Also ich hatte in meinem Leben viele größere und kleinere Wasserpfeifen geraucht. Die Größe ist m.E. keinesfalls entscheidend. Es ist eine sehr, sehr schöne Pfeife, wie ich finde und die Rauchentwicklung ist tadellos. Du brauchst natürlich eine etwas höhere Stellfläche, aber ansonsten ist da nichts, was man kritisieren könnte. Ich möchte diese Pfeife nicht mehr missen.
Beiträge von RexPaimon
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Hallo! Mich würde hierzu mal eine begründete Ansicht interessieren. Einige lehnen das Zeug ja wegen Atmosphäre und das ganze Blabla ab- mich würde aber interessieren: funktioniert es? Wie ist die Rauchentwicklung? Gibt es geschmackliche Beeinträchtigung? Wäre mal schön, wenn das jemand schreiben könnte.
Liebe Grüße,
Rex -
Hurz:
Ähem, nee *grinst*. Das Belohnungszentrum wird auf verschiedene Arten, durch verschiedene Aktionen stimuliert (darunter zählt u.a. der Konsum jeglicher Drogen, aber vor allem Dinge, die man selbst positiv bewertet). Von der Folge daraus (Glücksgefühl, Dopaminausschüttung, etc.) kann man natürlich auf eine gewisse Weise "abhängig" werden- obwohl das Wort sehr unstimmig ist. Viel eher möchte man dieses Gefühl wieder haben, wie es bei allen guten Dingen der Fall ist. Sogesehen müsstest Du genau das jemandem, der gerne Sex hat, unter die Nase reiben und ihm der Sucht bezichtigen.
Du kannst also diese Ausschüttung durch allerhand anderer Dinge beeinflussen, so Du denn auch andere Interessen hast, außer Rauchen. Zwar wirst Du mir wieder mit dem sog. "Suchtgedächtnis" kommen, aber wenn man auf andere Dinge zurück greift, die ähnliche Wirkung auf dieses Hirnzentrum hat, geht diese Sucht in der kognitiven Erinnerung immer weiter unter. Es ist also kein Problem damit aufzuhören und auch das Belohnungszentrum macht Dir keine Probleme.
Sogesehen kann man sogar sagen, dass Sucht etwas Positives ist. Sei es nun die Sucht nach Atmosphäre, nach einem gepflegtem Abendessen, nach Sex und nach ähnlichen Dingen. Problematisch wird sie erst dann, wenn der "Suchtindikator" für den Organismus schädlich ist- wie beim Rauchen. Aus dem Grunde lässt sich auch sagen, dass die meisten Kettenraucher langweilige und, vor allem, sich langweilende Menschen sind, da sie keine andere Beschäftigung finden, um sich diesen natürlichen Kick zu holen. Sehr bedauerlich, aber nicht mein Problem. Und schon gar nicht Grund genug, das Rauchen an sich zu verdammen und durch die Gegend zu brüllen, dass alles nur bösartige Raucherausreden sind. -
Ich muss gerade etwas über Deine Antwort grinsen, Hurz. Du hast Recht, der Dopamin-Spiegel erhöht sich. Aber selbstverständlich wird der Dopamin-Spiegel sich nach 45 Minuten wieder normalisieren (bei ganz starken Rauchern also spätestens nachts). Wäre der Dopamin-Spiegel dauerhaft (mehr als 2-3 Tage) erhöht, würdest Du die meisten Raucher in der Psychiatrie besuchen dürfen.
Dopamin erzeugt zwar richtigerweise Glücksgefühle; eine Abhängigkeit ist dann aber eher psychisch, da man diese Glücksgefühle vermisst. Aber der Körper wird niemals dadurch einen Dopamin-Mangel aufweisen, da der Spiegel sich erhöht und wieder normalisiert.
Also sind wir wieder auf der psychischen Schiene. -
Auch wenn ich ein Newbie bin, möchte ich dazu mal etwas sagen (auch über mich selbst- mehr oder weniger).
Erst einmal; Shisha wird (i.d.R.) mit Tabak benutzt. Im Tabak ist Nikotin enthalten und andere schädliche Stoffe (Aromaten, Arsen, etc.). Ich bin geneigt, das weitverbreitete Kohlenmonoxid-Märchen nicht zu glauben, weil (aus chemischer Sicht) Kohlenmonoxid erst durch Verbrennung und nicht durch bloße Erhitzung entsteht. Sollte dem trotzdem so sein (aufgrund der Kohle), so ist der Anteil aber geringer als bei Zigaretten, Zigarren und Pfeifen.
Die Abhängigkeit von Nikotin hält (wie schon mal erwähnt) 2-3 Tage an. Das Problem ist, dass die meisten exzessiven Raucher niemals so lange Pause machen würden. Danach muss jeder selbst wissen, was er daraus macht. Jedes Verhalten nach diesem Rahmen ist nicht auf Nikotinsucht abzuwälzen, sondern besteht aus rein psychischer Sucht. Man weiß, dass das was man tut gesundheitsschädlich ist und muss sich eben überlegen, ob man das tut oder nicht. Dabei ist natürlich jemand, der einmal in der Woche seine Shisha genießt, keinesfalls derartig gefährdet, wie ein starker Raucher. Man kann durchaus sagen, dass dies ein Risiko ist dass man eingeht- genauso wie das Alkoholtrinken.
Sucht entsteht i.d.R. durch Alltäglichkeit. Du begehrst das, was Du alltäglich bekommst und es fehlt Dir, wenn Du es nicht mehr bekommst. Dies wird aber erst dann problematisch, wenn es exzessiv betrieben wird. Man kann also durchaus mal einige Monate nicht rauchen. Es würde einem anfangs fehlen, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und nach einem Monat ist es gut so.
Irgendwie scheint mir da Hurz in seiner Ansicht ein bißchen radikal. Es ähnelt dem, was militante Nichtraucher oftmals von sich geben, wenn er hier von "typischen Raucherausreden" spricht. Faktum ist nun mal, dass eine Wasserpfeife zur Atmosphäre beiträgt. Es ist sehr nett, einen Abend mit Freunden zu verbringen und dabei zu rauchen. Das ist keine "typische Raucherausrede", man sagt ja auch niemanden, der gerne am Wochenende seinen Bekannten ein Steak auftischt, die Atmosphäre des Essens sei eine "typische Freßsüchtigen-Ausrede". Genausowenig wird niemand einem Gourmet, der zum Essen einen Wein trinkt, sagen, er würde sich mit der angenehmen Atmosphäre beim Essen nur aus seiner Trinksucht herausreden. Es ist blödsinnig. "Sucht" definiert sich doch durch ein schädliches Verhalten, das auf Dauer zu Zwang führt und exzessiv betrieben wird. Das Maß ist das Wichtigste.
Zu meiner Person; ich habe mehrere Jahre sehr viel geraucht (Zigarren und Pfeife). Als ich das erste Mal Wasserpfeife geraucht habe, war ich hin und weg. Ich habe das Rauchen richtig genossen. Da war nichts mit Sucht oder dergleichen, es war einfach ein Genuss. Etwas Schönes. Kein zwanghaftes Rauchen. Nach und nach habe ich den Konsum anderer Tabakprodukte gemindert und es ging mir auch körperlich besser. Mittlerweile rauche ich höchstens viermal im Monat (rein nach Bedarf) während ich arbeite (ich bin als Schriftsteller tätig) meine Shisha, insbesondere dann, wenn sich ein Projekt dem Ende entgegen neigt und ich stolz auf mich bin. Es ist Genuss. Es ist etwas besonderes. Von Sucht ist keine Spur mehr. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt, wenn ich 6 Wochen nicht rauche.
Auch Shisharauchen kann man zur Sucht machen, ganz klar. Aber ich denke es ist die einzige Form des Rauchens, bei der man gute Chancen hat, es nicht so weit kommen zu lassen. Was man daraus macht ist jedem selbst überlassen. Zwanghaftes Rauchen hat nichts mit Genuss zu tun, sondern ist einfach lästig. Aber das hängt ganz von der persönlichen Einstellung ab.