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1

Mittwoch, 26. August 2015, 13:28

Das Ansprechverhalten der Shisha - eine kleine Übersicht

Einige von euch (wahrscheinlich jeder, der auch nur ein
geringstes Interesse für das Thema hegt), werden den Thread "Shisha -
Direkter Zug" gelesen oder zumindest überflogen haben. In diesem wollte
ich wissen, wie sich denn ein direktes bzw. indirektes Rauchverhalten äussert,
welche Faktoren dabei eine Rolle spielen und letzten Endes ob sich überhaupt
ein Geschmacksunterschied feststellen lässt. Ich war überrascht wie schnell der
Thread aufgegriffen wurde. Innerhalb kürzester Zeit bekam ich Antworten von einer
Qualität, wie ich sie mir nur wünschen konnte. Besonderer Dank gebührt hierbei
den Membern Dr. Bunsen Honeydew, reallyextreme und Pinky (unter anderem auch
für die Videos die mir den Anstoss zu diesem Thread gegeben haben) und Lord
Ater.

Der Sinn dieses Threads ist es, all die Infos die in oben genanntem Thread vorkommen
auf eine überschaubare Art und Weise hier niederzuschreiben, damit jeder, der
sich bezüglich dieses Themas schlau machen will, nicht zig Videos anschauen
oder sich durch etliche Threads in diversen Foren wühlen muss.


So nun ans Eingemachte!

Viele die mit dem Shisha rauchen anfangen, interessieren sich anfangs nur
für eins: Dicke Wolken. Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn auch sehr angetan
war von einer super Rauchentwicklung, auch wenn da der Geschmack flöten ging.
Am besten ging das natürlich mit "Edeltabak" (Starbuzz, Social Smoke,
Fantasia, türk. Serbetli etc.) Noch besser funktionierte das Ganze mit einer Shisha, die keinen Widerstand beim
Rauchen, ergo, ein hohes Durchzugsvermögen hatte. So wird viel Luft mit dem
Rauch mitgezogen, wieder nicht gut für den Geschmack. Die Kohlen werden stark
mit Sauerstoff versorgt, wodurch sie episodenweise sehr stark erhitzt werden
und so in kurzer Zeit viel Tabak verschwelt werden kann, wobei der entstandene
Rauch gleichzeitig mit der mitgezogenen Luft "verdünnt" wird.

Jetzt sind wir also bei der Shisha:

Grosse Durchmesser sorgen dafür, dass die „Zuggewalt“ nicht
eingeschränkt wird. Jedoch muss auch eine bestimmte Kraft aufgewendet werden,
bis die Shisha blubbert. Dies wird Ansprechverhalten
genannt. Das Nr.1 Argument für moderne Shishas, nämlich ihr Durchzugsvermögen,
wird gleichzeitig zu deren Achillessehne, denn: Ein hohes Durchzugsvermögen
setzt grosse Durchmesser voraus, welche in einem grossen Innenvolumen
resultieren. Dadurch muss logischerweise mit mehr Kraft gezogen werden,
damit die Luft die Bowl erreicht. Die Shisha reagiert sehr träge, anders
ausgedrückt indirekt. Dies macht die
modernen Shishas in meinen Augen extrem unflexibel, da damit nur auf eine Art
geraucht werden kann. Ein gechillter Raucher der gerne mal an seiner Shisha
pafft anstatt wie ein schwarzes Loch zu saugen kommt hier absolut nicht auf
seine Kosten. Anscheinend hat es aber genug Raucher der Sorte Staubsauger, da
solche Shishas sich nach wie vor vermehren wie die Karnickel.


Nun zu den traditionellen Pfeifen:

Natürlich ist es, je nach Stil, sehr unterschiedlich. Ich
sage bewusst Stil, weil das Herkunftsland heute nicht mehr eine sehr grosse
Rolle spielt. In Syrien können ägyptische Pfeifen hergestellt werden und
umgekehrt. Ägyptische Pfeifen tendieren dazu, grössere Durchmesser zu haben als
bspw. Syrische. Bei KM hat findet sich häufig ein Durchmesser von ca. 1,5 cm,
bei Farida/Tariq etwa 1.3 cm und bei syrischen teils sogar unter 1 cm.
Türkische Pfeifen liegen bei etwa 1 cm.

Jetzt ist aber nicht nur der Durchmesser wichtig, sondern
auch das Kammersystem. Traditionelle
ägyptische, syrische und auch tunesische (wobei ich mich bei denen eher
schlecht auskenne) Pfeifen verfügen über ein traditional/closed Chamber System. Türkische Shishas haben ein common/open Chamber System, die
Ausnahme bildet hier Hersteller El Nefes. Der Vorteil von closed Chamber ist,
dass die Pfeife sich sehr viel besser ausblasen lässt, da das Ventil direkt mit
einem Röhrchen an die Rauchkammer angeschlossen ist, zudem verringert closed
Chamber auch das Gesamtvolumen, was das Ansprechverhalten verbessert, ausserdem
lässt es sich am besten Reinigen. Hierzu noch ein Bild, welches man immer mal
sieht, wenn man sich in Threads über dieses Thema befindet.



common/open Chamber:

Spoiler Spoiler



traditional/closed Chamber:

Spoiler Spoiler



Pauschalisiert lässt sich also sagen, je geringer der Durchmesser des Rauchrohrs,
desto direkter ist das
Ansprechverhalten, da das Innenvolumen geringer
ist.

Wenn man sich mal mit dem Faktor Innenvolumen beschäftigt
hat, erscheinen plötzlich neue Optionen. So kann man mit einem Glas, das unten am breitesten ist und nach oben hin schmaler wird (UFO/Genie/TrumpetBowl) das Volumen der Rauchkammer
nochmals um einges verringern, so erreicht man, dass das Rauchen
nochmals ein gutes Stück direkter wird. Man kann natürlich auch bei den üblichen Gläsern den Wasserstand soweit erhöhen, dass das Wasser beim Blubben den Schlauchanschluss gerade noch nicht erreicht, es gibt auch ein Tutorial dazu, Tauchrohre zu kürzen um so einen hohen Wasserstand zu erreichen ohne dass das Tauchrohr 6cm im Wasser hängt, darauf gehe ich jetzt aber nicht tiefergehend ein. Am effektivsten sind die oben genannten Bowls.

Ich kann nach verschiedenen Versuchen bestätigen, dass ein
direktes Ansprechverhalten dem Geschmack zuträglich ist, dazu muss man nicht mal
einen direkten Vergleich haben. Ich hab das getestet, indem ich denselben Tabak
im selben Setup bei ungefähr gleichen Wetterbedinungen geraucht habe, nur halt
in verschiedenen Shishas. Zudem ist für mich das Rauchen so wesentlich angenehmer, da
man gemütlich Paffen kann und trotzdem eine schöne Rauchentwicklung hat, bei
optimalem Geschmack.

Natürlich ist es jedem selbst überlassen, was denn seine
Präferenzen sind. Ich kenne genug Leute, denen habe ich diese Unterschiede
gleich zeigen können und die wollten halt trotzdem nichts von traditionellen
Pfeifen und Ansprechverhalten wissen. Das respektiere ich, jeder soll das tun
was er am meisten geniessen kann. Dieser Thread soll lediglich jedem eine
Stütze bieten, der vielleicht nicht gerade die Möglichkeit hat, solch eine
Pfeife testen zu gehen und auch nicht einfach was draufloskaufen will. Ohne die
Erfahrung gemacht zu haben, ist es schwierig, sich diese Unterschiede
vorzustellen. Mein Ziel ist es, mit diesen Informationen hier euch eine andere
Perspektive zu zeigen, damit Ihr bei einer grösseren Auswahl entscheiden könnt
was euch mehr zusagt.


Ich hoffe der Text hat euch nicht gelangweilt, Kritik ist immer erwünscht
und wenn ihr was seht, das einer Korrektur bedarf oder noch Anstösse habt, um
den Text zu erweitern dann scheut euch nicht mir zu schreiben oder es in den
Thread zu stellen :) :)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »oldsmoker« (9. Mai 2017, 22:54)


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Mittwoch, 26. August 2015, 13:33

Super. Hast dir ja echt mühe gegeben.


Das Ansprechverhalten lässt sich aber auch durch einen niedrigeren bzw. höheren Wasserstand beeinflussen.

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Mittwoch, 26. August 2015, 13:42

Wurde hinzugefügt, thanks :)!

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Mittwoch, 26. August 2015, 14:47

Schön, das hier mal jemand so frei ist , sich Mühe gibt und eine Abhandlung zu diesem doch
immer wieder wiederholten Thema verfasst und damit etwas Klarheit und Aufklärung
liefert .

Gerade in der heutigen Zeit , wo immer mehr Shiha-User zu traditionellen und geschlosseneren Pfeifen greifen ,
ist das mMn eine grosse Hilfe zur Kaufentscheidung .

Da ich selbst ein Freund dieser Pfeifen bin , was hier ja wohl mitlerweile auch bekannt sein dürfte ,
ist das eine schöne Entlastung für mich , da diese Art Pfeifen zur Zeit ja komischerweise erst jetzt hier
so beliebt werden , frühe rwollte niemand was davon wissen .

Natürlich liegt es auch am Marktgeschehen selber , diese Art Pfeifen sind normalerweise rar und schwer zu kriegen ,
Julyano hat als langjähriger Freund syrischer Pfeifen endlich mal die Initiative ergriffen , selbst sowas herstellen zu lassen ,
was mMn einen positiven , neuen Wind in die doch etwas träge , deutsche Shishalandschaft bringt .

Aber auch Modelle aus Tunesien gehen den selben Weg , wenn ihr also dort mal Urlaub macht , unbedingt mal so eine Pfeife testen ,
mMn ist das ein komplett anderes Rauchgefühl , woran man sich sehr leicht gewöhnen kann .

Der Umfang und die Qualität ist mMn soger einen Sticky wert , tolle Sache ! :thumbup:

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Mittwoch, 26. August 2015, 14:57

Super und danke für die Mühe :thumbup:
Jetzt kann ich in den Kaufberatugnsthreads auf diesen hier verweisen, falls jemand den Unterschied zwischen modernen und traditionellen Pfeifen wissen möchte.
Manche Leute kaufen Dinge, die sie nicht brauchen,
von Geld, das sie nicht haben,
um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen!

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Sonntag, 17. Januar 2016, 20:13

Du hast das super Geschrieben!
Ich besitze zwei moderne und eine Khalebbo (syrische).
Es ist exakt so wie du beschrieben hast! :thumbup:

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 00:41

Je länger ich von Khalebbo lese desto mehr will ich auch eine, zumal sie traumhaft schöne Modelle in Petto haben. Mein armes Studiportemonnaie ;( Ich muss aber ganz ehrlich sagen, meine kleine Dabes zieht sich hammermässig, ist halt nur wenig feeling dabei.Da sieht man, das dicke Tauchrohr geht bei dem Minivolumen :D

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 07:23

Sauber geschrieben, muss man dir lassen.

Sticky !


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Hier wird Ihnen geholfen

Bedanken nicht vergessen !

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 09:30

Ich muss den Ergebnissen des Beitrags leider widersprechen :|

Die Durchmesser unterstützen das Ansprechverhalten zwar (siehe Strömungslehre Bernoulli) aber eher geringfügig, weil:

Angenommen man hat große Durchmesser, aber trotzdem ein geringes Rauchvolumen in der Bowl dadurch, dass das Tauchrohr gekürzt wurde (wie es einige mit ihren Predators, Armageddon etc machen) - schon hast du einen super Anzug/Ansprechverhalten trotz gewaltigen Durchmessern. Selbst schon mit meiner Kinimod damals (Jaja, die Pseudoluxusshishaharamphase) gemacht.

Angenommen man hat kleine Durchmesser, egal ob syrisch oder türkisch, aber beispielsweise ein langes Tauchrohr, schon ziehst du wieder kräftiger. Je größer die Bowl und je länger das Tauchrohr desto schlimmer, weshalb El Nefes beispielsweise einen für mich echt beschissenen Anzug hat mit ihren 50cm Tauchrohren und Jumbo Bowls, daher Kürz-Pflicht :D

Das Volumen bzw der Abstand vom Schlauchanschluss zur Wasseroberfläche ist wesentlich entscheidender.

Und NUR mehr Wasser reinmachen verringert zwar das Volumen und macht die Pfeife direkter, aber dennoch musst du nun stärker daran ziehen weil du unterwegs mehr Wasser in Bewegung setzen musst.
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Zitat von »Mr.Gampert«

Wenn man sein Hobby halbwegs ernst nimmt, dann raucht man nicht mit Tonkopf und Kamin.. Dann macht man sich schlau und probiert rum und lernt [...] Dennoch ist es sehr sehr schade, dass nur wenige Menschen bereit sind über den Tellerrand zu blicken

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SefyuTR« (20. Januar 2016, 10:00)


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Mittwoch, 20. Januar 2016, 13:29

Danke für den Beitrag Muzi! Ich mach mir eher wenig daraus, von Theorie zu schreiben ohne getestet zu haben. Für mich sind diese Unterschiede nicht geringfügiger Natur, ich konnte bei side by side Tests einen erheblichen Unterschied feststellen. Vielleicht auch ein wenig Placebo, da ich es erwartet habe? Kann ja alles sein, besser geschmeckt hats auf alle Fälle bestimmt :D Eventuell werde ich das mal mit meiner Tariq testen, da ich mit ihrem Rauchverhalten nicht so zufrieden bin wie mit meiner Solid oder den Kahvecis, ich werde dann berichten :)

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Mittwoch, 20. Januar 2016, 15:42

Gerne :) Es kann halt nur falsche Tatsachen schnell verbreiten wenn da fettgeschriebene Sätze stehen wie

Zitat

Ein hohes Durchzugsvermögen setzt grosse Durchmesser voraus, welche in einem grossen Innenvolumen resultieren.
Pauschalisiert lässt sich also sagen, je geringer der Durchmesser des Rauchrohrs, desto direkter ist das Ansprechverhalten, da das Innenvolumen geringer ist.

Weil das eine nicht automatisch das andere bedeutet weisch.

Wie gesagt türkische beispielsweise, kleine Durchmesser aber langes Tauchrohr, Anzug Kacke.
Egeglas riesen Durchmesser, aber kurzes Tauchrohr und winzige Bowl, Anzug heftiger als syrische Pfeifen.
Ebenso beispielsweise Armageddon, große Durchmesser, riesen Bowl aber kurzes Tauchrohr (auseinandergeschraubt), trotzdem guter Anzug.

Und so weiter und so fort... Klar macht krasser Anzug kombiniert mit starkem Durchzug wie vorhin aufgeführt überhaupt keinen Spaß, ich vergöttere meine syrischen Halunken :D Aber es ist alles nur wegen der Tauchrohrlänge und somit die Auswirkungen des Volumens bzw halt wie erwähnt des Abstands von Schlauchanschluss zur Wasseroberfläche. Diese Länge macht einen viel viel viel viel viel höheren Anteil aus als die Durchmesser :)

Anbei ne Grafik um es verständlich zu machen, die Durchmesser machen vielleicht 10-20% des Anzugs/Ansprechverhaltens aus :)

http://abload.de/img/tauchrohr0ikwx.jpg
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Zitat von »Mr.Gampert«

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Donnerstag, 21. Januar 2016, 11:10

Kommt halt immer auf die Pfeife drauf an :D
Meine Armour, PNX 480 und die Sultan Kolonial mit gekürztem Tauchrohr, haben eigentlich alle einen identischen Anzug. Die MIG und die Kaya dazu noch einen geilen Durchzug.

Also kommt eher nicht auf die Innendurchmesser drauf an.

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Montag, 3. Oktober 2016, 16:08

Kleiner Nachtrag, da ich den Post oben irgendwie nicht mehr bearbeiten kann.

Ich hab das mit dem Tauchrohr kürzen an meiner grossen Kahveci ausprobiert. Ich kann bestätigen, dass die Länge des Tauchrohrs einen nicht unerheblichen Beitrag zum Ansprechverhalten beisteuert. Ich konnte so den Wasserstand bis zum Hals meines Glases erhöhen, wodurch das Volumen der "Rauchkammer" nochmals um einiges verringert wurde. Zudem muss der Rauch einen noch kürzeren weg zurücklegen.

Ein Freund von mir mit einer Amy Zuri und einem Ersatztauchrohr hat das auch ausprobiert. Zwar wurde die Pfeife direkter, trotzdem konnte man (vielleicht bin ich auch nur unfähig :D ) den Zug nicht so bestimmen wie mans gerne hätte. Die Pfeife springt zwar schnell an aber die Lunge ist sofort wieder gefüllt und die Aromen kamen auch nicht konzentrierter an. Man zieht halt immer noch zu viel Luft mit.

Für gemütliche Paffer die eine Pfeife mit nicht allzugrossem Durchmesser haben ist dieses Verfahren jedoch sehr zu empfehlen, zumal man mit sehr wenig Aufwand sehr schnelle Ergebnisse hat.

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Dienstag, 4. Oktober 2016, 15:08

Auf die Gefahr wieder anzuecken... Aber was hier oft als "Anzug" oder "Ansprechverhalten" bezeichnet wird, ist imho nur die Menge Wasser, die du aus dem Rohr "saugen" musst (bzw. der Unterdruck, den man dazu aufbringen muss) bevor die Pfeife zu blubbern anfängt.

Meiner Meinung nach spielt da also nur der Durchmesser des Tauchrohrs und der Wasserstand, bzw die Strecke, die das Rohr ins Wasser ragt, eine Rolle.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen oder logisch begründen, in wie fern das Luftvolumen in der Bowl das beeinflussen sollte.

Gruß Kei

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Mittwoch, 5. Oktober 2016, 17:46

Anecken kann bei mir niemand wenns um etwas triviales wie der Genuss einer Pfeife geht :D

Aber on-topic: Ich bin natürlich nicht Experte in Physik, ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten und dabei so objektiv bleiben wie es halt geht ohne Zahlen auf Papier. Du hast recht, dass es einen Unterdruck braucht damit die Pfeife blubbert, das machen wir, indem wir an der Pfeife saugen. Jetzt folgt gefährliches Halbwissen, also nicht schlagen wenn was nicht stimmt :ugly: Wir saugen am Schlauch, entziehen dem Glas also Luft. Weil die Umgebungsluft jetzt mehr Dichte hat, strömt sie in die Shisha rein um den Druck auszugleichen. Ich hoffe du stimmst mir zu wenn ich sage, dass es bei weniger Luftvolumen im Glas eines geringeren Aufwandes bedarf, um einen Unterdruck zu erzeugen.

Jetzt ist halt das Problem, dass wenn man einfach den Wasserstand erhöht, man mehr Wasser in Bewegung setzen muss. Das resultiert darin, dass man stärker ziehen muss, wie Muzi gesagt hat. Da macht eben Tauchrohr kürzen Sinn. Zudem konnte ich z.T. den Wasserstand nicht mehr erhöhen, ohne dass ich Wasser in den Schlauch gezogen habe, da ich soviel Wasser bewegen musste.

Der Durchmesser des Rauchrohrs ist für mich nach wie vor essenziell was Ansprechverhalten anbelangt. Ansprechverhalten ist für mich nicht nur die Kraft die ich Anwenden muss, bis die Pfeife blubbert, sondern auch, dass ich die Stärke des Zuges bzw. die Strömungsgeschwindigkeit besser bestimmen kann. Muzi hat die Strömungslehre genannt, guter Anhaltspunkt. Daraus abgeleitet gilt, dass bei einem dicken und bei einem dünnen Rauchrohr und der gleichen Zugkraft zwar die gleiche Menge an Volumen bewegt wird, aber nicht gleich schnell. Eine Durchzugspfeife ist was also die "Rauchbewegung" anbelangt bei gleicher Zugkraft träger als eine dünnrohrige Pfeife. Der Rauch bei einer syrischen Pfeife bspw. kommt daher theoretisch "frischer" an.

Das ist das typische "ich-zieh-ja-kaum-aber-es-blubbert-wie-Sau" Phänomen das viele Leute beobachten dürfen wenn sie das erste mal eine Syrische rauchen :rofl:

Dafür spürt man halt, dass man eingeschränkt ist wenn man mal sehr stark
ziehen will, bei modernen Pfeifen fühlt sich dass dann eher wie atmen
an. Durch den brachialen Durchzug kann man also mehr Volumen fördern als bei eingeschränktem Durchzug.

Und genau hier machen grosse Durchmesser für mich persönlich wenig Sinn. Denn ab einer bestimmten Luftzufuhr werden die Kohlen einfach so heiss, dass der Tabak verbrennt anstatt Aromen abzugeben und schön zu verschwelen. Wenn ich jetzt Freunde bei mir habe, dann muss ich nicht Angst haben, dass mir jemand wie ein Pferd zieht und den ganzen Tabak verkokelt, da das meine Pfeifen gar nicht erst zulassen.

Aber ich verstehe es auch, wenn jemand das Gefühl "zu atmen" mehr mag als die Einschränkung bei Tradis (auch wenn sich das viele so extrem vorstellen. Nach dem 2ten Kopf merkt man das gar nicht mehr ^^ ) .

So und jetzt hab ich wieder mal viel zu viel geschrieben, gute Nacht :blubber:

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Mittwoch, 5. Oktober 2016, 20:27

Anecken kann bei mir niemand wenns um etwas triviales wie der Genuss einer Pfeife geht :D
Keine Angst... Ich schaff das :love:
Wobei das auch gerade hier im Forum nicht so schwer ist... ;)
Also bitte nichts persönlich nehmen.


Topic:


Zitat

Wir saugen am Schlauch, entziehen dem Glas also Luft. Weil die Umgebungsluft jetzt mehr Dichte hat, strömt sie in die Shisha rein um den Druck auszugleichen. Ich hoffe du stimmst mir zu wenn ich sage, dass es bei weniger Luftvolumen im Glas eines geringeren Aufwandes bedarf, um einen Unterdruck zu erzeugen.
Soweit nicht... Die Dichte der Luft bleibt unverändert, der Unterdruck sorgt dafür, daß Luft durch die Rauchsäule "angezogen" wird.
Dafür muss ich so viel (bzw. etwas mehr) Volumen an Luft aus der Bowl saugen, wie Wasser im Tauchrohr steht.
Eben den Zusammenhang mit dem Luftvolumen in der Bowl sehe ich nicht (direkt).


Zitat

Jetzt ist halt das Problem, dass wenn man einfach den Wasserstand erhöht, man mehr Wasser in Bewegung setzen muss.
Du musst dann mehr Luft aus der Bowl saugen, weil dadurch mehr Wasser Im Tauchrohr steht... Logisch.


Zitat

Der Durchmesser des Rauchrohrs ist für mich nach wie vor essenziell was Ansprechverhalten anbelangt.
Selbes Prinzip... Weniger Durchmesser am Tauchrohr bedeutet bei gleicher Strecke im Wasser weniger Wasser im Rohr und entsprechend weniger Luft, die du aus der Bowl saugen müsst.
Bei halbem Durchmesser hast du nur ein viertel des Volumens...


Zitat

Ansprechverhalten ist für mich nicht nur die Kraft die ich Anwenden muss, bis die Pfeife blubbert, sondern auch, dass ich die Stärke des Zuges bzw. die Strömungsgeschwindigkeit besser bestimmen kann.
Das geht (für mich) aber dann schon eher in Richtung Durchzug.


Zitat


Daraus abgeleitet gilt, dass bei einem dicken und bei einem dünnen Rauchrohr und der gleichen Zugkraft zwar die gleiche Menge an Volumen bewegt wird, aber nicht gleich schnell.
Eine Durchzugspfeife ist was also die "Rauchbewegung" anbelangt bei gleicher Zugkraft träger als eine dünnrohrige Pfeife. Der Rauch bei einer syrischen Pfeife bspw. kommt daher theoretisch "frischer" an.

...

bei modernen Pfeifen fühlt sich dass dann eher wie atmen an. Durch den brachialen Durchzug kann man also mehr Volumen fördern als bei eingeschränktem Durchzug.
Was jetzt? gleiches Volumen bei anderer Geschwindigkeit, oder doch mehr Volumen?



Ich könnte da noch viel, viel mehr zu schreiben, aber bei aller "Wissenschaft" ist es letztendlich "nur" persönliche Präferenz... Und da gibt es (wie so oft...) kein "Richtig", "Falsch" "Besser" oder "Schlechter".
Ich finde es halt wichtig, daß man im besten Fall verschiedene "Systeme" (also Pfeifen) probiert, für sich selbst die passende(n) findet und trotzdem die evtl. abweichenden Vorlieben der anderen akzeptiert. ;)

Schönen Abend noch!

Gruß Kei

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Mittwoch, 5. Oktober 2016, 21:14

Mir gehts ums Rauchen, nicht darum recht zu haben :) Kanns gar nicht persönlich nehmen.

Hier mal Wikipedia, kanns nicht besser ausdrücken :D

"Die als Sog empfundene Wirkung entsteht, weil die Umgebungsluft mehr Dichte hat und
dieser Ungleichheit entgegenwirkt, indem sie durch den Einlass in das
Gerät hineindrängt."

Das heisst, genau genommen wird die Luft nicht reingesogen sondern reingedrängt.

Ok, du sagst also, das Wasser das in das Rauchrohr ragt bestimmt den Aufwand und du siehst den Zusammenhang des Luftvolumens in der Bowl nicht. Ok, aber du siehst, dass es eine bestimmte Kraft braucht um dieses Wasser im Rauchrohr in die Bowl zu drücken, ja? Das wäre dann der Unterdruck. Kleines Gedankenspiel ums mal ins Extreme zu treiben:

Nehmen wir an, du hast eine normale Rauchsäule, die an einer Bowl angeschlossen ist, die so gross ist wie ein Stadion. Dann musst du zuerst mal genug Luft aus der Bowl nehmen, um einen Unterdruck zu erzeugen, der stark genug ist um das Wasser das in das Rauchrohr ragt rauszudrängen. Ein Unterdruck ist nicht eine Nadelspitze, er herrscht in einem ganzen Raum und ist messbar. Das heisst, dass das Luftvolumen in der Bowl bestimmt, wie schnell ich einen Unterdruck erzeugen kann.

Deswegen sieht man auch eine sofortige Verbesserung des Ansprechverhaltens, wenn man von einer normalen Glockenbowl auf eine Morgiana (gegen oben zunehmend enger) wechselt.


Ach ja und das Volumen: Bei gleicher Zugkraft fördert man das gleiche Volumen, ja. Was ich aber sagen wollte war, dass moderne Pfeifen einen viel stärkeren Zug zulassen und so potentiell mehr Luftvolumen fördern können, was für mich im Bezug auf Shisharauchen aber keinen Sinn macht. Sorry wenns unverständlich war :D :D

Dir auch einen angenehmen Abend :P

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18

Donnerstag, 6. Oktober 2016, 17:56

Mir gehts ums Rauchen, nicht darum recht zu haben :) Kanns gar nicht persönlich nehmen.

Danke dafür... Und sicher geht es nicht ums "recht haben", ich hinterfrage halt gerne... ;) Und nach meinem Verständnis sollte ein (Fach-)Forum so funktionieren.



Zitat

Ok, du sagst also, das Wasser das in das Rauchrohr ragt bestimmt den Aufwand und du siehst den Zusammenhang des Luftvolumens in der Bowl nicht. Ok, aber du siehst, dass es eine bestimmte Kraft braucht um dieses Wasser im Rauchrohr in die Bowl zu drücken, ja? Das wäre dann der Unterdruck. Kleines Gedankenspiel ums mal ins Extreme zu treiben:


Guter Punkt... Die Frage ist halt, in wie weit das im ml-Bereich Fühl-/Meßbar ist. Hast du da evtl. ne Formel zur Hand? Würd mich ernsthaft mal interessieren. Wenn nicht werde ich am WE selbst mal recherchieren.

Zitat

Ach ja und das Volumen: Bei gleicher Zugkraft fördert man das gleiche Volumen, ja. Was ich aber sagen wollte war, dass moderne Pfeifen einen viel stärkeren Zug zulassen und so potentiell mehr Luftvolumen fördern können

"potentiell", danke! Leider wird das halt oft als "zwangsweise" dargestellt. Und was trotzdem noch bedeutet, oder zumindest bedeuten kann, daß der langsamere Luftstrom zumindest gleich "viel" Rauch "mitnehmen" kann.

Natürlich kann man aber auch an einer Tradi "reißen", bis einem die Backen weh tun und schwindelig wird.

Gruß Kei

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DaGodfatherY (07.10.2016)

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19

Freitag, 7. Oktober 2016, 10:35

Ja das sollte so sein in einem Forum. Durch deine Fragen konnte ich die ganze Materie noch mehr verinnerlichen, das ist doch eine tolle Sache.

Ich hab leider gerade nichts gefunden, kann halt nur sagen dass ich und viele andere auch das sofort spüren. Macht ja auch Sinn, Der Unterdruck entsteht ja dann, wenn man Gasteilchen aus einem mit Gas gefüllten Volumen entfernt, das geht halt schneller wenn weniger Gas (also Luft :D ) drin ist. Wär cool wenn du was dergleichen findest!

SefyuTR

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20

Samstag, 8. Oktober 2016, 17:17

Ergibt für mich keinen Sinn, weil meine Pfeifen hier (zeitweise 15 Stück hier stehen gehabt....) je nach Modell ziemlich identische bis identische Durchmesser haben und bei mir das Wasser unabhängig der Tauchrohrlänge IMMER 7 bis 10mm im Wasser ist :) Zudem reden wir bei mir von Durchmessern von 8-10mm.... also insgesamt 1-3mm Abweichung in der Höhe des Wasserpegels und 1-2 im Durchmesser. Das sind sind so marginale Unterschiede an Wasser im Tauchrohr, vor allem bei der Kraft und dem Volumen den unsere Lunge aufbringen kann....

Ich denke aber ich weiß, wovon du redest und weshalb hier grad wahrscheinlich aneinander vorbeigesprochen wird :)

Wir bzw. Ich rede bei "Anzug" rein von dem Volumen in der Bowl, bei gleichbleibender Tiefe des Tauchrohrs im Wasser und gleichbleibendem Durchmesser.
Was wir eben durch das Kürzen des Tauchrohrs verändern. Volumen wird geringer, der Wasserstand kommt hoch - ABER das Tauchrohr hat danach weiterhin die selbe Tiefe im Wasser, wie erwähnt: immer 7-10mm bei mir.

Packst du jetzt aber mehr Wasser rein sprich erhöhst die Tiefe des Tauchrohrs im Wasser, egal ob Tauchrohr gekürzt oder nicht, sind wir wieder bei dem Wasser im Tauchrohr und auch das Wasser auf dem Weg vom Tauchrohrende hin Richtung Rauchkammer in der Bowl. Das alles muss in Bewegung gesetzt werden. Klar beeinflusst mehr Wasser deinen Anzug somit negativ und weniger Wasser deinen Anzug positig :)

ABER: Es gibt Leute die beispielsweise immernoch diese Zwei-Finger-Regel für die Tiefe des Tauchrohrs im Wasser verwenden, das sind bei mir 40mm :S Lass es mal nur 20mm sein. Natürlich ziehen sie dann wie sonst was dran. Klar können die den Wasserstand wenn sie wollen auf 10mm verringern und verbessern den Anzug damit deutlich. Sie können sogar runtergehen bis es nur noch 0,1mm im Wasser ist und gar nicht mehr blubbert. Aber dann ist nun mal Schluss. Noch weniger Wasser geht nicht.

Weniger Volumen aber schon ;) Eben durch das Kürzen.
Und haben wir es erstmal gekürzt bieten die 40mm Tiefe als auch die 20mm Tiefe einen weitaus angenehmeren Anzug als davor.


Hat also alles seinen Einfluss. Das Volumen und das Wasser ganz entscheidend !
Die Durchmesser hmm... Eventuell höhere Fließgeschwindigkeiten (Bernoulli) aber denke das sind wieder viel zu kleine Differenzen in den Durchmessern um was spürbares zu haben. Wasser im Tauchrohr wie gesagt bei Durchmesser eher kleine Unterschiede und für mich auch kaum spürbar.... aber der Durchmesser (Durchzug) trägt auf jeden Fall dazu bei wie schnell bei selbem Unterdruck deine Lungen sich füllen :)

Bin weiß Gott kein studierter Physiker, aber hatte diese Diskussion mit 3 Ingenieuren die sich nicht kennen... immer mit dem selben Ergebnis :)
SK-Clan
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Zitat von »Mr.Gampert«

Wenn man sein Hobby halbwegs ernst nimmt, dann raucht man nicht mit Tonkopf und Kamin.. Dann macht man sich schlau und probiert rum und lernt [...] Dennoch ist es sehr sehr schade, dass nur wenige Menschen bereit sind über den Tellerrand zu blicken

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DaGodfatherY (08.11.2016)