Original von treason
Das das Auto nun gestohlen wurde, ist schade, kann aber auch in Deutschland passieren.
Welche kosten entstanden durch die Aktion? Den Wagen gab es eh und er ist der Ministerin zur alleinigen Überlassung zugestanden, wäre also nicht anders verwendet worden, der Fahrer ist auch festangestellt und vermutlich ebenfalls aus dem Kabinettspool und der Ministerin wohl auch fest zugeteilt.
Mehrkosten die durch die Verwendung enstanden sind, sind also lediglich die An- und Abreise, sprich Sprit etc. Ich lach mich tot.
Hinzu kommt, dass die Ministerin dort offizielle Termine in ihrer Funktion als Bundesministerin wahrnahm. Soll sie da in einem unklimatisierten Kadett hinfahren?
Auch sind die Fahrzeuge des Kabinetts in der Regel besonders gesichert - und das zu Recht. Allein schon der Sicherheitsgewinn durch die Verwendung eines bekannten Fahrzeugs und eines vertrauten, besonders geschulten Fahrers, ist enorm.. Über die Notwendigkeit gesicherte Satellitentelefonate zu führen, will ich gar nicht erst sprechen.. Frau Schmidt gehört, anders als die schwachsinnigen Bekundungen in der Presse, sehr wohl zu den besonders exponierten Kabinettsmitgliedern. Sie hat einen weit größeren Sicherheitsapparatt als andere Minister und bekommt etwa auch deutlich überdurchschnittlich viele Morddrohungen und Angriffe.. Was leider traditionell mit der emotionalisierten Position des Gesundheitsministers zu tun hat.
Von daher kann ich überhaupt nichts an dem Verhalten der Ministerin beanstanden. Billigster Wahlkampf. Die Tatsache, dass sie den Vorteil der privat Nutzung gesondert bucht und selbst versteuert, lässt sie viel mehr vorbildlich erscheinen.
edit:
Was sich hier entlädt, ist vor allem die "geschundene Volkseele", der "Zorn auf die Bonzen da oben" .. Aber Maßlosigkeit hier zu erkennen, finde ich unsinnig. Es gab Minister, die sich eigens ein Bundeswehrflugzeug kommen ließen.. Das ist Verschwendung. Das aber Minister, die gut und gerne 80 Stunden die Woche arbeiten (das tut, wie ich euch versprechen kann, Frau Schmidt tatsächlich), nicht selber fahren müssen und keine Schrottkarren zugeteilt bekommen, ist völlig richtig. Nicht nur müssen sie mit diesen Wagen das Land repräsentieren.. Sie arbeiten schlicht und ergreifend auch während der Fahrt.