache ist, weil sie Leuten Hoffnung schenkt und einem Sinn im Leben bereitstellt. Ich persönlich kann jedoch sehr gut ohne eine Antwort auf essentielle Fragen wie den Sinn des Lebens, den Hintergrund der Natur oder auch immer, leben. Ich muss auch sagen, dass ich, wenn ich mich draußen in großartigen Naturszenerien bewege, mit Bewunderung immer wieder festelle, kaum vorstellen kann, dass das alles so entstanden ist. Wenn ich dann aber irgendwelche Dogmen höre, kann ich häufig aber auch nur den Kopf schütteln und denke mir, dass das falsch sein muss. Ein 'reiner' Agnostiker bin ich also nicht, aber in der Schnittmenge sollte ich diesem doch relativ nahe kommen.
    Bei einer Sache bin ich jedoch dann doch überzeugt. Keine Religion in der Welt ist ganz richtig. Da über die Geschichte hinweg so viel verändert wurde und die heiligen Schriften und Bücher von Menschen verfasst wurden und Macht ausstrahlten gab es dort mit Sicherheit viele Nutznieser. Was mir selbst am Ende Glauben schenken könnte, ist die Tatsache, dass Juden, Christen und Moslems ja denselben Gott anbeten und das könnte ja doch eine gewisse Wahrheit indizieren. Aber mal wieder weiß ich das nicht und es macht mir auch nicht sonderlich viel aus.


    Unterm Strich muss ich sagen, dass ich viel über dieses Thema nachgedacht habe und mit meiner Sichtweise im Moment sehr einverstanden bin. Ändern würde sie sich bestimmt, falls eine sehr nahestehende Person sterben würde. Dann würde ich wohl zum Atheismus oder zum Glauben übergehen. Aber mal wieder weiß ichs nicht...

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
    (Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)

    2 Mal editiert, zuletzt von Pico ()

  • Zitat

    Original von mya-master
    Ich glaube nicht an Gott. Gibt keinen Beweise dafür das er existiert. Deswegen sehe ich keinen Grund, blind auf Gott zu vertrauen, wie es viele Christen machen.


    Na ja, gibt es einen Beweis, dass er nicht existiert?

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
    (Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)

  • Zitat

    Original von mya-master


    Gibt für mich einfach keinen Grund an ihn zu glauben, reicht dir das nicht? :P


    Ja, klar ist es deine Sache. Ich sag ja nur, dass man nur weil es keinen Beweis für etwas gibt, nicht gleich sagen kann, dass es das nicht gibt

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
    (Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596-1650)

  • Hallo.


    Schon lange wollte ich mich hier äußern, jedoch wollte ich auch nicht irgendetwas erzählen, ohne das Thema gelesen zu haben. Nun habe ich mich dazu aufgerafft dieses Thema (mit einigen Pausen) durchzulesen und bin jetzt in der Lage, Stellung zu nehmen und vermutlich auch das eine oder andere richtig zu stellen. Während des Lesens habe ich mir Notizen gemacht und demenstsprechend versuche ich meinen Beitrag zu strukturieren. Das wird vermutlich nicht ganz sauber aufgehen, da vieles direkt miteinander verbunden ist, aber ich nehme doch an, dass es sonst passen wird. Wie beim Lesen mache ich auch beim Schreiben eines solch langen Beitrages Pausen und dadurch könnte es passieren, dass ich irgendwann eines Strang nicht fortführe - Dann mich bitte per PN informieren.


    Zunächst sollte ich wohl erwähnen, dass ich selbst gläubiger Katholik bin, was sicherlich einen gewissen Einfluss auf meine vermeintliche Objektivität hat...



    Zur Diskussion an sich


    Ich bin geschockt, wie viele hier völlig unbegründete und undifferenzierte Meinungen vertreten. Meinungen, über die sich gewiss irgendwann mal jemand Gedanken gemacht hat, die jedoch einfach adaptiert wurden, ohne sich die Mühe zu machen, sie nachzuvollziehen und zu verstehen. Auch sind hier einige typische Glaubensprobleme vertreten, welche eigentlich problemlos gelöst werden könnten, der Religionsunterricht bzw. vermutlich eher das Mandala-Ausmalen hat hier offensichtlich versagt.


    Gut, ein Wasserpfeifen-Forum ist sicher kein Auffangbecken für die großen Denker unserer Zeit, jedoch zumindest mehr Toleranz hätte ich erwartet.


    Hier sind vor Allem (Ja, ich nenne jetzt Namen) Mehrbaer und Greensmoker zu nennen. Von letzterem habe ich ja bereits in anderen Themen festgestellt, dass mit Fundament und Differenziertheit nicht viel ist, von ersterem hatte ich bisher nichts gelesen, jedoch hat mir das hier gereicht. Ein ganz typisches Muster findet sich: Erst irgendwas behaupten und alles andere verurteilen, dann kurz (und nicht besonders gut) diskutieren und anschließend feststellen, dass man argumentativ vollkommen unterlegen ist, aber sich noch hoch zu Ross, beleidigend und ignorant aus der Diskussion zurückziehen, völlig uneinsichtig natürlich. Schade, dass es dafür (scheinbar) keine Verwarnung oder ähnliches gibt/gab.


    Im Gegenzug gibt es auch Diskutanten (Haha, das Wort habe ich mir gerade ausgedacht, aber es ist korrekt - hab's nachgeguckt^^), die sich hier ausgezeichnet präsentieren. Da möchte ich vor Allem .pl nennen, der sehr tolerant, fundiert und bedacht formulierend diskutiert und argumentiert (hat). Aber von einem bekennenden Agnostiker hätte ich auch nichts anderes erwartet...


    Ferner nervt micht die Art, in der hier teilweise diskutiert wird. Anstatt, dass auf die Beiträge des Gegenübers eingegangen wird, wird entweder nur die eigene Meinung frei jeglichen Kontexts kund getan oder es werden pedantisch Kleinigkeiten hinterfragt, obwohl eigentlich klar ist, was gemeint ist. Sowas ist einer ordentlichen Diskussion völlig hinderlich....


    Auch sagte der eine oder andere, dass er noch genug Zeit habe, sich eine Meinung zu bilden oder gar zu jung sei, um eine zu haben. Aber das ist Unfug, man ist niemals zu jung, sich klarzumachen, was man eigentlich glaubt. Und wenn man ja eh noch genug Zeit hat, dann macht man es ja doch nicht.


    Und diese Diskussion ist auch sicher nicht sinnlos. Es geht hier gar nicht darum, zu einem Ergebnis zu kommen oder die anderen zwingendermaßen zu überzeugen. Dies soll ein Ort des Austauschs sein und die Möglichkeit bieten, den anderen Standpunkt besser zu verstehen.


    So, genug Lob und Tadel. Aber muss ja auch mal sein...



    Glaube und Wissenschaft oder Verständnis der Bibel


    Hier scheint es einen Widerspruch zu geben, widerspricht doch etwa die wissenschaftlich anerkannte Evolutionstheorie den Schöpfungsgeschichten in der Bibel - oder? Nein.


    Hierzu muss man sich ansehen, in welcher Zeit respektive unter welchen Umständen der Inhalt des Alten Testaments entstand: Das kleine Volk der Juden wurde laufend von Ägyptern oder Babyloniern versklavt und die Angehörigen dieses Volkes waren dementsprechend verzweifelt. Der quasi Zweck der (damals noch mündlich überlieferten) Erzählungen war also zunächst, den Juden Mut zu machen. (Naja, so in etwa. Ist schon etwas her, dass ich mich damit das letzte Mal beschäftigt habe)


    Jedenfalls muss man daher immer versuchen, denn Sinn und Zweck der einzelnen Geschichten zu erfassen und verstehen, dass sie keine Wiedergabe authentischer Begebenheiten, sondern Metaphern und Veranschaulichungen sind.


    Und schon stehen Wissenschaft und Religion (Zumindest Christen- und Judentum) in einem völlig anderen Verhältnis. Die Religion erhebt gar keinen Anspruch (mehr s. Religion != Gläubige) darauf in Konkurrenz zur Wissenschaft zu treten und Vorgänge wie die Entstehung des Universums zu erklären. Diese beiden Bereiche gehen Hand in Hand, während die Wissenschaft erklärt, gibt die Religion bzw. der Glaube Werte vor und leitet. Das ist etwas, was die Wissenschaft niemals können wird und auch gar nicht will....



    Religion != Gläubige


    Allzu gerne wird allgemein, und so auch hier, die Gesamtheit der Gläubigen kurzerhand mit der Religion selbst gleichgesetzt. Aber das ist Kokolores. Die Fehler des Christentums, wie Kreuzzüge oder Hexenverbrennung, obliegen nicht in der Religion selbst, sondern den Christen, welche fälschlicherweise glaubten, im Sinne ihrer Religion zu handeln. Beginnt der Mensch nach dem zu handeln, was er für Gottes Wille hält, so gibt es schnell kein Halten mehr...


    Der Mensch ist nicht perfekt und bei weitem nicht fehlerfrei, jedoch darf dieses menschliche Versagen nicht der Religion zu lasten gelegt und kann daher auch nicht als Argument gegen sie gesehen werden.



    Ein Gott - Drei Religionen?


    Mehrfach las ich hier, dass die Ausschreitungen zwischen Angehörigen verschiedener Diskussionen völlig schwachsinnig seien, da sie doch alle an den selben Gott glaubten, ihm nur andere Namen gäben.


    Dem ist aber nicht so. Zwar beziehen sich alle drei monotheistischen Weltreligionen (Judentum, Christentum und Islam) auf Abraham und werden daher auch abrahamitsiche Religionen genannt, jedoch vermitteln sie teils gravierend unterschiedliche Glaubensinhalte und Gottesbilder.


    Im jüdischen Glauben tritt der Herr als Schöpfer, Beschützer, Richter und Helfer auf, der über seiner Schöpfung steht und dessen Willen nicht angezweifelt werden darf/soll.


    Das christliche Gottesbild ist im Prinzip Jesus, durch dessen Opfer Gott mit den Menschen einen neuen Bund schloss. Gott ist Liebe, er ist den Menschen nahe, lässt sich auf sie ein und bietet ihnen die Möglichkeit sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Ferner ist es geprägt von der Trinität (Vater, Jesus und hl. Geist = Ein Gott in drei Formen). In irgendeiner Form ist Gott den Menschen also im Christentum immer nahe, erst durch Jesus und nun durch den heiligen Geist, welcher das Wirken Gottes auf Erden darstellt.


    Im Islam ist Gott ein übermächtiges, antropomorph (= aus Sicht der Menschen) nicht zu begreifendes, am Ende aller Tage über alle Menschen richtendes Wesen. Die Betonung liegt auf seiner Einzigartigkeit, dem kein Wesen (etwa der hl. Geist oder Jesus) auch nur ähnlich ist. Durch 99 Beinamen wird er im Koran, unter Anderem als der Liebende, der Weise oder der Schöpfer beschrieben, jedoch immer nur adjektivisch. Im Koran heißt es Gott ist liebevoll, jedoch nicht Allah ist Liebe, das eigentliche Wesen Allahs bleibt also ein Mysterium.


    Damit wir an den gleichen Gott glauben, sollte vor Allem die Beziehung, die Gott zu den Menschen führt, die gleiche sein. Jedoch ist sie das nicht. Die Folge Christentum - Judentum - Islam beschreibt im Prinzip eine absteigende Nähe zwischen Gott und Mensch.


    Ferner macht das Ablehnen (Leugnen (; ) der Trinität durch Islam und Judentum ein gemeinsames Gottesbild unmöglich. Also bleiben nur noch Judentum und Islam als Anbeter des selben Gottes übrig.


    Neben der unterschiedlichen Nähe und der Problematik des Dschihad (Könnte ich bei Bedarf näher erläutern) ist auch die Auslegung ein Problem. Während es bei den Juden keine Dogmen (also feststehende, unbrechbare Gesetze/Prinzipien) gibt und das Judentum allgemein sehr liberal in der Auslegung ist, wehr im Islam ein ganz anderer, fundamentalistischer Wind.


    Aus diesem Grund glauben die drei monotheistischen Weltreligionen zwar alle an einen Gott, jedoch alle an einen anderen. Keine Verbindung der Welt ist so lang, dass sie derart weit auseinanderliegende Auffassungen verbinden könnte. Ein friedliches Nebeneinander sollte jedoch trotzdem möglich sein...



    Meine eigene Meinung


    Ich glaube an Gott und an die Wahrheit des Christentums. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand nicht daran glaubt, die meisten meiner Freunde zun es auch nicht. Obwohl das Christentum eigentlich missionierend und dies ein Teil des Glaubens ist, versuche ich nicht, sie zu überzeugen.


    Die Existenz lässt sich weder beweisen noch widerlegen. Und das ist auch gut so. Denn Religion hat nichts mit Logik zu tun und es gilt auch gar nicht, eine Sicherheit zu haben. Es ist Glaube. Und dieser ist nicht unbegründet, schließlich gibt es massenhaft Dinge, die man wissenschaftlich nicht erklären kann (etwa Wunder), die aber dennoch existent sind.


    Und wo liegt der Nachteil, wenn man an einen Gott glaubt, selbst wenn es ihn nicht gibt? Ich sehe keinen und die ethischen Prinzipien des Christentums sind in unserer Gesellschaft und unserer Verfassung sowieso verankert.


    Praktisch macht es also gar keinen großen Unterschied, jedoch ich persönlich fühle mich viel wohler bei dem Gedanken daran, dass dieses ganze Leben nicht zufällig entstanden und nach dem Tod nicht einfach alles vorbei ist. Und ich empfinde es auch nicht so, als ob ich mir das einrede, damit ich mich wohler fühle, sondern ich glaube es wirklich...



    Gruß,
    Wuacca

  • Zitat

    Original von WuaccaWuacca


    Praktisch macht es also gar keinen großen Unterschied, jedoch ich persönlich fühle mich viel wohler bei dem Gedanken daran, dass dieses ganze Leben nicht zufällig entstanden und nach dem Tod nicht einfach alles vorbei ist.


    Empfinde genau dies als Schwäche, als Hilfegesuch an Unerklärbares, als Festklammern an etwas, dass der Wahrheit so weit entfert ist wie das Licht von der Dunkelheit. Meine Meinung :)

    Moderating since 2005.



    Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.
    Johann Wolfgang von Goethe
    28.08.1749 - 22.03.1832
    dt. Schriftsteller

  • Aber es ist keine Schwäche. Ich habe ja auch erklärt, dass ich mir das nicht deshalb einrede.


    Es ist so, wie man auch glauben könnte, dass die Rechtsradikalen irgendwann die Macht wieder übernehmen. Daran glaube ich nicht und fühle mich mit dem Gedanken auch wohler, als wenn ich daran glauben würde, aber darum ist es noch lange keine Schwäche und auch kein Verschließen vor der Wirklichkeit...

  • Zitat

    Original von WuaccaWuacca
    Aber es ist keine Schwäche. Ich habe ja auch erklärt, dass ich mir das nicht deshalb einrede.


    Es ist so, wie man auch glauben könnte, dass die Rechtsradikalen irgendwann die Macht wieder übernehmen. Daran glaube ich nicht und fühle mich mit dem Gedanken auch wohler, als wenn ich daran glauben würde, aber darum ist es noch lange keine Schwäche und auch kein Verschließen vor der Wirklichkeit...


    In meinen Augen ist es das aber :)
    Da kannst du sagen was du willst ;)

    Moderating since 2005.



    Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.
    Johann Wolfgang von Goethe
    28.08.1749 - 22.03.1832
    dt. Schriftsteller

  • Das kann man auf gar keinen Fall so miteinander vergleichen! Schon die Dimensionen des Glaubens an einen Gott und die des Glaubens an eine Machtposition der Rechtsradikalen sind ganz unterschiedliche.


    Der (religiöse) Glaube ist auch etwas ganz persönliches, etwas, das man auf sich, sein Leben und seine Umwelt bezieht - z.B. das "Leben nach dem Tod" (-.-)
    Glaube geschieht nicht nur im hier und jetzt, ist weder örtlich noch zeitlich begrenzt.
    Glaube kann einem Hilfe geben und Hoffnung.


    Allerdings bin ich ungefähr der gleichen Meinung wie Varg. Es ist schwach, sich auf etwas so unplausibles und weltfremdes zu stützen. Man sollte nicht auf so einen Schwachsinn wie das "Leben nach dem Tod" hoffen, sondern hier und jetzt leben.
    Es gibt auch keinen allgemeinen Sinn des Lebens...
    Wenn man schon an etwas glaubt, dann sollte es etwas sein, was man mit den Sinnen wahrnehmen kann. Ich glaube, dass die Welt so ist, wie ich sie wahrnehme. Mehr nicht.