Mir ist keine Gegend auf der Welt bekannt, in denen deutsche wie hier beispielsweise die Türken ganze Stadtteile förmlich besetzen und Kriminalität und nur die eigene Sprache an der Tagesordnung stehen.
Gut, dass sich die türkischen Gastarbeiter früher nur in bestimmten Bezirken ansiedeln durften. Da haben die Leute natürlich selber schuld, und nicht die verfehlte Politik.
Ich kann jedem empfehlen, der Migranten und nicht die Armut für die Probleme in unserem Land verantwortliche macht, mal in eine Stadt zu gehen, die wenig Ausländer hat. Da gibts in Ostdeutschland ne Menge von. Geht mal in ein heruntergekommenes Plattenbauviertel eurer Wahl und schaut euch die Probleme an, die die Leute dort haben. Das sind haargenau die gleichen, die hier angesprochen werden. Nur, dass die Übeltäter keine Türken oder wasweißichwas sind, sondern Deutsche - eben weils dort fast nur Deutsche gibt.
Ich habe in meinem Studium mal den Zusammenhang zwischen Armut und Kriminalität für Berlin untersucht. Das Ergebnis war, dass mit stiegender Armut und Urbanität die Krininalitätsrate steigt. Unabhängig vom Ausländeranteil.
Ich halte es für unverantwortlich, wenn Minderheiten für gesellschaftliche Probleme den Kopf hinhalten müssen. Jetzt fangen wir sogar schon an Menschengruppen nach ihrer Wirtschaftlichkeit aufzuwiegen und tun so als ob das ganz normal wäre. Das ist wie früher, als man Menschen nach ihrer Stellung in der Religion bewertet hat. Damals hat man die Leute auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Besser geworden ist davon aber auch nichts. Aber wozu Probleme angehen, wenn es auch so geht?
Klar mag das damit zusammenhängen, dass wir hier einen relativen hohen Lebensstandard besitzen, jedoch ist der Grund hier herzukommen, um der Ungust des eigenen Landes zu entkommen, noch lange nicht genug, um sich dann hier auf die Couch zu legen und einmal im Monat zum Arbeitsamt zu wackeln und die Deutschen zu verfluchen.
Klischee ahoi!
Ich habe, was das ganze Sarrazin-Gedöns angeht erst einen Menschen getroffen, der das Buch gelesen hat und sachlich darüber berichten konnte. Mir scheint die ganze Debatte viel zu hitzig und ich glaube auch nicht, dass es dabei um konkrete Besserungen in der Integrationspolitik geht. Es geht eher darum, dass man die ganzen Ausländer ja sowieso noch nie leiden konnte und jetzt nur ein Buch gekommen ist, mit dem man auf dieses eigentlich empfindliche Thema nochmal so richtig draufhauen kann. Eine andere Erfahrung konnte ich leider bis jetzt noch nicht machen.
Schön wärs, wenn man das Leuten überlassen würde, die etwas von ihrem Fach verstehen: ![]()